Umbau der Brennerei Saure im Zeitplan
10.03.2010 | 17:57 Uhr 2010-03-10T17:57:00+0100
Betrachtet man die ehemalige Kornbrennerei Saure von der Elberfelder Straße aus, scheinen die im letzten Jahr begonnenen Umbau- und Sanierungsarbeiten für das zukünftige Bürgerhaus des Verschönerungsvereins (vvg) kaum fortzuschreiten.
Doch der erste Eindruck, der lange und kalte Winter habe die umfangreichen Arbeit verzögert oder gar zum Erliegen gebracht, täuscht.
Architektin Marie-Theres Eiling vom Architekturbüro Lange in Schwelm stellte bei einem Ortstermin den Stand der Arbeiten vor. „Wir sind trotz des strengen und langen Winters im Zeitplan.” So wurden bisher vor allem Sicherungsarbeiten im Gebäude realisiert. Marie-Theres Eiling: „Die Decke des Obergeschosses mit dem darüberliegenden Dachgeschoß besteht aus einer Ziegelkappendecke. Sie drohte in großen Teilen wegzubrechen.” Eine Stahlbetondecke sichert jetzt nicht nur die oberste Decke, sondern sie funktioniert auch wie eine Art Korsett zur Stabilisierung des gesamten Gebäudes. Darüber hinaus sind die alten Stahltreppen und Stiegen durch ein großes Betontreppenhaus ersetzt worden. Diverse Öffnungen in den Decken mit einem Durchmesser bis zu zwei Metern, durch die früher die Tanks ragten, verschlossen die Bauarbeiter ebenfalls mit Stahlbeton.
Durchbrüche in den Wänden und die Verlegung von Abwasserleitungen im Untergeschoss des Gebäude existieren ebenfalls schon. An der Stelle des abgerissenen Kesselhauses errichten die Bauarbeiter zur Zeit die Verschalungen zum gießen der Wände für den Bereich, in dem zukünftig der Aufzug einen barrierefreien Zugang zu allen Etagen des Gebäudes ermöglichen soll. Hier entstehen dann neben dem Fahrstuhl zusätzlich Flächen für einen Abstellraum, die Haustechnik, Büroräume und eine Aufwärmküche.
Umgehend wird jetzt das Gebäude bis auf die Sohle freigelegt, um das überwiegend aus Bruchsteinwänden bestehende Untergeschoss abzudichten und eine neue Drainage zum Abführen des Grundwassers einzuziehen. Die Architektin: „Das Gebäude ist über einen langen Zeitraum nicht, oder nur wenig beheizt worden. So konnte sich das Mauerwerk bis zu 95 Prozent mit Feuchtigkeit vollsaugen. Deshalb verwenden wir spezielle Putze, die das langsame und gleichmäßige Austrocken in der Zukunft ermöglicht.” So kann drohender Schimmelbefall vermieden werden.
»Bis Ende November wollen wir hier mit den Arbeiten fertig sein«
In der nächsten Woche gibt es auch von der Elberfelder Straße aus sichtbare Veränderungen. Der Vorsitzende des Verschönerungsvereins (vvg) Michael Pfleging: „In der Mauer zur Straße entsteht eine Lücke, um das Gebäude mit neuen Leitungen an das Wasser- und Gasnetz anzuschließen.” Die Maueröffnung dient auch später als neuer Zugang, denn der Eingang in das Gebäude wird zukünftig im Untergeschoss liegen.
Die Ausschreibungen für die jetzt anstehenden Gewerke laufen bereits. Es folgen in absehbarer Zeit der Innenausbau mit den technischen Installationen für Wasser, Strom und Heizung, sowie die Renovierung des Dachstuhles und der Fassade. Trotz der noch umfangreichen Arbeiten bleibt Marie-Theres Eiling bei ihrer Aussage: „Ende November wollen wir hier fertig sein.”
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