Zwei Straßen im Essener Südviertel werden umbenannt
24.05.2012 | 21:31 Uhr 2012-05-24T21:31:00+0200
Essen. Mit den Stimmen von Rot-Rot-Grün entschied die Bezirksvertretung II (BV II) in ihrer Sitzung am Donnerstag, die Von-Seeckt-Straße in Irmgardstraße und die Von-Einem-Straße in Ortrudstraße umzubenennen.
Daran änderte auch die Übergabe von 424 Unterschriften gegen die Umbenennung nichts. In der vorausgangenen, intensiven Diskussion hatten sich aber auch Befürworter der Umbenennungspläne zu Wort gemeldet.
Geschlossen stimmte die rot-rot-grüne Mehrheit auch für die Anbringung einer Mahntafel an der Rüttenscheider Brücke, die an den 1952 dort von einem Polizisten während einer Demonstration erschossenen Philipp Müller erinnern soll. Entgegen den ursprünglichen Plänen wurde über die Empfehlung an den Rat, die Brücke in Philipp-Müller-Brücke umzubenennen, getrennt abgestimmt. Dafür war dann nur noch Cornelia Swillus-Knöchel (Linke); SPD und Grüne ruderten zurück.

19:54
Na die Möchtegernpolitiker der Bezirksvertretung, müssen ja Ihren Frust irgendwie ausleben, haben ja nichts zu sagen, da werden mal eben einige Strassennamen vergewaltigt...... und schon hat man seine Daseinsberechtigung.
Aber natürlich ist Basisdemokratie für diese Umbennungsschlaumeier in diesem Fall ein Fremdwort, frei nach dem Motto, was schert mich die Mehrheit der betr. Anwohner.
Hauptsache man setzt seinen Willen durch, egal was für ein Geschichtsmüll in die Welt gesetzt wird.
Bin mal gespannt, wann der oder die erste von diesen Dilletanten auf die Idee kommt, alle Essener Strassen mit Nummern zu versehen und die Namensgebung abzuschaffen.......
sollte mich nicht wundern.
16:28
@1 drmccoy
Irmgard- und Ortrudstr. sind Rückumbenennungen - die Bürgerbeteiligungsfrage stellen Sie bei der ursprünglichen Umbenennung durch die Nazis komischerweise gar nicht.
Dass hier Menschen mit einem sehr eigentümlichen Demokratieverständnis, die im Mädchenviertel nichts zu suchen haben, getilgt werden, kann man doch eigentlich nur begrüßen.
Bei der Brücke ist eine gute Lösung gefunden worden! Einer Opferrolle wird man durch Gedenken gerecht - für eine Umbenennung sollte man auf Verdienste achten und bei einer Benennung nach Personen, sollte vielleicht demnächst eine Zweidrittelmehrheit erforderlich sein.
13:27
#drmccoy Haben sie denn die Fragen zur Unterschriftenlste veröffentlicht? Haben sich die Bürger mit den Herren von Seekt und von Einem auseinandergesetzt und warum diese Namen gerade im 1000jährigen Reich an die Strassen gelangten? Viele verlangen von Politikern, dass die NPD verboten wird. Wenn aber von einem selbst ein kleiner Beitrag zur Geschichtshygiene verlangt wird, dann tritt wieder der OhneMichel hervor.
10:46
Benennt die Straßen, Wege und Plätze einfach nicht nach Personen, dann gibt es die Probleme nicht!
Sehr gute Idee, dann bitte auch Nieswandtallee, Kahrstr. etc. in andere Namen umbenennen. Aber das geht nicht, den Vertretern der roten Politik in Essen sind halt wichtige Orte bzw. Denkmäler geschuldet.
09:54
aha und wer bezahlt das? die politiker aus eigener tasche? dann soll mir das egal sein!
08:59
Ich versteh das Gemeckere hier leider nicht. Rot-Rot-Grün? Die habt ihr doch alle mit überwältigender Mehrheit gewählt. Mitbestimmung ist erst in vier Jahren wieder angesagt. Punkt aus.
zu jedem Thema eine Bürgerbefragung durchgeführt????
06:01
.... in den neuen Bundesländern wurden die Mahntafeln, Brigaden, Schulen, Straßen, die nach diesem Musterkommunisten angebracht/benannt wurden, seit 1990 wieder umbenannt. Nun beginnt in Essen wieder dir Rückbesinnung auf Kommunisten, die unser Grundgesetz bekämpften ! Wow, toll gemacht ! Benennt doch in Rüttenscheid gleich alle Straßen nach den Mitgliedern der vom Verfassungsgericht verotenen Kommunistischen Partei ! Oder fangt mit der Gründung des "Warschauer-Paktes" an. Gründungsmitglied wird dann sicherlich auch Nordkorea werden !
wurde erst durch KPD, DKP und SED zum Musterkommunisten gemacht.
Eine Mahntafel, die daran erinnert, daß jemand erschossen wurde, während er gegen die Wiederbewaffnung demonstrierte, als "Rückbesinnung auf Kommunisten, die unser Grundgesetz bekämpften !" zu bewerten, ist ein Zeichen geistloser Paranoia!!
" in den neuen Bundesländern wurden die Mahntafeln, Brigaden, Schulen, Straßen, die nach diesem Musterkommunisten angebracht/benannt wurden, seit 1990 wieder umbenannt."
Super erkannt. Warum hat Essen nach dem 2. WK nicht die Re-Umbennung von Von-Seeckt-Straße in Irmgardstraße und die Von-Einem-Straße in Ortrudstraße in 65 Jahren nicht hinbekommen?
01:13
Warum wird die Rüttenscheider Brücke nicht in Waldi-Brücke unbenannt. Hier wurde `nähmich ´` vor 15 Jahren mei`n über Alles geliebter Rauhaardackel " Waldi " durch einen PKW überfahren.
00:05
Da wollen die Anwohner besagter Straßen keine Umbenennung und was machen unsere Politiker? Sie setzten sich wieder einmal einfach über den Willen der Bürger hinweg. Bitte Abwählen, denn solche Politiker sind meiner Meinung nicht tragbar die da machen was sie wollen nur nicht das was der Bürger will.
wollen das nicht? Oder wollen einige oder die Mehrheit oder wer will das nicht?
Ich will auch eine ganze Menge nicht, komme aber dann trotzdem nicht auf die Idee, mich zu beklagen, daß die Politiker sich über meinen Willen hinwegsetzen.
So funktioniert nämlich Demokratie !