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Ev. Kirche gedenkt der "Barmer Erklärung"

Erinnerungen wach halten

21.04.2009 | 17:21 Uhr
Erinnerungen wach halten

Der Beginn der „Bekennenden Kirche” wird 75 Jahre alt: Die ev. Gemeinde Beckhausen lädt zu Vorträgen und Predigten ein. Beginn ist am Donnerstag, 23. April.

Im nächsten Monat jährt sich zum 75. Mal die Verabschiedung der „Barmer Theologischen Erklärung” - die Geburtsstunde der Bekennenden Kirche im nationsozialistischen Deutschland. Die ev. Gemeinde Beckhausen erinnert an das Manifest mit einer Veranstaltungsreihe, die am morgigen Donnerstag, 23. April, beginnt.

Mit der „Barmer Theologischen Erklärung”, verabschiedet am 31. Mai 1934, begann der Widerstand der ev. Kirche gegen die Irrlehren der „Deutschen Christen” in der ev. Kirche, die den Nazis nahestanden, und gegen die nationalsozialistische Schreckensherrschaft, erläutert der Beckhausener Pfarrer Klaus Hoffmann. Mit der Veranstaltungsreihe wolle seine Gemeinde und der ev. Kirchenkreis an die „bahnbrechende Erklärung”, der bedeutendsten nach der Reformation, erinnern, und analysieren, welche Bedeutung sie heute haben kann.

Bei der Auftaktveranstaltung am Donnerstag (19 Uhr, Bodelschwinghhaus, Bergstr. 7) erinnert Hoffmann in einem Referat vor dem ev. Männerverein an Karl Barth, den Schöpfer der Barmer Theologischen Erklärung, sein Leben und sein Werk. Gezeigt wird auch ein historischer Film.

Am Dienstag, 5. Mai, hält der Heidelberger Theologe Prof. Ulrich Duchrow unter dem Titel „Befreiung aus den gottlosen Bindungen dieser Welt” einen Vortrag darüber, was die Barmer Erklärung der ev. Kirche im heutigen Kapitalismus zu sagen hat. Beginn am gleichen Ort zu gleicher Zeit.

Am 14. Mai sinniert der Wuppertaler Theologe Prof. Bertold Klappert darüber, „wo das Alte Testament und das Judentum in der Barmer Erklärung bleiben” - wieder 19.30 Uhr und Bodelschwinghhaus.

Nach den Sommerferien gibt es, so Hoffmann, zudem zwei Gottesdienste in der Christuskirche zum Thema: Am 23. August, 10 Uhr, predigt Oberkirchenrat Ulrich Möller zur Bedeutung der Barmer Erklärung für die Ökumene. Und zu einem weiteren Termin (der noch nicht feststeht) predigt Religionslehrerin Claudia Rakel (Leibniz-Gymnasium) zur Bedeutung der Barmer Erklärung aus katholischer Sicht.

Der ev. Kirchenkreis hält die Veranstaltungsreihe in Beckhausen für richtig angesiedelt: Gerade hier habe es in den 30er Jahren heftige Auseinandersetzungen zwischen „Deuschen Christen” und Bekennenden Christen gegeben.

Barmer Erklärung: Ein klares Bekenntnis

Die Bekenntnissynode der ev. Kirche fand 1934 in Wuppertal-Barmen statt - daher „Barmer” Theologische Erklärung. Sie ist ein klares Bekenntnis zum Glauben an Jesus Christus und war 1934 ein mutiger Widerspruch gegen den Allmachtsanspruch Hitlers. Sie wurde zum Manifest der Bekennenden Kirche, die verhinderte, dass die ev. Kirche von den Nazis vereinahmt wurde.

Georg Meinert



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