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Sparkasse Hagen

„Zuschuss an WestLB ist echtes verlorenes Geld”

29.05.2009 | 19:43 Uhr

Trotz der angespannten Situation rund um die WestLB wird die Sparkasse Hagen ihrer Verpflichtung dem regionalen Mittelstand gegenüber nachkommen, erklärte Sparkassenchef Klaus Hacker.

Aktuell versucht das Land Druck auf die Sparkassenverbände auszuüben. Hintergrund: Um sich wie von der EU verlangt von großen Teilen ihres Geschäftes zu trennen, benötigt die WestLB Sicherheiten in Höhe von insgesamt fünf Milliarden Euro. Klaus Hacker: „Bisher liegt allerdings noch keine Anforderung vor, weder von der WestLB noch vom Land.”

Der Sparkassenchef verweist darauf, dass die Sparkassen der angeschlagenen WestLB durch die Bereitstellung von Liquidität in Milliardenhöhe ohnehin schon helfe. Hacker erinnert auch daran, dass die Hagener Sparkasse vor gut einem Jahr bereits 9 Mio. € bei der WestLB zugeschossen habe. Diese sei „echtes verlorenes Geld” gewesen.

Hacker warnt davor, die Sparkassen nun erneut für die Landesbank in die Pflicht zu nehmen. Die Sparkasse Hagen sei gesund und könne so gerade in den anstehenden, für den Mittelstand noch schwieriger werdenden Zeiten als Partner zur Verfügung stehen. Er appelliert an die Verantwortlichen, diesen Spielraum, den die Sparkassen in der Regel hätten, nicht einzuengen. Die Sparkasse wolle den Mittelstand in der Region helfen, dieser verlasse sich auch auf das öffentlich-rechtliche Institut.

Da aber „Wertberichtigungen” – das heißt, Ausfälle bei den Kreditrückzahlungen – in 2009 und 2010 zu erwarten seien, benötige die Sparkasse selbst ausreichend Mittel, denn der Kapitalverzehr durch Kreditausfälle lande zu 100 % bei den Sparkassen. Aktuell liegt die Eigenkapitalquote in Hagen bei sehr soliden 15 Prozent, ein dickes Pfund, dass das Institut durch die anstehenden schwierigen Zeiten bringen soll.

Christoph Bauer


Kommentare
02.06.2009
16:36
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