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Karneval der Heidefreunde

Gelungener Karnevalsauftakt in der Boelerheide

17.01.2010 | 16:24 Uhr
Gelungener Karnevalsauftakt in der Boelerheide

Boele. Er liebt den Gerstensaft, ist Fastfood-Junkie und begeisterter Basketballer, aber vor allem ist er der jüngste Stuckenförster aller Zeiten. Die Rede ist von Marc I. und seinem Eleven Stefan. Gemeinsam läuteten sie am Samstagabend die heiße Phase des Karnevals in Boelerheide ein.

Großer Karnevalsabend Heidefreunde Bolerheide 2010 (Foto.Richard Holtschmidt)

Die Heidefreunde hatten sich viel vorgenommen für ihren großen Abend. Gut vier Stunden Programm lud zum Feiern ein. Und darum ließen sich die Gäste in der ausverkauften Fritz-Steinhoff-Gesamtschule nicht zweimal bitten. Während die traditionelle Funkengarde Erkelenz lediglich warmherzig empfangen wurde, brach beim nachfolgenden Einmarsch der Heidefreunde bereits lauter Jubel aus.

Ausgelassene Stimmung

Doch auch die Funkengarde bekam noch ihre Ehrung. Dies dürfte sicherlich auch an der musikalischen Darbietung des Reitercorps gelegen haben, hauptsächlich jedoch an den hübschen Beinen der Tänzerinnen. Diese zeigten in ihrer Choreographie, wie prickelnd perfekte Körperbeherrschung sein kann. Noch heißer wurde es allerdings bei der Tanzgarde KG Grün-Weiß Hamm. Mal lautstark und frech, dann wieder mädchenhaft und verführerisch hatten diese jungen Damen ein breites Repertoire. Was sie jedoch eigentlich ausmachte, war weniger eine Tanzvorführung als Akrobatik pur. Und natürlich waren auch hier die kurzen Röcke vor allem zum Hochrutschen bestimmt.

Neben diesen körperlichen Darbietungen durfte die Satire selbstverständlich auch nicht zu kurz kommen. So sorgten unter anderem der Parodist Mr. Tomm und der Humorist Horst Schlag für ausgelassene Stimmung im Saal. Letztere war im traditionellen Clownskostüm erschienen und hatte „Schminke aufgetragen, um ungeschminkt seine Meinung zu sagen”. Mit seinen Binsenweisheiten übers Altern, Moral und Sex nahm er den alltäglichen Wahnsinn aufs Korn. Wer über Karneval spricht darf aber natürlich auch die Politik nicht vernachlässigen. So gaben denn auch „de Huusmeister vom Bundesdaach” ihre Anekdoten über das Privatleben der Politiker zum Besten. Dabei überzeugten sie vor allem mit ihren Spottliedern.

 Der heimliche Höhepunkt des Abends war jedoch die Stimmungssängerin Diana Leder. Sprechend klang ihre Stimme noch ein wenig kratzig, doch als die Musik einsetzte war das vergessen. Mit ihrer unglaublichen Energie und dem entsprechenden Gespür fürs Publikum hatte sie den Saal sofort fest in der Hand. Bei ihrer Schlagerinterpretation zum Mitsingen hielt es niemanden mehr auf seinem Stuhl aus. So war es auch nicht verwunderlich, wenn vielen Jecken am Ende des Abends die Erschöpfung ins Gesicht geschrieben stand. Man darf gespannt sein, was die anderen Hagener Vereine aufbieten, um diesen Abend zu toppen.

Theo SCHMETTKAMP

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