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Kriminalität

Sicherheitspersonal in Duisburger Banken soll Kunden vor Trickbetrügern schützen

23.07.2012 | 19:20 Uhr
Sicherheitspersonal in Duisburger Banken soll Kunden vor Trickbetrügern schützen
Zur Sicherheit ihrer Kunden setzen Duisburgs Banken Wachpersonal in den Selbstbedienungsbereichen ein.Foto: Detlev Kreimeier

Duisburg.  Im Ruhrgebiet sind seit Monaten verstärkt Betrügerbanden unterwegs, die es auf Bankkunden am EC-Schalter abgesehen hat. Duisburger Banken reagieren nun darauf. Sie setzen im Selbstbedienungsbereich Wachleute ein.

Der Anblick ist nicht ungewohnt, aber zumindest für Kunden der Deutschen Bank-Filiale auf der Königstraße neu: im Selbstbedienungsbereich, wo Kontoauszugsdrucker und Geldautomaten auch außerhalb der üblichen Schalterzeiten zugänglich sind, sind nun Wachleute stationiert. Seit gut einer Woche ist das Sicherheitspersonal dort im Einsatz.

„In der Ruhrgebietsregion sind ja in den vergangenen Monaten überall verstärkt Banden unterwegs . Deshalb bemühen wir uns, die Sicherheitsvorkehrungen auf dem neuesten Stand zu halten“, begründet Anke Veil, Pressesprecherin der Deutschen Bank-Zentrale in Frankfurt am Main die Maßnahme in Duisburg. Das bedeute nun aber nicht, dass in allen Filialen der Deutschen Bank Sicherheitsleute eingesetzt würden. „Jede Filiale bespricht mit den Sicherheitskoordinatoren, welche Maßnahmen sinnvoll sind.“

Trickbetrügereien am Automaten

Dass der Einsatz von Wachleuten in Selbstbedienungsbereichen von Banken durchaus sinnig sein kann, bestätigt Polizeisprecher Ramon Van der Maat: „Fakt ist, dass Täter aus Bulgarien und Rumänien diese Bereiche in den vergangenen Monaten auch in Duisburg verstärkt für Trickbetrügereien benutzt haben.“ Die übliche Masche sei, dass zwei, drei Leute die Kunden an den Geldautomaten bedrängen, ihre Unterschrift auf irgendeine Liste zu setzen.

Van der Maat: „Natürlich bevorzugt dann, wenn die Kunden ihre Pin-Nummer und den gewünschten Betrag bereits eingegeben haben und auf die Geldausgabe warten. Dann werden die Kunden abgelenkt, indem ihnen ein Klemmbrett mit der Liste unter die Nase gehalten wird, während einer der Täter das vom Klemmbrett verdeckte Geld aus dem Ausgabeschlitz fischt.“ In den vergangenen Monaten habe es diese Fälle häufiger in Duisburg gegeben, in den letzten Wochen allerdings kaum.

Verstärkung der Sicherheit von Kunden und Angestellten

Bei der Sparkasse an der Königstraße gibt es schon seit drei Jahren im SB-Bereich einen Wachmann. „In Abstimmung mit Polizei und Ordnungsamt setzen wir dort eine Fachkraft eines Sicherheitsunternehmens ein“, so Sprecher Andreas Vanek. „Die Königstraße ist Treffpunkt für unterschiedliche Gruppen“, umschreibt Vanek diplomatisch den Umstand, dass sich Drogensüchtige und Obdachlose ständig rund um das benachbarte Land- und Amtsgericht tummeln. Der Wachmann diene der „Verstärkung der Sicherheit von Kunden und Angestellten“.

Bei der Volksbank Rhein-Ruhr an der Düsseldorfer Straße sieht man hingegen keinen zusätzlichen Personalbedarf. Sprecher Günter Sickmann: „Wir werden mit solch unangenehmen Ereignissen zum Glück nicht so häufig konfrontiert.“

Von Ulla Saal und Bodo Malsch

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Kommentare
24.07.2012
21:31
Sicherheitspersonal in Duisburger Banken soll Kunden vor Trickbetrügern schützen
von dr_john_becker | #2

Ich ziehe ein paar wenige Trickbetrügereien im Jahr einer dauerhaften Überwachung und damit einhergehenden Einschränkung der Freiheit der Bürger (und damit einem guten Stück Lebensqualität) ehrlich gesagt vor.

23.07.2012
23:39
Unter wachsamen Augen Geld ziehen
von JanundPitt | #1

Überfallene tragen nicht nur einen finanziellen, sondern auch einen psychischen Schaden, durch die Gewalterfahrung, davon.
Es kann doch wohl nicht wahr sein, dass wir nur durch die Präsenz von zusätzlichem, unzureichendem Wachpersonal unserem gewohnten Leben halbwegs ungefährdet nachgehen können.
Die Bundesregierung hat diese ungesteuerte EU-Ost-Erweiterung politisch gewollt und hat auch die Pflicht, uns vor den - wissentlich und willentlich in Kauf genommenen - Auswüchsen und Gefährdungen zu schützen. Sie tut NICHTS und lässt uns die Folgen ihrer blinden EU-Erweiterungspolitik ausbaden. Daumen runter.

Haben sie nicht einmal geschworen, den Nutzen des deutschen Volkes zu mehren und Schaden von ihm abzuwenden? Welche Strafe steht auf Meineid?

1 Antwort
Sicherheitspersonal in Duisburger Banken soll Kunden vor Trickbetrügern schützen
von Madde | #1-1

Die Bundesregierung tut sehr wohl etwas, aber nicht dagegen sondern dafür!
Die Arbeitslosigkeit und die Armut wird mutwillig in die höhe getrieben.
Und in Zukunft wird es hier ganz bestimmt nicht sicherer werden, ganz im Gegenteil.

Selbst wenn man die Grenzen dicht macht bringt das nur sehr wenig.
Wie kommen sie darauf dass die Täter nur Ausländer sind?
Ich habe nun schon etliche Fahndungsbilder gesehen wo es nicht danach aussah.

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  • (am 25.04.2013 um 06:02)
Delfinarium schließen?
Die Grünen im Bundestag wollen die Haltung von Delfinen in Deutschland verbieten lassen ( zum Artikel ). Unter den Zoo-Vertretern und Tierschützern, die das Bundesministerium zur Überarbeitung des

Die Grünen im Bundestag wollen die Haltung von Delfinen in Deutschland verbieten lassen (zum Artikel ). Unter den Zoo-Vertretern und Tierschützern, die das Bundesministerium zur Überarbeitung des "Säugetiergutachtens" eingeladen hatte, war auch die Delfinhaltung ein Streitthema (zum Artikel ). Das Delfinarium Duisburg ist aber ein Publikumsmagnet. Was denken Sie?

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