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UNESCO-Weltkonferenz

"Am Ende saß ich mitten im Plenum"

14.04.2009 | 17:12 Uhr
"Am Ende saß ich mitten im Plenum"

Menschen aus allen Regionen der Welt hatten sich zum Monatswechsel in Bonn bei der Unesco-Weltkonferenz mit dem Thema „Bildung für nachhaltige Entwicklung” beschäftigt.

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  • 900 Teilnehmer  Die UNESCO-Weltkonferenz „Bildung für nachhaltige Entwicklung” fand vom 31. März bis zum 2. April in Bonn statt.
  •   Ausrichter war neben der UNESCO das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie die deutsche UNESCO-Kommission.
  • Über 900 internationale Vertreter der UNESCO-Mitgliedstaaten, darunter 48 Minister, nahmen an der Halbzeitevaluation der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung” (2005-2014) teil.

Es ging darum, die weltweite nachhaltige Entwicklung im Bildungssystem fest zu verankern. Minister waren ebenso angereist, wie Staatssekretäre und hochrangige Vertreter der einschlägigen Institutionen und Organisationen. Ebenfalls akreditiert für die Halbzeitkonferenz der UNO-Dekade für Bildung war der THG-Schüler Tobias Orthen (19).

Er war einer von letztlich sieben Vertretern des Jugendzukunftsforums der Bundeszentrale für politische Bildung, das Anfang des Jahres die Weltkonferenz vorbereitet und einen Appell erarbeitet hatte. „Wir waren in einer Jugendherberge in Bad Honnef untergebracht und durften die Plenumveranstaltungen von der Besuchertribüne aus verfolgen”, berichtet der Abiturient. „Im Laufe der Konferenz haben die Teilnehmer uns aber immer mehr ins allgemeine Geschehen integriert. Am Ende saß ich sogar mitten im Plenum.”

Tobias Orthen (re.) interviewt Ousmane Diop Blondin (Deputy Permanent Delegate of Senegal to UNESCO)

Dass er damals überhaupt nach Bonn gefahren war, hatte er seinem Lehrer Klaudius Gansczyk zu verdanken. „Herr Gansczyk hatte mich Freitag in der Schule gefragt, ob ich zu dieser Konferenz wolle”, erinnert sich Orthen. Er wollte. „Und um 14 Uhr ging es dann los.”

Der Abiturient interessiert schon seit geraumer Zeit für weltpolitische Themen, wie etwa Klimawandel oder Ressourcengerechtigkeit. „Zum einen bin ich über die Zukunftsveranstaltungen an meiner Schule auf die Thematik gestoßen”, so Orthen. Außerdem habe er auch einige einschlägige Bücher gelesen. „Viel verdanke ich Herrn Gansczyk, der mir immer wieder Literaturhinweise gegeben hat.” Mittlerweile hat sich Tobias Orthen freilich von seinem Lehrer emanzipiert und verfolgt das Politikfeld aus eigenem Interesse.

Im Rahmen der UNESCO-Weltkonferenz hat er einige Teilnehmer interviewt, etwa Ousmane Blondin Diop aus dem Senegal. „Wir gestalten aus dem Material einen Bericht, der dann allen Teilnehmern des Jugendforums zukommen wird”, erklärt Orthen.

Er selbst hat die Rolle des Multiplikators angenommen. „Natürlich versuche ich auch in meinem Umfeld, das Bewusstsein für Umwelt schonendes Verhalten zu stärken.” Sein inhaltliches Steckenpferd ist da der Umstieg von fossilen auf erneuerbare Energien. „Dieses Feld halte ich für die Grundlage vieler weiterführender Sachverhalte”, erläutert Orthen.

Auch wenn Tobias Orthen aktuell noch sein Abitur – Leistungskurse Bio und Mathe, sowie Deutsch und mündlich Geschichte – baut, hat er die Fühler schon nach interessanten Studienmöglichkeiten ausgestreckt. „Ich könnte mir Environmental and Resource Management an der Uni Cottbus vorstellen.” Von seinem ursprünglichen Plan, Tierarzt zu werden ist der junge Mann mittlerweile abgerückt. „Ich habe wegen meines Zivildienstes ja noch ein Jahr Zeit, um mich zu entscheiden.” Bis dahin möchte der engagierte Schüler aktiv am Ball bleiben – für eine bessere Zukunft weltweit.

Björn Josten



Kommentare
12.04.2009
00:10
Am Ende saß ich mitten im Plenum
von Fredl | #1

Tolle Sache:-) Um diese Erfahrung bist Du echt zu beneiden!

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