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SVR sieht sich „vor dem Aus“

05.06.2012 | 06:00 Uhr
SVR sieht sich „vor dem Aus“
Kehraus statt Besenrein? Die Zukunft des Kruppsee-Bades steht auf tönernen Füßen. Foto: Tanja Pickartz

Rheinhausen-Friemersheim.   Im Rahmen der Haushaltssanierungsmaßnahmen der Stadt Duisburg ist der Friemersheimer Schwimmverein „SV Rheinhausen“ massiv unter Druck und, wenn alles so verabschiedet wird, auch selber betroffen.

Der geschäftsführende Vorstand hat sich jetzt mit einem offenen Brief an die Stadt und die Medien gewandt. Der Verein hatte vor 25 Jahren das Freibad Kruppsee von der Stadt übernommen, um die Sportstätte zu erhalten. Dadurch sei „die Stadtkasse in diesem Zeitraum um Millionen entlastet“ worden, sagt der Verein.

Neben viel Eigeninitiative machte das vor allem ein Betriebskostenzuschusses möglich. Durch die gestiegenen Energiepreise war der Verein aber bereits 2008 in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Durch einen höheren Zuschuss konnte der Verein das beheizte Becken und das Naturbad weiter betreiben. Dieser Zuschuss soll nun ganz gestrichen werden. Das beheizte Becken war zuletzt für den Badebetrieb besonders wichtig, da im Naturbad vermehrt Blaualgen aufgetreten sind, so dass der See gesperrt wurde.

Höhere Nutzungsgebühren

Und es kommt noch dicker: Die Stadtverwaltung hat außerdem geplant, die Benutzungsgebühren für Schulschwimmbecken drastisch zu erhöhen. Das bedeutet für den SVR eine zusätzliche Belastung von über 18 000 Euro pro Jahr für das Lehrschwimmbeckens an der Marktschule. Das wird vor allem für Schwimmunterricht für Vor- und Grundschulkinder sowie für Wassergymnastik für Ältere genutzt. Das kann der Verein nach eigener Aussage nicht aus eigener Kraft tragen. Der Freischwimm-Unterricht durch den Verein könne dann nicht mehr erfolgen. „Den Verantwortlichen des SVR“, schreibt der Vorstand, „ist bewusst, dass gespart werden muss.“ Daher bemühe man sich seit gut drei Jahren um ein alternatives Konzept, um die Energiekosten fürs Bad zu reduzieren. Da aber die Stadt seit Jahren nur Einjahres-Pachtverträge für das Bad gewährt, seien Verhandlungen mit Banken über längerfristige Investitionen nicht möglich.

Vor zwei Jahren schwebte schon einmal das Damokles-Schwert über dem Schwimmbad. Nach intensivem Protest konnte die Schließung abgewendet werden. Darauf hofft der Verein auch dieses Mal. Sollten die beiden Vorschläge der Verwaltung in die Tat umgesetzt werden, bedeute dies das Ende von Freibad und Kinder-Schwimmunterricht.

Matthias Oelkrug



Kommentare
06.06.2012
16:57
SVR sieht sich „vor dem Aus“
von funkydellek | #3

DUISBURG MUSS WEG!

2 Antworten
SVR sieht sich „vor dem Aus“
von Rakllo | #3-1

stimme ich zu,parkplatz mache für Moerserkirmes

SVR sieht sich „vor dem Aus“
von Mondschatten | #3-2

Nein, Rheinhausen weg von Duisburg. Allerdings ist es dazu jetzt zu spät, denn als Stadt ist dieser Stadtteil nicht mehr lebensfähig - dank der Stadt Duisburg.

06.06.2012
07:56
SVR sieht sich „vor dem Aus“
von Rakllo | #2

die meisten fahren wieso ins Umland,ist wieso alte Opa und Oma Becken

1 Antwort
SVR sieht sich „vor dem Aus“
von Mondschatten | #2-1

In einem jugendkonformen Spaßbad-Planschbecken lernt man nicht schwimmen, das tut man, wenn schon nicht in der Schule, dann in Vereins-SCHWIMM-Becken.
Und vorm Posten sollte man verständliches Schreiben lernen.

05.06.2012
23:29
SVR sieht sich „vor dem Aus“
von Mondschatten | #1

Notwendiges Sparen ist das eine. Die Grundlage für bürgerschaftliches, ehrenamtliches Engagement zu zerstören ist Verarmung des städtischer Lebens. Und im konkreten Zusammenhang werden dann später die von Badeunfällen betroffenen, weil des Schwimmens nicht fähigen Kinder bedauert.

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