Gute Laune und feine Kritik im Straßenkarneval
15.02.2010 | 10:30 Uhr 2010-02-15T10:30:00+0100
„Gute Morgen, liebe Närrinnen und Narren”, begrüßte Oberloßrock Christopher I die Jecken am Boeler Amtshaus. Zu diesem Zeitpunkt war es zwar schon 13.30 Uhr, aber in der Schlussphase der Session gehen die Uhren ja ohnehin anders.
Pünktlich zu Schlüsselübergabe und Umzug waren aber alle wieder auf der Höhe der Zeit.
Die Jecken ließen sich auch in diesem Jahr nicht von der Witterung abschrecken und säumten zu Tausenden die Wegstrecke. Die Polizei bezifferte die offizielle Zuschauerzahl zwar mit mageren 5 000, erlaubte sich dabei aber lediglich einen kleinen Scherz.
Hagener Norden
als Wetter-Oase
Später wurde die Zahl auf stolze 25 000 korrigiert. Und dass obwohl der Winter Hagens Straßen in weiße Pisten verwandelt hatte. Die Zugstrecke freilich präsentierte sich top geräumt.
Die tausenden Bürger, darunter auch Verwandte des Oberloßrockes aus Australien, feierten die rund 60 Wagen und Fußgruppen, die ebenso kreativ wie spitzzüngig daherkamen. So wurde etwa ein „Asia Tierheim” angepriesen - und zwar in Form eines Imbisses. Auf der Karte: Dackel süß-sauer und „Acht Kätzchen”. Auch der Nachwuchs übte sich in feiner Kritik. So verkündete das Familienzentrum Johannes „Jeder Mensch hat seinen Vogel - Wir haben unser(en) KiBiz”.
Natürlich durfte die anstehende Fußball-WM als Thema nicht fehlen. Gleich mehrere Gruppen nahmen sich dieses sportlichen Sommerthemas an: als überdimensionale Fußbälle, als 23 Meter langes WM-Glücksschwein XXL der Heidefreunde oder mit Motivwagen.
Wetterfeste
Zugteilnehmer
Ein wahrer Hingucker war auch der letzte Motivwagen. Fahrer Toni wollte nicht in einem ungeschmücktem Fahrerhaus sitzen, während er das Dschungelbuch auf seinem Auflieger durch den Hagener Norden chauffierte. Also wurde seine Kabine prompt in eine Bast-hütte verwandelt.
Hartgesotten präsentierten sich nicht nur Treckerfahrer, die auf Gefährten ohne Dach ihren Dienst versahen, sondern auch die Cheerleader des Basketball-Bundesligisten Phoenix Hagen. Die tanzten in ihren knappen Hallenkostümen im Zug und ließen sich trotz der Kälte nichts anmerken.
10:15
Wer auf dem Berg wohnt muss noch lange nicht den Überblick haben ;-)
Ich fand die Stimmung am Zug wieder einmal sehr gut. Wir hatten Spaß und gute Laune. Liegt vielleicht auch daran, das man aus dem Hagener Norden kommt und immer mit netten Nachbarn feiert.
00:41
#1 und #7 S. Sauer
Frau oder Herr S. Sauer, Ihr Dauernörgeln in Ehren - aber mit Ihrer Miesepeter-Haltung stehen sie hier (ausnahmsweise) mal allein da. Es gibt nämlich auch noch (vereinzelt) Hagener, die nicht nur sauer sind und wie ein Zicklein meckern!
Und dadurch, dass Sie Ihren Senf mit gleich zwei Kommentaren dazugeben, wird er auch nicht schärfer.
20:47
OK nicht befahrbar war ein bischen übertrieben. Nur finde ich es eine Unverschämtheit, dass sich die Stadt nur noch um die Straßen auf dem Umzugsweg kümmert und alles andere rechts liegen lässt. 25.000 Zuschauer sind doch auch eine geschönte Zahl. Wenn man sieht, wie wenig in diesem Jahr an Müll produziert wurde, dann kann man davon ausgehen, dass die Resonanz sehr schlecht war. Das wird auch sicherlich mit am Wetter gelegen haben.
Wenn man übrigens im Tal wohnt, dann weiss man nicht, wie es in den Höhenlagen aussah.
18:22
Ein schöner Karnevlsumzug sieht anders aus. Für die Kinder war es eine magere Ausbeute und schön war der Umzug dieses Jahr ganz bestimmt nicht. Wir waren sehr enttäuscht und geräumte Bürgersteige sehen anders aus!
Gute Laune?
Da wo wir standen war um uns herum eine Stimmung wie auf einer Beerdigung, aber was will man von Hagen auch anderes erwarten. Rief man Hagau wenn ein Wagen kam, wurde man entsetzt von den Leuten um einen herum angeschaut. Karneval feiert man anders!!!!!!
15:34
Also ich hab mit meinem Auto aktuell nirgendwo irgendwelche Probleme zu fahren.
10:03
ach die leute die immer auf andere sauer sind....
den anwohner war klar das der zug stattfindet.da macht man halt die fußwege fertig.wenn sich jemand verletzt, sind die ja die schuldigen.und das die straßen geräumt wurden ist doch auch klar.bei 25.000 leuten spielt ja auch ein hoher sicherheitsfaktor eine rolle.
08:35
#1 von S.Sauer, wenn alle Bürgersteige so gut geräumt wären wie unsere (Haupt-)Strassen, was übrigends Pflicht der Anwohner ist, das wäre Spitze. Ob Karneval Blödsinn ist, ist nur eine Betrachtung wo der Begriff Kultur angesiedelt ist. Selbst wenn am Zugweg 5 Tonnen Salz verstreut wären, das bei 25 000 Zuschauer, ist das nur ein Bruchteil von dem wie ein Theater- oder Museumsplatz bezuschußt wird.
23:26
Wie nicht befahrbar, wo ich gefahren bin, ist man aber gut weg gekommen!
21:41
Klasse. Überall sind die Fahrbahnen nicht befahrbar, aber für so einen Blödsinn schmeisst die Stadt Geld zum Fenster raus.