Die Uni Duisburg-Essen sucht neue Förderer
07.08.2012 | 18:40 Uhr 2012-08-07T18:40:00+0200
Essen. Die Universität Duisburg-Essen sucht neue Förderer für das erfolgreiche Deutschland-Stipendium. Derzeit bekommen 377 Studenten die Förderung von 300 Euro monatlich. Das Stipendium unterstützen Firmen, Vereine und Privatpersonen. Das Ziel: Bildungsgerechtigkeit.
In der neuesten Ausgabe des „Campus Report“, der Hauszeitung der Uni Duisburg-Essen , wird der amtierende Rektor Ulrich Radtke mit den Worten zitiert, die Hochschule sei in den vergangenen vier Jahren „von der dritten in die zweite Liga aufgestiegen“. Wobei Radtke sofort einräumt, dass man Hochschulen eigentlich nicht mit Ligen vergleichen kann, denn ganze Unis in Ranglisten zu zwängen, werde der Sache eigentlich nicht gerecht.
Einerseits tritt Radtke mit diesem Satz einigen Leuten so ein bisschen vors Schienbein – seinen Amtsvorgängern, und vielleicht auch jenen, die an der Uni Duisburg-Essen ihr Studium absolviert haben, bevor Radtke kam, um Rektor zu werden. Weil: Drittliga-Uni, wie klingt das denn, bitteschön.
377 Studenten werden unterstützt
Andererseits kann Radtke sich tatsächlich zugute halten, sein Haus in einer Angelegenheit an die bundesweite Spitze katapultiert zu haben: Kaum eine Hochschule in Deutschland hat mehr Unterstützer für das Deutschland-Stipendium gewinnen können als die Uni Duisburg-Essen. 377 Studenten erhalten derzeit eine Förderung von 300 Euro monatlich, garantiert für ein Jahr. Der Förderzeitraum kann verlängert werden um weitere zwei Jahre.
Das Deutschland-Stipendium, das bundesweit stets mit viel Kritik begleitet worden ist, sieht vor, dass die Hälfte der Förderung aus öffentlichen Mitteln bezahlt wird, die andere Hälfte tut ein privater Förderer hinzu. Weil Radtke es erfolgreich gelungen ist, zahlreiche Spender zu gewinnen, wurde ihm in diesem Frühjahr der „Deutsche Fundraising-Preis“ überreicht. Radtke darf sich seitdem „Fundraiser Of The Year“ nennen.
Viel wichtiger als diese Auszeichnung ist die Tatsache, dass die Uni Duisburg-Essen somit ihrem öffentlich formuliertem Anspruch, Bildungsgerechtigkeit in die Tat umzusetzen, gerecht wird. So bleibt der Werbespruch „Offen im Denken“ nicht nur ein Werbespruch.
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