Blitzer-Marathon - Nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen
01.07.2012 | 12:59 Uhr 2012-07-01T12:59:00+0200
Essen. Fast 1000 Essener Bürger haben bei der Polizei Straßen gemeldet, in denen besonders oft gerast wird. Doch es gibt auch Kritiker: Ob man denn den totalen Verkehrsüberwachungsstaat wolle, hieß es von dieser Seite. Der Staat soll nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen - dennoch ist klar, dass es Regeln für alle geben muss.
Die Resonanz sprengte alle Erwartungen: Fast 1000 Essener Bürger riefen bei der Polizei an, gaben an, ihre Straße werde besonders von Rasern heimgesucht und baten dringend um die Aufstellung von Blitzgeräten, um die Sünder zu stellen. Nach einem ähnlichen Aufruf der WAZ melden sich Dutzende Leser mit ähnlichen Klagen. Die Messungen der Polizei werden bald zeigen, ob die zunächst natürlich subjektiven Beobachtungen wirklich der Realität entsprechen. Oft wird es so sein.
Es gab auch Leser, die den Eifer unerträglich fanden, mit dem ihre Mitbürger Blitz-Geräte herbeisehnten. Das werden in der Regel Autofahrer sein, die in Eile, aus Egoismus oder auch aus Schusseligkeit Bekanntschaft mit „Radarfallen“ gemacht haben. Ob man denn den totalen Verkehrsüberwachungsstaat wolle, hieß es von dieser Seite und ob wirklich jeder gleich ein „Raser“ sei, wer sich statt 50 km/h vielleicht Tempo 60 genehmigt. Die ordnungsliebende Gegenmeinung lautet kurz und knapp: Wer sich an die Regeln hält, hat doch nichts zu befürchten.
Grundsatz der Verhältnismäßigkeit
Es ist klar, dass es Regeln für alle geben muss, weil sonst kein Zusammenleben möglich ist. Andererseits gilt in einer freien Gesellschaft der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit. Der Staat soll nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen und auch beim Überwachen und Bestrafen Maß halten. Ein Blitzgerät an jeder Straßenecke - theoretisch denkbar - wäre damit nicht zu vereinbaren. Die Maschen dürfen aber wiederum nicht so weit sein, dass notorische, rücksichtslose Schnellfahrer auf Dauer durchschlüpfen können.
Ganz so leicht wie es scheint ist die Sache also nicht. Zu hoffen ist, dass jeder, der über Schnellfahrer in seiner eigenen Straße klagt, nicht woanders einer ist. Es gehört ja zu den frustrierendsten Erfahrungen von Polizisten, vor Schulen Autofahrer zu blitzen, die gerade ihre Kinder hingebracht haben.

23:32
@HalloAusDemPott
da sehe ich es genau so...unser RockerBanden Bezwinger will sich wieder mal wichtig machen...schon lange nicht im Mittelpunkt gewesen...dabei ist s auch sein Job auf die Sicherheit der Bevölkerung in NRW zu achten..muss nicht unbedingt Theater sein, oder?
00:48
SCHWACHSINN, SCHWACHSINN, SCHWACHSINN
Die Zeit der Blockwarte ist wieder gekommen.
Ein Haufen Beamte die sich mit Politikern wichtig machen, Bürger die nichts zu tun haben und gerne mal " Ich bin die Anscheißerpolizei spielen dürfen, Autofahrer die kriminalisiert werden, aber die wirklichen Vollidioten auf der Strasse kriegt man so oder so nicht.
Neben bei, werden die Kassen noch gefüllt.
21:49
Ich finde es unverhältnismäßig wenn man die Orte vorher ankündigt. Was soll das bringen. Da gewinnt man auch keine Erkennt ob diese Autofahrer an anderen Tagen auch so fahren. Ich habe mir auch genau angesehen wo die Blitzer stehen und werde diese Straße an dem Tag zu genau dieser zeit auch meiden. Das nenne ich mal richtig Steuern verschwendung. Sinnig wäre es zu blitzen, wenn niemand etwas davon weiß, bzw. wo geblitzt wird. Damit es wenigstens eine 0 Rechnung gibt.