Gäste in Gelsenkirchen sauer - Büfett leer, Notrufmelder überklebt
03.01.2013 | 18:53 Uhr 2013-01-03T18:53:00+0100
Gelsenkirchen. Ärger bei Partygästen in Gelsenkirchen: Im Musiktheater im Revier bekamen viele der 400 Gäste statt des vollmundig angekündigten Büfetts nur leere Platten zu Gesicht. Und bei einer Veranstaltung auf Schloss Horst waren die Notrufmelder zu gut versteckt, um die Sicherheit der Gäste zu gewährleisten.
Freud und Leid liegen ja oftmals ganz dicht beieinander. Das musste auch WAZ-Leserin Kerstin Vogel-Werth erfahren. Nach einer „Klasse“-Vorführung für Augen und Ohr von „Die Hexen von Eastwick“ im Musiktheater im Revier (MiR) freute sich die Gelsenkirchenerin mit ihrem Mann auf mindestens ebenso feine Gaumenfreuden. Vollmundig angekündigt waren „Vitello Tonnato (Kalbfleischscheiben mit Thunfischsoße, Anm. d. Red.), pochierter Lachs, Entenbrust und Garnelencocktail“.
Das alles war auch da, nur leider eben nicht in genügender Menge für die gut 400 Gäste. „Ich sah nur leere Platten“, berichtet denn auch Kerstin Vogel-Werth enttäuscht. Und zu allem Unglück habe auch die Live-Band nicht das gehalten was sie versprach – einen, bleiben wir im kulinarischen Bild – „Ohrenschmaus“.
„Da gibt es nichts schönzureden. Es war nicht genug von allem da. Unsere Küche hat sich unglücklicherweise verkalkuliert“, sagt Gudrun Wischnewski von der AWO Service GmbH, Geschäftsführerin des verantwortlichen Catering-Betriebs. Wischnewski hat sich, nachdem bei der WAZ-Lokalredaktion und beim Musiktheater Beschwerden eingegangen waren, umgehend mit MiR-Sprecher Christoph Nagler zusammengesetzt, um den Schaden zu beheben.
Teilweise Rückerstattung ist noch offen
„Wir werden Anfang nächster Woche alle Gäste anschreiben und uns in aller Deutlichkeit entschuldigen“, sagt Gudrun Wischnewski. Gerade laufe die Recherche nach den Adressen. Zudem sei eine Wiedergutmachung geplant. In welcher Form diese ausfallen wird – eine teilweise Rückerstattung der 50,50 Euro Eintrittsgeld oder per Gutschein, ist noch offen.
Befremdlich fanden Stadtsprecher Martin Schulmann und Brandschutzexperte Udo Becker von der Feuerwehr den Umstand, dass bei der Silvesterfeier in der Glashalle auf Schloss Horst – Veranstalter war die Fabbrica Italiana – die Notrufmelder augenscheinlich mit schwarzem Panzerband verklebt worden waren. WAZ-Leserin und Partygast Michaela Schüßler hatte uns den Tipp gegeben. „Das ist nicht im Sinne des Erfinders“, sagte Udo Becker.
Zwar dürfte der Alarm noch funktioniert haben, doch im Notfall wären die Melder ob der verdeckten Farbe nicht so gut sichtbar gewesen. „So etwas darf nicht sein, ein klares Vergehen“, gab Martin Schulmann zu Protokoll. Wobei: Vor und nach der Feier seien keinerlei Klebestreifen auf den Notrufen zu sehen gewesen. „Wir werden der Sache aber nachgehen.“
Stillhalten ist dagegen die Devise der Fabbrica Italiana. Sekretärin Katharina Bloethner: „Uns ist von all dem nichts bekannt. Wir warten erst Mal ab, was die Stadt macht.“
10:14
man erkennt in welchem sozialen gefüge man sich befindet, wenn der begriff "vitello tonnato" einer erklärung bedarf,
21:44
Fabbrica Italiana?
Ist das derselbe wie aus Essen? Da sag ich nix zu.
Außer vielleicht: Gelten Vorschriften nicht nur für andere??
19:47
ob da nicht ein verschmitzter 1 € Jobber der AWO sich einen Spaß erlaubt hat. Oder sogar den Robin Hood gemacht hat. Beim üblichen Kundenkreis der AWO wären auch halbe Rationen auf jeden Fall ein Festessen. Und mit dem Teilen der knappen Menge klappt es dort meistens auch besser.
19:14
ein absolut niveauloser Bericht.
18:49
geile nummer.ich mach mal party für 400 und koch für 7....merkt ja eh keiner und ich stopf mir mal so steinbrückmässig den beutel voll.
18:37
Jeder weiß doch das man bei diesen Veranstaltungen ein paar Minuten vor ende der Veranstaltung am Büfett erscheinen sollte.
18:07
Luxusbuffets, Catering. Jetzt auch noch massenhaft Porto für Entschuldigungen ausgeben. Die Paritätischen haben komische Schwerpunkte heute und offensichtlich mehr Geld zur Verfügung als in der Öffentlichkeit immer dargestellt wird.
17:06
der Mohnstriezel war ausverkauft und ich war sauer!
Komme ich jetzt in die Zeitung?
Wie tief will man mit der Berichterstattung der WAZ eigentlich noch sinken?
Derartige Berichte sind doch eher etwas für eine Schülerzeitung und nichts für eine überregionale Tageszeitung?!
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16:49
Warum rennt Frau Schüßler zur WAZ?? Warum macht sie nicht vor Ort den Mund auf, wenn ihr das doch aufgefallen ist. Wohl doch nicht genug "Hintern in der Hose" den Veranstalter über diesen Fehler zu informieren. Hauptsache hinterher den Schlund aufreissen.
Wäre es zu seinem Schaden gekommen wäre ich durchaus dafür der Dame eine Mitschuld wegen unterlassener Hinweispflicht o.ä. zu geben.
Ob im Theater tatsächlich zu wenig Buffet vorhanden war, muss man mal so hingestellt sein lassen. Der Caterer hat zwar eingestanden das es zu wenig war, aber leider ist es bei solchen Veranstaltungen immer häufiger zu beobachten, das sich die Gäste die Teller so vollpacken, als wenn es kein morgen mehr geben würde und der nächste Gast in die Röhre schaut.
UND
noch schlimmer , sehr vieles vom vollgepacktem Teller nicht essen
und verkommen lassen !!
Vor Ort beschweren ist nicht immer einfach. Unter Umständen stehste danach ohne Garderobe und mit blauem Auge auf der Straße.