Streife auf zwei Rädern
25.10.2011 | 15:30 Uhr 2011-10-25T15:30:32+0200Der Polizist Peter Ludwig fährt Streife auf einem Motorroller. Wir haben ihn dabei begleitet.
Acht Motorroller hat die Polizei in ihrem Fuhrpark. Die meister Kilometer machen sie im Essener Süden. An der Kettwiger Wache stehen die beiden „stadtweit am meisten benutzten Roller“, sagt Wachleiter Lutz Manthey. Er schwört im Streifendienst auf diese „idealen Geräte“.
Einen dieser Roller fährt Peter Ludwig. Der 55-Jährige versieht schon seit 1982 seinen Dienst in Kettwig und hatte die Roller kurz zuvor, als sie neu eingeführt wurden, in Steele gefahren. „Ein Bürojob wäre nichts für mich“, sagt Ludwig. „Ich brauche die frische Luft um die Nase“ - und zwar am liebsten auf zwei Rädern. Damit produzierte er schon Schlagzeilen wie: „Fahrrad fahrender Polizist holt Porsche ein“. Na ja, die Ampel an der Werdener Brücke habe dabei geholfen, sagt er heute. „Aber den Sprint habe ich angezogen.“
Sprintstark ist auch sein 80-Kubikzentimeter-Roller, mit dem er durch Kettwig, Werden, Heidhausen, Schuir und Fischlaken Streife fährt. „Unser Einsatzgebiet ist größer als die Innenstadt“, sagt Manthey. „Da ist ein Polizist auf dem Roller deutlich mobiler als eine Fußstreife.“ Im Jahr, schätzt Ludwig, legt er auf dem Roller bis zu 4000 Kilometer zurück. Anders als seine Motorrad-Kollegen hat er auf seinen Streifenfahrten keine Extra-Ausrüstung dabei. Polizeikelle und Handfunkgerät müssen reichen.
Für seinen Chef ist Ludwig das Ideal eines Streifenbeamten: fast immer auf der Straße unterwegs und immer bereit für ein Bürgergespräch. In Werden, sagt Wachleiter Manthey, ist Ludwig „bekannt wie ein bunter Hund“.
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