Tausende Haushalte warten nach Verwaltungspanne auf Hartz IV-Überweisung
31.05.2012 | 18:58 Uhr 2012-05-31T18:58:00+0200
Essen. Durch eine Panne in der Verwaltung erhielten Essener Haushalte das Hartz IV-Geld nicht wie gewohnt am Monatsletzten. Sparkassen berichten bereits von verzweifelten Kunden. Sozialdezernent Peter Renzel entschuldigt sich im Namen der Stadt für die verspätete Überweisung. Am Freitag soll das Geld auf dem Konto sein.
Lange Schlangen bildeten sich gestern vor vielen Sparkassen im Stadtgebiet. „Die Leute haben immer wieder Kontoauszüge gezogen, um zu gucken, ob das Geld inzwischen gebucht war“, sagt ein Betroffener – doch das Hartz IV ging nicht wie gewohnt am Monatsletzten ein.
„Darum ist meine Handyrechnung zurückgebucht worden“, sagt eine weitere Betroffene, „aber Gott sei Dank habe ich eine Mutter, die eine gute Rente hat und mir etwas vorstrecken kann. Als Hartz IV-Empfängerin kann ich mein Konto ja nicht mehr überziehen.“ Und weiter als bis zum Monatsletzten reiche der Hartz IV-Satz in aller Regel nicht.
Verzweifelte Kunden
Auch Sparkassen-Sprecher Volker Schleede weiß von verzweifelten Kunden zu berichten. „Wer auf dem Kontoauszug keinen Zahlungseingang festgestellt hat, hat am Schalter nachgefragt.“ Ungläubige Diskussionen und lautstarke Wortgefechte gab es – woraus besagte lange Schlangen resultierten.
Sozialdezernent Peter Renzel entschuldigte sich am Nachmittag im Namen der Stadt für die verspätete Überweisung, die auf menschliches Versagen zurückzuführen sei. „Da hat jemand das Gesetz falsch interpretiert und die Zahlung vom Monatsletzten auf den ersten des Folgemonats gesetzt. Das wird nicht wieder passieren.“ Weiter betonte Renzel, die Panne habe nichts mit der Umstellung auf die Optionskommune (die Stadt verwaltet ihre Langzeitarbeitslosen seit dem 1. Januar in Eigenregie) zu tun, „sondern sie basiert auf einer Fehlentscheidung in der Stadtverwaltung.“
Sparkasse versucht Situation zu retten
Die Sparkasse, bei der ein Großteil der rund 42.000 Hartz IV-Haushalte Essens seine Konten hat, versuchte indes, die Situation zu retten. „Wenn Konten nicht gedeckt waren, haben wir keine Rückbuchungen von Daueraufträgen zum Beispiel für Mietzahlungen vorgenommen“, sagt Sparkassen-Sprecher Volker Schleede.
Bei Lastschriften sei dies hingegen nicht möglich gewesen, wenn das Konto keine Deckung aufgewiesen habe „ist zurückgebucht worden.“ Aufgrund der besonderen Situation will die Sparkasse jedoch auf Gebühren für Lastschrift-Rückbuchungen verzichten. „Allerdings müssen diese Kunden, sobald das Geld auf dem Konto ist, die Zahlungen von sich aus noch einmal anweisen“, erklärt Schleede weiter.
Im kommenden Monat, so verspricht Peter Renzel, soll das Geld wieder zum Monatsletzten auf den Konten von Hartz IV-Empfängern eingehen. Voraussichtlich heute werden die Zahlungen der Stadt für den Monat Juni gebucht.

16:40
Nicht alle Hartz- Empfänger sind bei der Sparkasse, andere Banken interessieren sich vielleicht gar nicht für die hochnäsigen Mitarbeiter der Arge.
Nett von der Sparkasse, aber wer, ersetzt anderen Empfängern ihre Kosten?
16:16
Kommt denn dieser menschliche Versager jetzt auch für alle Kosten auf, die den Hartz 4 Empfängern durch Rückbuchungen oder Stress mit den Energieversorgern oder Vermietern enstanden sind?
Was bildet sich so ein kleiner unwichtiger Angestellter überhaupt ein?
Dem wünsche ich über Jahre hinaus das Existenzminimum. Arrogantes. A...............
00:04
Also da haben wohl einige von den Schreiberlingen hier noch NIE ALG2 bezogen,
die sollten sich mal den Artikel lesen, damit Sie mit reden (schreiben ) können.
„Hartz IV“ bezeichnet eigentlich nur das Gesetzespaket, das die vierte Stufe der sogenannten Hartz-Reformen bildete, in deren Rahmen auch das ALG II geschaffen wurde.
Es kann nicht sein das ALG2 Bezieher über einen Kamm geschoren werden, es gibt vielfältige Gründe warum jemand ALG2 bekommt z.B. Krankheit. Wenn man in seinem eigentlichen Beruf nicht mehr Arbeiten kann und die ARGE einen in die eine und andere Bewerbungmassnahme schickt. Die X-ten Bewerbungsmappe geschrieben und immer noch keinen Job gefunden.
http://de.wikipedia.org/wiki/ALG2
20:51
»In jüngster Zeit wird wieder verstärkt Stimmung gegen Hartz IV-Beziehende betrieben. Von „Drückebergern“ (BILD-Zeitung) ist die Rede und vom „Missbrauch“ sozialer Leistungen. Dabei wurden lediglich rund 0,5 Prozent aller erwerbsfähigen Leistungsbezieher auf Grund von Arbeitsverweigerung sanktioniert. [...]
Eine der schärfsten Bestrafungen ist es, Menschen auszugrenzen, sie zu isolieren und nicht am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen. Zahlreiche gesellschaftliche Beziehungen ergeben sich in Arbeitszusammenhängen. Das gesellschaftliche Leben ist aber mehr als Arbeit: Bildung, Kultur, Sport, Hobbies, sich in ein Kaffee zu setzen, abends in der Kneipe ein Bier mit Freunden zu trinken, in den Urlaub zu fahren. [...]«
Zum vollständigen Text und zum Unterzeichnen des Aufrufs:
http://www.wirtschaftundgesellschaft.de/?p=3077
19:08
Nicht alle haben sich die Grundsicherung ausgesucht. Gut das es diese gibt. Natürlich werden soziale Gesetze ausgenutzt. Gerade hier in D. Kinder die für Kindergeld geboren werden. Zukunft gleich null, ect. Insolvenz09 ich wünsche Dir die Pest am *****. Ich habe immer gearbeitet, bis ich zusammengeschlagen wurde. Ich bin momentan auf H4 angewiesen, leider. Habe immer gearbeitet. Interessiert nunmal nicht mehr.
Ich ruf mal die Kraft an. Sie will ja Arbeitsplätze schaffen. Nokia weg, Schlecker weg, Mittelstand weg, ich hab die nicht gewählt. Es hat keinen Sinn zu diskutieren, ich will einfach nur weg hier.
Eine Entschuldigung von Sozialdezernet, in der freien Wirtschaft hätte der Peter 10 Minuten das Gebäude zu verlassen. Ein Mitarbeiter hätte, bla, bla, la
Nur Lügerei, kein Mitarbeiter kann so bescheuert sein, egal, das Leben geht weiter irgendwie. Schöner Kommentar von barbarylane | #46
18:15
Hatte den Link vergessen.
http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-ein-totmacher-900954.php
18:13
Ein Buch ist heute auf dem Markt und beschreibt ein Leben unter Schröder IV...war ja Hartz.
Ist halt mal das Gegenteil zu Sarazin.
17:31
@wissenhilft | #52
Es gibt Anbieter wie z.B. E-Plus, die buchen grundsetzlich am 28. eines Monats ab, weil sich damit ganz gut leben lässt. Jede Rückbucheung oder Kartenentsperrung bring extra Geld in die Kassen. Ein abbuchen an 2. oder 3. ist angeblich nicht möglich.
14:28
Gut, dass Sie das Thema Gleichmacherei bei Hartz IV aufgreifen.
Hier wird das Ganze noch mehr verdeutlicht:
http://www.elo-forum.org/50/89331-leben-meinen-steuern.html
[Entfernt von Moderator: Doppelpost]
14:21
Gut getroffen Ihr Kommentar.
Armselige Würsten treten allerdings auf finanziell schlechter gestellte Menschen. Über deren menschliche Reife oder Intellekt ist so ein Verhalten nur zu erklären.