Das aktuelle Wetter Duisburg 17°C
Blitz-Marathon

Polizei stoppt bei Blitz-Marathon in Duisburg 212 Temposünder

04.07.2012 | 14:48 Uhr
Polizei stoppt bei Blitz-Marathon in Duisburg 212 Temposünder
Beim Blitz-Marathon überwachte die Duisburger Polizei unter anderem auch auf der Bregenzer Straße in Buchholz das Tempo-Limit.Foto: Hayrettin Özcan / WAZ FotoPool

Duisburg.  212 Temposünder hat die Duisburger Polizei beim zweiten Blitz-Marathon erwischt. Im Einsatz waren bei der 24-stündigen Aktion vier Radarwagen und 20 Laserpistolen. Gemessen wurde an 60 ausgewählten Orten, die Bürger der Polizei genannt hatten. Nur ein Fahrer muss wohl den Führerschein abgeben.

Ob sich Duisburger Autofahrer jetzt eher an die Geschwindigkeit halten oder die Raser einfach an anderer Stelle Gas gegeben haben - das lässt sich aus der Bilanz der Duisburger Polizei nach dem zweiten Blitz-Marathon in NRW selbstverständlich nicht lesen. Zufrieden ist die Polizei trotzdem. Genau 212 Temposünder blitzte oder stoppte die Polizei bei der 24-stündigen Blitz-Aktion gegen Raser auf Duisburgs Straßen. Beim ersten landesweiten Blitz-Marathon im Februar waren es noch 286.

Nur noch ein Raser erhält ein Fahrverbot

Rund 100 Polizisten waren gemeinsam mit dem Ordnungsamt unterwegs und kontrollierten zwischen Dienstag- und Mittwochmorgen insgesamt 837 Fahrzeuge. Mit vier Radarwagen und 20 Laserpistolen überwachten sie diesmal so genannte Wutpunkte, die die Bürger zuvor gemeldet hatten: 60 ausgewählte Orte von insgesamt über 400 Stellen.

Und nur einer denen nur einer seinen Führerschein abgeben muss. In einer 30er-Zone auf der Kampstraße in Obermarxloh blitzten ihn die Beamten mit 69 km/h. Neben einem einmonatigen Fahrverbot erwarten den Mann jetzt auch drei Punkte in Flensburg und 160 Euro Geldstrafe. Zum Vergleich: Im Februar wurden noch sechs Fahrverbote ausgesprochen.

Blitz-Marathon wird im November wiederholt

Außerdem gingen der Polizei bei der groß angekündigten Aktion 21 Gurtmuffel und ein Alkoholsünder ins Netz. In Röttgersbach zogen die Beamten auf der Kaiser-Friedrich-Straße einen frisierten Motorroller aus dem Verkehr. Dessen Fahrer stand zudem noch unter Drogeneinfluss und wurde per Haftbefehl gesucht. Auf der Angermunder Straße in Großenbaum war ein Linienbus mit seinen Fahrgästen 21 km/h zu schnell unterwegs.

„Mit solchen Aktionstagen wollen wir darauf aufmerksam machen, dass überhöhte Geschwindigkeit der Killer Nr. 1 auf unseren Straßen ist“, warnte Peter Hilp, Leiter der Direktion Verkehr der Duisburger Polizei. „Ich freue mich, dass mehr als 40 Anwohner, die von ihnen gemeldeten Messpunkte besucht haben. Von den Hinweisgebern, aber auch von der Mehrheit der kontrollierten Verkehrsteilnehmer haben wir viel Rückenwind für unseren Blitz-Marathon bekommen.“ Im November soll es deshalb auch eine dritte Auflage der landesweiten Geschwindigkeitsüberwachung geben.


Kommentare
06.07.2012
10:49
Bravo Herr Jäger, PR-Aktion war ein voller Erfolg
von Jawattdenn | #4

Polizeiwachen werden angezündet, der ÖPNV ist ein Tummelplatz für Kleinkriminelle und Schläger, Großfamilien müssen mit massivem Großeinsatz der Polizei davon abgehalten werden sich zu massakrieren, Diebstähle und Überfälle in allen Stadtteilen aber die neuen Blockwarte jubilieren darüber, dass in der von ihnen gemeldeten Tempo 30 Zone, die lebensgefährliche Geschwindigkeit von 38 km/h „geblitzt“ wird.

Früher hat man das Volk mit „panem et circenses“ beglückt, heute genügt der mißbrauchte Begriff Bügerbeteiligung zur Volksverdummung und die schlichten Gemüter applaudieren.

05.07.2012
23:36
Polizei stoppt bei Blitz-Marathon in Duisburg 212 Temposünder
von Werthauser111 | #3

Diese Messerei ist ein Witz. Was soll denn dabei rauskommen wenn ich vorher gewarnt werde. Reiner Populismus, Schaumschlaegerei von Jäger.

04.07.2012
15:15
Geschwindigkeit der Killer Nr. 1
von Rakllo | #2

Polizei zufrieden Anwohner zufrieden,nur die lieben schnell Fahrer nicht,noch mehr Kontrollen bitte

04.07.2012
15:08
Geschwindigkeit der Killer Nr. 1
von Rakllo | #1

das ist ja gut das es wiederholt wird,das diese kaoten von der Strasse kommen

Aus dem Ressort
Duisburg gedenkt der Opfer der Loveparade-Katastrophe
Loveparade
Mit einer bewegenden Gedenkfeier erinnerte sich Duisburg am Mahnmal an den Jahrestag des Loveparade-Unglücks: In den vier Jahren nach dieser Katastrophe seien die Stadt Duisburg, ihre Bürger, die Hinterbliebenen und die Verletzten „zu einer Art Schicksalsgemeinschaft“ geworden, sagte OB Sören Link.
Hitachi-Gebäude im Innenhafen gehört jetzt Kanadiern
Unternehmen
Der Firmensitz des Kraftwerkbauers Mitsubishi Hitachi Power Systems Europe hat erneut den Besitzer gewechselt. Neuer Eigentümer ist der Inovalis Real Estate Investment Trust, ein kanadischer Immobilien-Fonds.
Duisburger VW-Autohaus ist insolvent – Rettung in Sicht
Autohandel
Zwei Jahre nach der Eröffnung ist das VW-Zentrum am Ruhrdeich in Duisburg zahlungsunfähig. Das Geschäft mit 130 Mitarbeitern an beiden Duisburger Standorten läuft aber weiter. Der Insolvenzverwalter führt bereits Gespräche mit namhaftem Übernahme-Interessenten.
Schwuler Aktivist vor Abflug zum CSD in Moskau festgenommen
Homophobie
Ein russischer Schwulen-Aktivist ist offenbar am Moskauer Flughafen verhaftet worden. Der junge Mann wollte zum Christopher Street Day nach Duisburg. Bei einer Durchsuchung des Gepäcks sollen Sicherheitskräfte eine Regenbogenfahne entdeckt haben. Es ist nicht die erste Verhaftung des Russen.
Viele leiden unter den Folgen der Loveparade-Katastrophe
Interview
Pfarrer Jürgen Widera ist seit April 2013 Ombudsmann für die Betroffenen der Loveparade. Aus Anlass des vierten Jahrestages der Katastrophe sprach der evangelische Geistliche mit der Funke-Mediengruppe über die Stimmung der Betroffenen und darüber, wie er mit dem Leid umgeht, das auf ihn einstürmt.
Duisburg und die A59-Sperrung
Fast drei Monate ist die A59 nun schon gesperrt, noch einmal drei Monate werden sehr wahrscheinlich folgen. Wie hat sich die Sperrung der Nord-Süd-Achse auf Sie persönlich ausgewirkt?

Fast drei Monate ist die A59 nun schon gesperrt, noch einmal drei Monate werden sehr wahrscheinlich folgen. Wie hat sich die Sperrung der Nord-Süd-Achse auf Sie persönlich ausgewirkt?

 
Fotos und Videos
Gedenken an die Opfer der Loveparade
Bildgalerie
Loveparade
WAZ öffnet Pforten: DVG
Bildgalerie
Serie
Nacht der tausend Lichter
Bildgalerie
Loveparade
Leser besuchen das Landesarchiv
Bildgalerie
WAZ-Serie