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In ihrer Freizeit retten sie Menschen

08.05.2012 | 18:58 Uhr
In ihrer Freizeit retten sie Menschen
Foto: Pascal Hesse

Essen. Seit 15 Jahren sind die freiwilligen Helfer der „Wasserwacht“ auf Essener Gewässern unterwegs.

Hilflos treibt eine Person im Wasser der Ruhr und gibt keinen Ton mehr von sich. Zufällig bemerken Fußgänger den Mann, können aber vom Uf­er aus nicht helfen. Ins Wasser zu springen, trauen sich die älteren Spaziergänger nicht. Sie wählen die 112, den Notruf. Nur wenig später eilt das Rettungsboot „Noah“ mit Blaulicht herbei; Retter bergen den Hilflosen aus der Ruhr, versorgen ihn medizinisch mit dem Nötigsten und schaffen ihn an Land, wo der Notarzt und der Rettungswagen auf ihn warten.

Dieser Fall ist fiktiv. Aber so könnte es aussehen, wenn die freiwilligen Helfer der „Wasserwacht“ im Deutschen Roten Kreuz in Essen im Ernstfall ausrück­en, um Le­ben zu retten – und das bereits seit 15 Jahren. Ihr Jubiläum feierte die Wasserwacht jüngst in ihrer Bereitschaft auf dem Campingplatz „Cammerzell“ am Kettwiger Ruhrufer. Von Mai bis Ende September ist die Bereitschaft dort stationiert und rückt aus, wenn der Alarm ertönt. So wie zur Wacheröffnung: Als Kreisleiterin Mareike Schunck in Ihrer Rede erwähnt, dass die Wasserwacht lebt, geht plötzlich der Melder los und es heißt: „Person nach Grillunfall im Wasser.“ Schnell eilen ihre Kollegen vom zweiten Rettungsboot, der „Alfred Pott“, an den Ort des Geschehens, um zu helfen.

Benannt ist das kleine Boot nach dem Gründer der Wasserwacht, Alfred Franzen, der heute dem Essener DRK vorsteht. Aktuell zählt die Wasserwacht 42 Mitglieder, darunter elf Frauen, die auf der Ruhr und dem Rhein-Herne-Kanal unterwegs sind. Um mobil zu bleiben, will sich der DRK-Spross demnächst ein eigenes Zugfahrzeug zulegen, das Boot ziehen kann. Wer bei der Wasserwacht mitmachen möchte, kann sich unter 84 74 540 oder per E-Mail an info@wasserwacht-essen.de an Kreisleiterin Mareike Schunck wenden.

Pascal Hesse


Kommentare
15.05.2012
20:12
In ihrer Freizeit retten sie Menschen
von Badewannentauchlehrer | #2

Wer braucht schon so eine Einsatzeinheit ? kein Mensch siehe Einastzstatistik.Da die Feuerwehr sowieso zehn mal schneller da ist mit ihren Boot.Da sag ich doch mal wieder Schuster bleib bei deinen Leisten.Total rausgeschissenes Geld, wo der Laden immer noch Pleite ist. Und wer braucht A.Franzen? mittlerweile lacht doch jedes Mitglied diesen Mann aus? Er hat ja auch so ein Wahnsinniges durchsetzungsvermögen dieser Mensch.......man ist der langweilig.

09.05.2012
08:44
Alfred Pott
von halmhuber | #1

So so, der Gründer der Wasserwacht Alfred Franzen bekommt ein Boot nach seinem Namen genannt - Alfred Pott.
Irgendetwas passt hier doch nicht......

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