Bürgerschützen Hamborn feiern 175-jähriges Bestehen
10.06.2012 | 15:57 Uhr 2012-06-10T15:57:00+0200
Duisburg-Hamborn. Der BSV Hamborn wurde 1837 gegründet. Trotz meherer Zwangspausen formierte sich die Truppe immer wieder neu - und kann deshalb in diesem Jahr das ungewöhnlich hohe Jubiläum feiern.
Ein frischer Wind zerzauste die Federbüsche der Schützen vom BSV Hamborn 1837, als sie Samstagabend 200 Mann stark zum Großen Zapfenstreich mit Musik der Bergkapelle Niederrhein und des Spielmannszugs St. Ewaldi auf dem Hamborner Altmarkt einmarschierten. Die Damen der Throngesellschaft waren in historischen Rüschenkleidern erschienen und hatten alle Hände voll zu tun, ihre flatternden Hüte zu bändigen. Eingeladen waren auch alle ehemaligen Schützenkönige und Königinnen, zwölf waren mit ihren Damen dabei. Anlass war das 175. Vereinsjubiläum des BSV, der in seiner Chronik auf eine wechselvolle Geschichte zurückblickt. Die Schützen haben alle Kriege und Wirtschaftskrisen am eigenen Vereinsleben gespürt und dokumentiert. Nach jedem Erliegen der Arbeit fanden sich engagierte Schützenbrüder, die mit findigen Ideen den Verein neu aufbauten. Als nach dem Krieg der Besitz von Schusswaffen verboten war, besannen sie sich etwa auf uralte Traditionen und ermittelten ihren König einfach per Armbrust.
In einer weißen Kutsche fuhren die amtierenden Majestäten, Bernd Erbe und Sandra Wille („schreiben sie bloß nicht Haeffs, ich habe doch geheiratet“), deren Amtszeit noch bis 2013 dauert, weil der BSV nur alle zwei Jahre einen neuen Schützenkönig ermittelt. 400 Hamborner freuten sich an dem schönen Bild der Schützen, die von ihrem Oberst Heinz Roßkothen zackig kommandiert wurden. Roßkothen feiert gerade sein 20. Dienstjahr als Oberst.
Nur ein kleiner Schützenenkel im Publikum war nicht zufrieden und beklagte sich bei seiner Großmutter: „Ich wollte doch dem Opi winken, aber ich kann ihn gar nicht finden, die sehen ja alle gleich aus.“ Nach dem Zapfenstreich, dem schon ein ökumenischer Gottesdienst in der Abtei vorausgegangen war, war Eile geboten. Das stramme Festprogramm ging mit einem Jubiläumsabend im Abteizentrum weiter, der noch einmal die Höhepunkte aus den selbstgestalteten Unterhaltungsnummern der letzten Jahre zeigte.
Viele waren wohl erheblich länger geblieben, als geplant. „Als heute Morgen der Wecker schellte, dachte ich, mich laust der Affe“, gähnte ein sichtlich müder Schützenbruder auf dem Weg zum Schießstand im Hamborner Stadtwald am Sonntagmorgen. Zum Vogelschießen traten knapp 100 Schützen an. „Heute schießen wir ja nur den Tagessieger aus, da können auch die mithalten, die nicht unbedingt die Verpflichtungen des Königs übernehmen möchten“, sagte Hermann Eschenbruch. Nach dem Kommando: „Hans Jürgen Natkamp ans Gewehr“, eröffnete der Hamborner Bezirksamtsleiter den Wettbewerb. Beim seinem ersten Schuss fiel unter allgemeinem Jubel die Krone des massiven Vogels, den Schreinermeister Martin Schweers gefertigt hatte. Spätestens, wenn die Schützen beim Rumpfschießen zu den schwereren Jagdwaffen wechseln, dürften alle hellwach sein. „Dat knallt ganz ordentlich“, sagte Herrmann Eschenbruch begeistert, „da guckt keiner mehr woanders hin.“
Für den Ehrentag hat sich der Verein auch im Umfeld mächtig ins Zeug gelegt. Alle Gebäude der modernen Schießanlage wurden frisch gestrichen, die Schützen haben 20 000 Euro in die Neugestaltung des Parks investiert.
00:40
Den Rest des Jahres sehen die anders aus. ;)
http://www.derwesten.de/nrz/staedte/duisburg/ruhr-olympiade-in-duisburg-id6739618.html
Bild 30ff.
15:01
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07:40
Und warum haben die auch immer, nee rote Birne ?
16:21
Warum sind Schützen immer dick?