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"Die Kinder hatten ständig Angst vor ihm"

23.10.2007 | 21:25 Uhr

Breckerfeld/Hagen. (sam) In dem Verfahren gegen 45-Jährigen, der seine Tochter in Breckerfeld und Umgebung missbraucht haben soll, hörte das Landgericht gestern seine frühere Schwiegermutter, Oma des Mädchens. Sie belastete den Angeklagten schwer, ließ ge

Für ihren ehemaligen Schwiegersohn auf der Anklagebank hatte die 63-Jährige nur noch verächtliche Blicke übrig. Gleich zu Beginn ihrer Vernehmung listete sie einige seiner Fehltritte auf, um den Beteiligten einen Einblick in die damalige Situation der Familie zu verschaffen.

"Da war viel Streit. Ein Mal drohte er, er stürze sich mit den Kindern von einer Brücke. Wir haben die Polizei gerufen. Auch haben sich die Kinder mal vor ihm im Kaufhof versteckt. Die hatten ständig Angst vor ihm. Und: Er hat ständig gelogen. Ein Mal hat er zum Beispiel seine Frau, meine Tochter für tot erklärt."

Auf die angeklagten Taten angesprochen, erinnerte sich die 63-Jährige an ein Telefonat mit dem Vater ihrer Enkelkinder. Bei dieser Gelegenheit habe sie so lange gefragt, bis ihr damaliger Schwiegersohn zugegeben habe, das Mädchen in einem Fall unsittlich berührt zu haben. "Er hat geheult. Jedes Mal wenn er etwas zugegeben hat, fing er an zu heulen. Aber das war nur Schau."

Noch gestern im Zeugenstand wirkte sie insgesamt wütend auf den Angeklagten, sprach ihn zum Teil sogar direkt an, dass er sich ja wohl erinnern müsse. Der Verteidiger des 45-Jährigen reagierte entsprechend und erklärte: "Hier kommen viele Räuberpistolen auf den Tisch." Während die Anklägerin diesen Kommentar empört zur Kenntnis nahm, widersprach die Zeugin vehement.

Angeblich nur Rachekomplott

Morgen wird das Verfahren gegen den Mann, der alle Vorwürfe als Rachekomplott seiner früheren Frau und der gemeinsamen Kinder darstellt, fortgesetzt. Dann soll das mutmaßliche Opfer selbst aussagen.



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