Eckhardt: Dialog der Bünde vorbildlich
20.09.2009 | 17:32 Uhr 2009-09-20T17:32:00+0200
Zur Feierstunde des ”Tages der Heimat”, zu der der Bund der Vertriebenen (BdV) und der Heimatbund Ennepetal in die „Rosine” eingeladen hatte, waren rund 120 Gäste erschienen.
Als Moderator fungierte diesmal Alfred Spruth, stellv. Vorsitzender des BdV, da sich Vorsitzender Gerhard Sadlowski nach längerer Krankheit noch etwas schonen musste.
Bürgermeister Michael Eckhardt: „Lieber Gerd, ich bin sehr froh, dich wieder begrüßen zu können. Wie viele andere Menschen auch, habe ich mir Sorgen um dich gemacht”.
Auf die Feierstunde stimmten die Sängerfreunde der Feuerwehr Oberbauer mit „Dicke Bohnen” ein. Unter den Sängern sahen die Gäste auch Michael Eckhardt, der zwar keine „Oberbauer-Tracht” trug, doch genauso temperamentvoll mitsang.
Alfred Spruth konnte neben Bürgermeister Eckhardt auch den Geschäftsführer des Heimatbundes Ennepetal, Stephan Langhard, den Landesvorsitzenden der Ostpreußen, Jürgen Zauner, Abordnungen der einzelnen Landsmannschaften sowie Carmen Knollmann als CDU-Bundestagskandidatin begrüßen.
„Der Tag der Heimat”, so Eckhard in seiner Rede, sei beinahe so alt wie das Grundgesetz und die Bundesrepublik Deutschland. Das Jahr 2009 sei wahrhaft ein Jubiläumsjahr, denke man nur an das 60-jährige Stadtjubiläum. „Ein solches Jubiläumsjahr bietet die Gelegenheit, die Beiträge in Erinnerung zu rufen, die sie, die Vertriebenen, für unser Land und hier in Ennepetal geleistet haben”.
Die Vertriebenen haben den Verlust ihrer Heimat verkraften und sich zugleich ein neues Leben in fremder Umgebung aufbauen müssen. „Doch Heimat ist mehr als nur der Ort, an dem man lebt. Heimat ist auch ein Gefühl der Zugehörigkeit zu Menschen, zu einer Region, zu einer Kultur, zu einer Landschaft”. Heimat schaffe Identität und wachse aus Traditionen. Es sei ein gutes Gefühl, zu wissen, dass es in unserer Zeit immer noch viele gleich gesinnte Menschen gebe, die gerne bereit seien, für ihre Heimatverbundenheit einzutreten. „Wenn ich mir den positiven Dialog zwischen dem Bund der Vertriebenen und dem Heimatbund hier in Ennepetal anschaue, stelle ich fest, dass auch bei uns in Ennepetal zum Bau eines starken, vereinten Europas wichtige Steine gesetzt werden”.
Auf das Leitwort „Wahrheit und Gerechtigkeit. Ein starkes Europa” ging Festredner Jürgen Zauner ein, der betonte, dass man von jedem Eichhörnchen mehr Vorsorge erwarten könne als von unseren Parlamentariern.
Zum Abschied als Bürgermeister erhielt Eckhardt von Alfred Spruth einen bunten Blumenstrauß.
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