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Wie die großen Fußball-Stars

21.06.2012 | 18:46 Uhr
Wie die großen Fußball-Stars
Die Schüler bastelten Fußball-Collagen und Fahnen: v.l. Lea, Aylin, Roswin, Robin, Sarah, Erin und Antonia. Foto: Christoph Reichwein / WAZ FotoPool

Großenbaum. Mit dem Ball zaubern heute nicht nur unsere nationalen Fußball-Stars. Auch kleine Duisburger Kicker gehen auf Torejagd. Die Kinder aus der Gundschule an der Großenbaumer Allee kämpfen bei einem Changing-Team-Turnier auf der Bezirkssportanlage um den Sieg. Erwartet wird ein Spiel auf hohem Niveau. Schließlich haben sich die Minis (passend zur Europameisterschaft) vier Tage lang ausschließlich mit der schönsten Nebensache der Welt beschäftigt - bei der Projektwoche „Fußball“.

Ein Blick zurück. Schauplatz Schulhof, Donnerstag, 10.30 Uhr: Geschickt dribbeln die Mädchen und Jungen aus der 1 c mit dem Ball durch den Slalomparcours. Jede Klasse hat während des Projektes täglich eine Stunde Fußballtraining. Lehrerin Silvana Tagliente übt mit den Kleinen, sie trägt ein grün-weiß-rotes Fähnchen am Revers. Als Italien-Fan ist sie jedoch allein auf weiter Flur. Das deutsche EM-Team ist bei den Kids klarer Favorit. Leon (7), der beim nachfolgenden Trainingsspiel im Tor steht, hat auch ein Vorbild: „Manuel Neuer“. Natürlich.

Sportlich geht es auch drinnen im Schulgebäude zu. Hier findet ein „BallKoRobics“-Kurs (Fußball + Aerobic) statt. Zum offiziellen EM-Song von Oceana führen einige Erst- bis Viertklässler einen Soccer-Tanz vor. Zunächst gilt es mit dem Fuß im Takt auf den Ball zu tippen, doch im Verlauf des Lieds wird es immer schwieriger. Gleichzeitig müssen beispielsweise das Knie hochgezogen und der Ball hochgeworfen werden. Sarah (8) aus der 2 b findet das „nicht so leicht“. „Am Anfang ist mir der Ball immer weggerollt“, verrät sie. Klassenkamerad Marcel (8) hat weniger Probleme. Aber er kickt auch so oft er kann - zu Hause und in der Schule.

Steckbriefe von Fußball-Profis, die bei der EM dabei sind, schmücken die Flure. Die Schüler haben sie selbst angefertigt. „Insgesamt haben wir acht Workshops angeboten, jedes Kind durfte vier davon wählen“, berichtet Schulleiterin Ursula Wenk. Nach der täglichen Aufwärm-Gymnastik auf dem Hof geht es daher in die verschiedenen altersgemischten Gruppen. Hier werden Reime über den Fußball gemacht, dort Nationalhymnen gesungen, wieder woanders ein Kuchen gebacken, der wie ein Fußballfeld aussieht (Gummibärchen dienen als Spieler!). Wer möchte, kann aber auch etwas über die Länder lernen, deren Mannschaften an der EM teilnehmen.

„Am meisten Spaß hat es gemacht, die Deutschland-Flagge zu basteln“, sagt Erin (8) aus der 2 a. Robin (7, ebenfalls 2 a) ist stolz auf seine selbstangefertigte schwarz-rot-goldene Kette. Ein anderer Robin (8) aus der 2 b feilt noch an einer Bastelarbeit. Er stellt eine Collage her, die einen Fußballplatz mit Spielern zeigt. Den Deutschen, versteht sich.

Fußball gucken - im Fernsehen - das dürfen zurzeit viele der Kinder. Die meisten haben auch einen Lieblingsspieler. Philippa (7) aus der 1 b mag „natürlich“ Philipp Lahm („weil ich Philippa heiße“), Maxi (8, 2 a) findet alle Engländer „cool“ und Sophie steht auf Rafael van der Vaart. „Weil ich die Silvie so nett finde“, sagt sie. Im deutschen Team hat sie auch ein Idol. „Klose, der schießt bestimmt noch ein Tor“, meint sie. Vielleicht heute . . .

Andrea Müller

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