Verdacht auf Bombenfund unter neugebauten Wohnhäusern
20.01.2013 | 08:44 Uhr 2013-01-20T08:44:00+0100
Duisburg: In Duisburg hat ein Bauträger erst das Grundstück auf Bomben unterprüfen lassen, als das Haus bereits stand. Auch informierte er die Käufer erst nach ihrem Einzug. Nun muss der Kampfmittelräumdienst das Grundstück überprüfen.
Unfassbar: Der Bauträger hat das Grundstück erst überprüfen lassen, als die Häuser bereits standen und informierte die Käufer über den Bombenverdacht erst nach dem Einzug. Jetzt muss der Kampfmittelräumdienst ans Werk.
Bombenfunde alles andere als ungewöhnlich
Bombenfunde und Verdachtsfälle sind in Duisburg alles andere ungewöhnlich, dieser aber ist unglaublich. Junge Familien, die sich ihren Traum von den eigenen vier Wänden erfüllet, sich dafür bei Banken hoch verschuldet haben und gerade erst in ihr schmuckes Eigenheim eingezogen sind, müssen kurz darauf schockiert feststellen, dass ihr Haus womöglich auf einer Bombe gebaut wurde. So geht es Familien in Rheinhausen, in einer Neubausiedlung, dem Wohnpark Franz-Schubert-Straße.
Vor den acht großzügigen Doppelhäusern mit der Klinkerfassade stehen neue Mülltonnen, vor einigen noch Baumaterialien und in einem Garten bald wieder der Kampfmittelräumdienst. Auf alten Luftbildern haben die Experten bei der Bezirksregierung in Düsseldorf einen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Die Stelle haben sie beim ersten Ortstermin genau lokalisiert, sie liegt rund einen Meter vom Anfang des Baukörpers entfernt, fast in der Mitte zweier Doppelhaushälften.
Psychische Belastung sei hoch
In einer Hälfte wohnt Vural Özmen, der bei der Frage, wie es sich mit einer Bombe unter dem Keller lebt, erst einmal tief durchatmet. „Als meine Frau davon erfahren hat, ist sie kurz darauf aus dem Haus gerannt. Wir sind danach erst einmal wieder ausgezogen“, erzählt er. Nach Mitte Dezember ist die Familie jetzt zum zweiten Mal in ihr neues Haus eingezogen, der Schlaf fällt schwer. Die psychische Belastung sei hoch, sagt Özmen, ständig beschäftige die Familie Fragen wie: Was passiert bei einer Erschütterung? Wie soll das Ding unter dem Haus wieder weg? „Wir müssen ständig an diese Bombe denken.“
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17:32
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Niveau
11:34
ich hatte da auf der Straße 15 Jahre gewohnt..
Da stand doch bis vor 12 Jahren oder so noch ne Krankenkasse auf dem Grundstück..
Hätte man nicht schon beim Abriss und Schutt abtragen die Bombe finden müssen?
18:44
Ich gebe zu, mein Kommentar #19 war vielleicht nicht sehr höflich formuliert.
Aber zu der Häme von #18 fällt mir nichts anderes ein.
Dass Poirot anscheinend keine Ahnung hat oder den Artikel nicht verstanden hat, kann da keine Entschuldigung sein.
18:06
zu 18 Was gibt es denn da zu lachen, ihrem Kommentar nach dürfen also nur reiche Deutsche Eigentum haben, oder was. Pfui
16:57
Da ist dann demnächst jeder Bankräuber fein raus. Wäre die Polizei in der Bank gewesen hätte ich den Überfall ja gar nicht gemacht.
16:38
Es schein so, dass hier das Ordnungsamt als auch das Bauordnungsamt der Stadt Duisburg geschlafen haben.
Wie kann eine Baugenehmigung ohne Auflage zur Kampfmittelabfrage -in einfachster Art und Weise eine Luftbildauswertung- erteilt werden?
M. E. liegt hier ein Organisationsverschulden der Behörde vor, da das Thema Kampfmittel eine originäre Aufgabe der Verwaltung ist.
Falls das doch in der Baugenehmigung erhalten war, dann hat die das Bauordnungsamt als untere Bauaufsicht bei der Kontrolle geschlafen.
14:55
Es scheint mir das die wenigsten Kommentatoren ein Haus gebaut haben (oder bauen liessen).
Selbst ich (in Kreis RE) musste nach Bomben suchen lassen bevor die Baugenehmigung ausgestellt wurde.
Wer hier genau die Schuld hat will ich nicht kommentieren. Fakt ist das die Baufirma hier nach Bomben suchen lassen musste. Das Bauordnungsamt der Stadt Duisburg hätte niemals die Baugenehmigung erteilen dürfen.
Nun haben die Anwohner das Problem. Wie einige hier schon sagten, wird die Baufirma in den der nächsten Zeit Insolvenz anmelden. Da bleibt den geschädigten nur noch die Zivilklage übrig...
Hoffe mal das da keine Bombe liegt.
So wie in der Baubranche belogen und betrogen wird, gibt es meiner Meinung nach keine andere Branche. Der Gesetzgeber hat auch kein Interesse daran diesem Einhalt zu gebieten. Da werden lieber Familien durch unser (tolles) Rechtssystem allein gelassen. Täter gehen straffrei aus, die Opfer dürfen sehen wo diese bleiben...
14:45
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14:40
Selten so gelacht. Erst mit fremdem Geld billige Schuhkartonhäuschen bauen (Hauptsache, ich habe was Eigenes!) und dann sich wundern, wenn an grundlegenden Sachen gespart wird. Hätte man mal lieber noch ein wenig gespart und sich dann was Richtiges gegönnt. Etwas, wo der Nachbar nicht direkt auf den Esstisch linsen kann und man auch davon ausgehen kann, dass alle Schritte in richtiger Reihenfolge gemacht wurden. Aber nein, Geiz ist geil, das hat man nun davon.
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