NPD bestimmt die rechtsextreme Szene in Essen
25.01.2013 | 08:08 Uhr 2013-01-25T08:08:00+0100
Essen. Die gute Nachricht für Essener Bürger: Verglichen mit anderen NRW-Städten ist die rechtsextreme Szene in Essen eher unauffällig. Die schlechte Nachricht: Die NPD ist immer noch eine ernstzunehmende Größe in Essen. Beobachter gehen sogar davon aus, dass die NPD ihren Stand vor Ort festigen konnte.
Was machen eigentlich die Republikaner? Einer sitzt im Rat, der Rest ist nicht wahrnehmbar. Auch die Bürgerbewegung Pro NRW hat nach wie vor keine funktionierenden Strukturen. Und die örtlichen Kameradschaften reduzieren sich inzwischen auf eine einzige Truppe, die sich „Division Altenessen“ schimpft, aber selbst dem polizeilichen Staatsschutz als „eher unauffällig“ bekannt ist. Blasses Braun.
Für die lokalen Demokraten und die Sicherheitsbehörden ist es eine gute Nachricht: Was seine rechte Szene angeht, wirkt Essen verglichen mit anderen Großstädten seit Jahren ein bisschen so wie ein friedliches Schwarzwalddorf. Das war im vergangenen kaum anders.
„Ein hohes Maß an Aktivität“
In ihrem mittlerweile fünften Jahresbericht kommt auch die Antifa Essen zu einer ähnlichen Einschätzung wie der Staatsschutz: Allein die NPD nicht zuletzt mit ihrer Sogwirkung auf parteiunabhängige Neo-Nazis ist eine ernstzunehmende Größe vor Ort und „nach wie vor der bestimmende Akteur der lokalen rechten Szene“, der seine Strukturen durch die Gründung der NPD-Landeszentrale in Kray durchaus gestärkt haben könnte. „Ein hohes Maß an Aktivität“ der NPD erwarten linke Beobachter deshalb im Vorfeld der Bundestagswahl in diesem und der Kommunalwahl im kommenden Jahr.
Nach wie vor, so die Antifa, existierten intensive Kontakte zwischen dem Kreisverband und den versprengten Strukturen der Kameradschaften. Immer wieder sei es auch im vergangenen Jahr vorgekommen, dass Mitglieder des einen Lagers als Redner oder Teilnehmer auf den Kundgebungen des anderen Lagers auftraten.
Wohnung in Dellwig durchsucht
Für das „gute Verhältnis zwischen den beiden Spektren“ spreche auch, dass die NPD gemeinsam mit Anhängern des verbotenen „Nationalen Widerstands“ am 25. August eine Kundgebung in der Innenstadt organisierte.
Bei der Zerschlagung dieser und anderer rechter Gruppierungen durch das Innenministerium ist zwei Tage zuvor auch eine Wohnung in Dellwig durchsucht worden, so die Antifa: Dort wohnte eine bekannte Neo-Nazi-Aktivistin, die der Dortmunder Organisation nahestand.
An rechten Aufmärschen beteiligt sich auch die „Division Altenessen“, deren Mitglieder sich nach Erkenntnissen von Beobachtern durch „T-Shirts mit Gruppenlogo zu erkennen geben“, regelmäßig. Erstmals trat die Kameradschaft im Sommer 2011 öffentlich in Erscheinung, um dann bis 2012 in der Versenkung zu verschwinden. Bei der Polizei sind die Mitglieder der überschaubaren Truppe als „NPD-Beigänger“ bekannt. Ihre Aktivitäten seien jedoch so unauffällig, dass noch nie ein Verbot im Raum gestanden habe.

13:13
Entschuldigung,
aber die Jungs & Mädels werden ganz schön verharmlost.
Nicht vergessen,
deutsche Faschisten haben schon vor Beginn des Weltkriges und den Einmärschen euroweit gemordet und geschändet. (siehe auch Simon #4, wo in einem Interview der Hass, der gesät wurde deutlich wird)
Gut das Antifa und andere dagegen aufbegehren.
Wie # 5 sehe ich auch leider keine Lösung durch ein Verbot, das ist "nur unter den Teppich kehren"
Schämen gegen rchts hilft nichts,
engagieren gegen rechte Politik & Denke!
12:32
Wie heißt es:
"Liebe Ausländer lasst uns bitte, bitte nicht mit DIESEN Menschen allein!"
Iss ja schön, wenn auch der "Staatsschutz" wieder über die "Rechte Szene" berichtet, im Rahmen um die NSU las man ja nur, dass Informationen vertuscht, Gelder an die NSU geflossen und Akten vernichtet wurden.
Zu Loben, dass Menschen, wie die in der ANTIFA, dagegen engagieren, Hintergrundarbeit, Infoarbeit und noch "Querstellen"!
Nur eins sollte man wissen, ein NPD-Verbot wäre kein Sieg im Kampf gegen antidemokratsiche, deutschfeindliche, rassistische Politik. Die rechte Szene würde sich anderweitig organisieren, mehr wäre nicht erreicht.
09:15
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18:09
Ist denn die hier genannte Antifa-Gruppe eine der beobachteten oder im Verfassungsschutzbericht genannten Gruppierungen? Oder wollten Sie nur ein bisschen am Thema vorbeiquatschen, um mit etwas Dreck zu werden?
Braune muss man nicht mit Dreck bewerfen, sie suhlen sich von selbst darin.
11:17
Interessant, dass ein WAZ-Medium die "Antifa" als seriöse Informationsquelle einstuft und zitiert. Ein Blick in diverse Suchmaschinen zeigt dagegen ein anderes Bild. So wird die "Autonome Antifa" z.B. im Verfassungsschutzbericht des Landes Brandenburg eindeutig als gegen die Demokratie gerichtet eingestuft. Verschiedene Antifa-Gruppierungen stehen deshalb unter Beobachtung der Verfassungsschutzorgane. Dies sollte derwesten.de erwähnen, wenn den Lesern ein objektives Bild vermittelt werden soll.
22:10
Was soll denn die völlig deplazierte Bildunterschrift?
"NPD UND Neonazis" ist genauso sinnvoll wie "Schimmel UND weiße Pferde"....
Auf dem Foto sind nur Nazis - und ein paar von denen sind obendrein noch in der NPD....