Punkiger Gegenentwurf zur "Stillen Nacht"
21.12.2009 | 16:44 Uhr 2009-12-21T16:44:00+0100
Eine „Stille Nacht” erwartete hier niemand. Für die Besucher ihrer „X-Mas Party” im Kulturzentrum Pelmke sorgten die Hagener Punkrocker „The Soul Invaders” und zahlreiche befreundete Bands aber gerade deswegen für eine schöne Bescherung.
Zum vierten Mal lud die Band am Samstagabend zu ihrer Weihnachtsfeier der etwas anderen Art ein, die sie in einer langen, lauten Nacht mit Fans und gleich fünf Supportacts feierte.
Optisch noch eindrucksvoller als akustisch präsentierten sich zum Auftakt die „Tschernobillys” aus Hagen und Iserlohn, deren Psychobilly-Songs die Aggressivität des Punks mit Rockabilly-Melodien verbanden. Für die Combo, deren Kostümierung jeden Horrorfilm geschmückt hätte, war es allerdings schon der letzte Auftritt. Fans konnten sich mit einem Vorgeschmack auf das Folgeprojekt mit neuem Gitarristen trösten.
„Josh and the Blackbirds” hoben sich im Anschluss deutlich vom Stil der übrigen Bands ab. Doch auch wenn ihre eingängigen Rocksongs mit mehr als drei Akkorden und einer Westerngitarre nicht ins Punkrockschema passten, war das Nebenprojekt des Schlagzeugers der „Misfit Society” dem Publikum genauso willkommen wie die aus Osnabrück angereiste Hardcore-Band „Hirnsäule”. Deren brachiale Songs blieben allesamt unter zwei Minuten und gingen mit einem Striptease des Sängers einher, der zur Begeisterung des Publikums das Ende des Auftritts in einem rosa Strampler absolvierte. Melodiöserer Speedpunk stand danach bei den „Smelly Caps” aus Hannover auf dem Programm. Die aus den Überresten von Punklegenden wie den „Abstürzenden Brieftauben” entstandene Band fand mit einem energiegeladenen Set guten Anklang beim Publikum. Mit „Nobody's hero” von den Dropkick Murphys und einer Reggae-Version des Ramones-Klassikers „Blitzkrieg Bop” als Zugaben verabschiedeten sich die Punk-Veteranen um das Zepter an die Gastgeber weiterzugeben: Mit einem Dudelsackspieler und einem prall gefüllten Sack mit Geschenken begrüßten die Soul Invaders ihre Fans und rockten als krönender Abschluss mit ihrem selbsternannten „Raw Power Rock” eine nun gut gefüllte Pelmke. Mit einem rasanten Set endete so eine lange Nacht der tausend Gitarrenriffs.
13:20
ICH WILL MEINEN SCHLAFANZUG WIEDER!
..denn damit ist die Frau nach Hause gegangen, die wahrscheinlich seit Jahren nicht mehr so viel gelacht hat. Dabei hab ich ihr doch gesagt, wie sehr ich an dem Teil hänge.Hoffentlich hatte sie am nächsten Morgen wenigstens ne kleine Ahnung, warum sie mit dem rosa Ding bekleidet aufwacht... hehehe.
19:22
Nobodys Hero ist mitnichten von den Dropkick Murphys, sondern von den Stiff Little Fingers.