Gummistiefelweitwurf: Elite wohnt in Hagen
31.03.2009 | 19:29 Uhr 2009-03-31T19:29:00+0200
Hagen. Die nationale Spitze der internationalen Disziplin Gummistiefelweitwurf” wohnt in Hagen. Der Deutsche Vizemeister Christoph Geist ist ebenso wie die Serienmeisterin Maria Bürger (2006, 2007, 2008) vor einigen Jahren in die Volmestadt gezogen.
„Ihre sportliche Heimat fanden sie hier als Leichtathletik-Trainer beim TSV 1860. Geist kommt sportlich vom Diskuswerfen, seine Freundin war 2001 Deutsche Meisterin im Hammerwerfen.
Dennoch: Gummistiefelweitwurf wird wohl keine neue Abteilung des bedeutenden Hagener Sportvereins werden, schätzte gestern Christoph Geist im Gespräch mit der WR. Die deutschen Spitzenteams kommen aus den neuen Bundesländern, dort, wo auch er und seine Lebensgefährtin Maria Bürger ihre Wurzeln haben. Die beiden treten deshalb für den renommierten Stielweitwurfverein „Spitzsteingummi 05” aus Döbeln an. Maria Bürger brachte es im Nationalteam sogar schon bis zur Vizeweltmeisterschaft.
Wer nur gelegentlich einen Gummistiefel nach einem bellenden Hund wirft, macht sich keine Vorstellung davon, welche Koordination das Werfen des Stiefels verlangt. Hobbywerfer werfen irgendwie, doch an der Spitze ist die Technik ausgefeilt. Christoph Geist, wie seine Freundin knapp über 20 - erläutert: „Es ist eine Kombination aus Schleuderball- oder Speerwerfbewegung, Diskusdrehung, aber auch Fortbewegung beim Abwurf.” Wer bei dieser Technik nicht über die eigenen Füße stolpern will, der muss üben. Doch das geht nur in der warmen Jahreszeit. Geist: „Da die Finger eine wichtige Rolle spielen, dürfen sie nicht kalt werden.”
Der Daumen wird beim Wurf in das Stiefelinnere gesteckt, Ring- und Mittelfinger halten den Stiefelschacht bis zum Abwurf. Und der kann lang werden.
Maria Bürger wirft sich mit gut 35 Metern regelmäßig ganz oben aufs Podest. Die persönliche Bestleistung ihres Freundes liegt bei 52,90 Metern. Gut, aber für die Wurfprofis aus Finnland, dem Mutterland dieses Sportes nicht gut genug. „Die Finnen werfen bis zu 68 Meter”, zieht Geist den Hut vor den Großen des Gummistiefelweitwurfs.
Spaß? Ja, der steht bei den meisten im Vordergrund. Doch wer wie das paar aus Hagen um Pokale mitwirft, für den zählt erst einmal die Leistung. Die gemeinsame Party im Anschluss ist dann für Hobbywerfer wie Profischleuderer dann aber Pflicht.
19:19
Na dann hätte das Zelt für mich und meinen Gummistiefelweitwurf etwas Gutes und ich könnte den Finnen nacheifern, denn die werfen in Finnland den Winter über in Hallen :-) Jedoch sollte es im Sinne der Leichtathletik besser woanders hin!!!!!!!!!
13:57
na siehste! da hat hagen doch noch eine sportart, die man in der neuen ischelandzelthalle ausüben könnte! (die finger müssen warm sein)
das heisst, man kann die saison glatt verdoppeln und einen ganzjährugen sport drauss machen.
und in hagen bewegt sich endlich wieder was. wenn es auch nur fliegende gummistiefel sind...:-)
11:36
Da haben wir ja Gott-sei-Dank wieder einmal eine positive Schlagzeile in der Presse. Ich gratuliere! Na dann - bis zum 01.04.2010