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Karneval in Haspe:

Volles Haus im tollen Haus

07.02.2010 | 17:07 Uhr
Volles Haus im tollen Haus

„Wir sind der Teil von Hagen, der Köln am nächsten ist.” Selbstbewusst treten die Hasper für ihren Karneval ein. Und schon die Besucherresonanz beim Prunkabend der K.G. Grün-Weiß Haspe bestätigt diese Einschätzung.

Prunkabend der K.G. Grün-Weiß Haspe im St. Bonifatius. Das Tanzmariechen der K.G. Grün-Weiß Vorhalle, Lea Gredig, überzeugte. Foto: Dietmar Wäsche

Das St. Bonifatius war gerammelt voll, das Aufstehen beim Einmarsch nicht ohne Verrenkungen möglich.

Mit einem bunten Programm wurden die Jecken bei Laune gehalten. Ein wahrer Augenschmaus waren die Tanzkünste der kleinen Lea Gredig. Das Mariechen der K.G. Grün-Weiß Vorhalle vertreibt alle Nachwuchssorgen. Denn schon bei seinem ersten Auftritt machte der „Tanzfloh” deutlich, dass da in Zukunft noch einiges zu erwarten ist.

Prunkabend der K.G. Grün-Weiß Haspe im St. Bonifatius. Büttenredner Herbert Gitt. Foto: Dietmar Wäsche

Die anderen Entertainer konnten viel entspannter auf die Bühne marschieren, immerhin hatten sie genug Erfahrung. Neben dem Bauchredner Jürgen Hanke und der Travestie-Show der Star Sisters lockten Karnevalsgrößen wie der Entertainer Gerhard Heitmann und die Ruhrgarde Mühlheim. Die wirklichen Publikumslieblinge waren jedoch altbekannte Freunde aus dem Umland. So griff der Büttenredner Herbert Gitt eigentlich abgestandene Themen wie Hunde essende Chinesen und verrückte Frauen im Ehealltag auf. Doch der „beste Eisbrecher Haspes” hat sich mit seiner flapsigen Art einen breiten Fankreis erarbeitet. So kam es weniger auf den Inhalt als die Darstellung an und seine „Mein Freund”-Witze wurden bei seinem 22. Auftritt begeistert mitgesprochen.

Prunkabend der K.G. Grün-Weiß Haspe im St. Bonifatius. Foto: Dietmar Wäsche

Auch der nächste Künstler war kein Unbekannter. Der blinde Musiker Tobias Fechner war auf ausdrücklichen Publikumswunsch hin eingeladen worden. Mit seiner erstaunlichen Stimme und seinem breiten Repertoire von Elvis bis zu den Zillertaler Schürzenjägern begeistert er die Gäste und ließ schnell Schunkelstimmung aufkommen.

Mit seiner Interpretation des Höhner Klassikers „Echte Fründe” bracht Tobias Fechner die Atmosphäre des Abends auf den Punkt. Denn trotz der Masse der Gäste kennt man sich untereinander und steht damit für ein lebendiges Stück Haspe ein.

Hinrich Rosenbrock

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