Waldlehrpfad fiel Zerstörungswut zum Opfer
10.03.2010 | 18:36 Uhr 2010-03-10T18:36:00+0100
Hagen. Der Waldlehrpfad im Fleyer Wald wurde größtenteils zerstört. Nun müssen die Pfadfinder, die ihn mühevoll aufbauten, erneut ran.
Vandalen waren wieder im Fleyer Wald unterwegs. Die Spur der Verwüstung deckt sich mit dem Weg des Waldlehrpfades. Die Wasserpumpe zerschlagen, zwei Klanghölzer vom Xylophon abgerissen und alle Infoschilder verschwunden — die Bilanz ist bitter für alle kleinen Waldläufer, die sich im Frühling wieder im Wald an den Stationen amüsieren wollen.
Die Pfadfinder der St. Elisabeth-Gemeinde und ihre Eltern hatten den Lehrpfad erst im letzten Sommer errichtet. „Wir sind dankbar für das Engagement der Bürger. Auch weil wir sowas alleine gar nicht realisieren könnten”, sagt Forstamtsleiter Horst Heicappell. Nun will er an alle Bürger appellieren: „Wenn jemand bemerkt, wie etwas zerstört wird, sollte er sich sofort melden.”
Pfadfinder besonders enttäuscht
Schließlich sei der Hagener Stadtwald ein echter Bürgerwald, der ausgiebig als Naherholungsgebiet genutzt wird. Deshalb ist Heicappell auch doppelt enttäuscht: „Für die Pfadfinder ist es besonders traurig, zu sehen, dass das, was sie mühselig erstellt haben, zerstört ist.” Mit viel Liebe ist das Info-Schild für das Xylophon gedichtet worden: „Nimm den Klöppel, lass ihn schwingen an dem Stamm von Kirsche, Linde. Hör' den Klang, ein Baum kann singen!” Nun liegt das Schild im Schlamm auf dem Waldweg.
Von der Wasserpumpe ist so gut wie nichts übrig geblieben: Das blaue Plastikrohr liegt nutzlos im Wasserlauf, das Pumpen-Schild ist zerschmettert, die Info-Tafel komplett verschwunden. Auch die zerstörte Pumpe selbst ist nicht mehr zu sehen „Die ist zur Reparatur”, erklärt Horst Heicappell. „Die Pfadfinder kümmern sich wieder darum.” Auch um die anderen Stationen des Lehrpfades wollen sie sich bemühen. Im Mai könnte es losgehen mit dem Neuaufbau.
Alle müssen sich verantwortlich fühlen
Anzeige hat Horst Heicappell nicht erstattet. „Hier nach dem Staat zu rufen, bringt nicht weiter. Wo sollen die mit dem Suchen anfangen? Da müssen sich einfach alle verantwortlich fühlen, die den Wald nutzten”, meint der Forstamtsleiter. Weil er sich aber nicht sicher sein kann, wann und wo die Täter nochmal zuschlagen, hat Heicappell ein besonders gutes Stück gerettet: Die große Eulen-Skulptur steht nun am Forsthaus Loxbaum unter den wachsamen Augen der Forstmannschaft.
01:18
Wo ist das Problem? Nehmt den verantwortlichen Rotzlöffeln für ein paar Tage das Handy weg und schließt sie eine Woche in eine Unterkunft ohne IT-Verbindung weg. In der Zeit können sie ja den verurschten Schaden wieder gutmachen.
Wer weiterhin auf Kuschel-Pädagogik setzt sollte die rosarote Brille abnehmen und den Tatsachen endlich ins Auge blicken oder sich wahlweise diese hach so armen jungen Menschen die es doch sooo schwer haben und nur eine Chance brauchen mal für ein bis zwei Monate nach Hause einladen... spätestens dann dürfte auch dem letzten 68´er das ein oder andere Lichtlein aufgehen.
11:04
der bezug auf winnenden ist genauso daneben.
wir haben uns die brut herangezogen, jetzt müssen wir damit leben. wir müssen doch nur mit offenen augen durch die stadt gehen und erleben dort täglich erwachsene bürger, die ihre kippen aus dem auto werfen oder ihren müll achlos wegwerfen. die kinder derer erleben also das fremdes eigentum nichts wert ist und somit zerstört oder beschmutzt werden darf. wir leben in einer gesellschafft, wo betrügen (versicherung, finanzamt) zum guten ton gehört. wenn die moral stirbt dann gute nacht humanoide lebensform!!!
08:56
an tagen wo sich das schulmassaker von winnenden zum ersten mal jährt davon zu sprechen jungen menschen eine schrotflinte in die hand zu geben lässt bei mir nur kopfschütteln übrig
05:21
Leider wird es immer schlimmer. Die Leute kennen keine wertschätzung mehr. Ich sehe da eine große Schuld bei den Eltern. Die Kinder dürfen einfach zu viel in den letzten Jahren. Die Jugendlichen kennen einfach keine Grenzen mehr. Ich gehe mal davon aus, das es so Halbstarke waren.
Mal in Halden nach schauen. Da gibt es eine Gruppe von denen. Die sind polizeilich bekannt.
21:10
Genau wie diese Chaoten es mit fremdem Eigentum vormachen, sollte man auch mit ihnen kurzen Prozess machen, wenn man sie erwischt. Gar nicht fragen, was abgeht, sondern ansatzlos so lange aufs Maul geben, bis Ruhe herrscht, die Sprache müssten sie eigentlich verstehen. Dann kann ja immer noch die Polizei zum Einsammeln gerufen werden.
21:01
Horst Heicappell sollte einige Jungjäger den Waldlehrpfad Nachts mit der Schrotflinte bewachen lassen !! Pragmatische Pädagogik! Verstehen sogar Vandalen!
19:19
@bimmelbahner: Vollste Zustimmung!
Den Pfadfindern von St. Elisabeth wünsche ich Geduld beim Wiederaufbau, lasst Euch von diesen Subjekten nicht die Freude nehmen!
Gut Pfad,
18:52
Leider sterben die Idioten nicht aus. Blinde Zerstörungswut einiger Volltrottel !