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15. Poetry Slam

Geschlechterkampf der Dichterelf

12.04.2010 | 10:00 Uhr
Geschlechterkampf der Dichterelf

Hagen. Zum Scheitern verurteilte Liebesbeziehungen, Spinnen die einem aus der Seele sprechen oder die Problematik des Noch-Zuhause-Wohnens. Diese und andere Themen gab es am vergangenen Freitag beim bereits 15. Poetry Slam, beim Wettstreit der Dichter, im Hagener Kulturzentrum Pelmke.

Unter dem Motto „Kampf der Geschlechter” hatten elf junge (und ältere) Dichterinnen und Dichter sechs Minuten Zeit, um mit ihrem selbst verfassten Slam vor ausverkauftem Haus gegeneinander um die Gunst des Publikums anzutreten.

Während Sina Langner aus Bochum darüber philosophierte, wie schnell es mit dem Image als gut erzogener Tochter vorbei ist, wenn es eines Tages in seinen Emails heißt „Mutti is now following you on Twitter”, gab Sascha Thamm aus Remscheid hilfreiche Tipps zu einem Ausflug in die Natur. „Dass man den überm Lagerfeuer in einer Aluminiumverpackung geschmolzenen Zucker nicht direkt in den Mund gießen sollte”, war dabei nur einer von vielen Wortwitzen, die das vorwiegend junge Publikum vor Lachen grölen ließ.

Lachtränen und nachdenkliche Momente

Neben der vielen Lachtränen gab es für die Zuschauer aber auch nachdenkliche Momente, denn auf der Bühne wurden auch tiefgründigere Töne angeschlagen. Mit „Kommunikationsstörung” zeigte der „Schriftstehler” Armin Sengbusch aus Hamburg seine nachdenkliche Sicht auf die Liebe und den manchmal damit verbundenen „Krieg der Herzen”. „Damit spricht er mir aus der Seele”, erzählt Judith Sandmann aus Hagen, die bereits zum zweiten Mal beim Poetry Slam in der Pelmke dabei ist.

Auch Marc Oliver Schuster, besser bekannt als „Katze”, ist als Organisator und Moderator der Veranstaltung wieder zufrieden mit den vielfältigen Texten der Slammer. „Wir haben uns diesmal für den Gender-Slam entschieden, da die Unterschiede von Frau und Mann in der Gesellschaft ja immer noch gegeben sind”, sagt er.

Sascha Thamm aus Remscheid gewinnt

Begleitet wurden die jungen Künstler vom sogenannten Feature Artist Kurt Mondaugen aus Leipzig, der die Zuschauer jeweils vor den Auftritten mit seinem wortgewandten und ironischen Repertoire rund um die Beziehungskiste anheizte. „Romeo und Julia - die perfekte Liebe? Na ja, die Geschichte ist ja auch nicht grad gut ausgegangen”, kommentiert Mondaugen.

Per Applaus kürte das Publikum am Ende Sascha Thamm als Sieger der Veranstaltung und Gewinner des „Bauches der Katze”, der Dank kräftiger Unterstützung der Zuschauer wieder prall mit Geld und anderen Geschenken gefüllt war.

Sabrina Rohn

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