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Eisenfüße treten vor zwölfeckige Bälle

10.09.2008 | 18:40 Uhr

Gevelsberg. Große Männer mit kleinen Püppchen und ein Fußball mit zwölf Ecken. Gibt es nicht? Gibt es doch! Bei den 30. Westdeutschen Tipp-Kick-Einzelmeisterschaften in der Aula Alte Geer.

Der Kick durch den Tipp: TKC 1986-Mitglied Klaus Weinberger (links) und Vorsitzender Siegfried Gies demonstrieren das Spiel mit den kleinen Eisenmännchen und dem eckigen Plastikball auf dem grünen Kunstrasen. (Foto: Christina Makarona)

Sie beugen sich über einen Billard-Tisch, kneifen die Augen zusammen und warten gespannt auf den Zug ihres Gegners. Tipp-Kick heißt das älteste Tischfußballspiel der Welt, dem am Wochenende mehr als 100 Teilnehmer verfallen waren.

Zu den Einzelmeisterschaften fanden sich Fußballbegeisterte aus der gesamten Bundesrepublik ein. "Wir haben sogar Teilnehmer aus der Schweiz zu Gast", freut sich Siegfried Gies, Vorsitzender des "TKC (Tipp-Kick Club) 1986 Gevelsberg".

Gemeinsam mit seinem Club-Kollegen Kersten Krambeer erklärt Siegfried Gies die Regeln, die beim Tipp-Kick zu beachten sind: "Die Spielregeln gleichen im Grunde denen des Fußballs. Natürlich gibt es hier kein Abseits, weil wir nur mit zwei Figuren spielen dürfen".

Die Figuren aus Eisen sind kaum größer als ein Zeigefinger. Der "Ball" ist nicht rund, sondern hat zwölf Ecken sowie schwarze und weiße Flächen. Geschossen wird, indem der Spieler auf einen Knopf an seiner Figur tippt und somit dessen Bein in Bewegung bringt. "Die Annahme, das Spiel habe nur mit Glück zu tun, ist ganz falsch. Die Ergebnislisten beweisen, dass Geschicklichkeit dazu gehört", erzählt Siegfried Gies, der den Gevelsberger Verein gemeinsam mit vier weiteren Tipp-Kickern vor 22 Jahren gründete.

Im Finale der Einzelmeisterschaften gewann am Sonntag Jens Runge (Leck) gegen Holger Wölk (Waltrop) mit 7:3. Als beste Dame, es nahmen insgesamt sieben Frauen teil, ging Elisabet Wagner (Hirschlanden) aus dem Turnier. Sie brachte gleich ihren Sohn Florian Wagner als besten Nachwuchsspieler mit.

Die Gevelsberger ließen sich erst mit Marcus Müller auf Platz 26 blicken. Auch bei den dritten Gevelsberger "Kult Classics", die am Sonntag in der Aula Alte Geer durch den TKC veranstaltet wurden, hatten die Gevelsberger nur wenig Glück: Im Finale siegte Björn Buschmann (Hamburg) gegen Oliver Reupke (Oyten) mit 6:5. Als bester Gevelsberger ging erneut Marcus Müller auf Platz elf aus dem Turnier.

Weitere Informationen zu der Einzelmeisterschaft, den Ergebnislisten vom Wochenende und dem Tipp-Kick Club Gevelsberg selbst können Interessenten im Internet finden: www.tkc1986.de.

Von Christina Makarona

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