Junger Angler aus Duisburg fischt ein Prachtexemplar aus dem Bertasee
01.08.2012 | 10:00 Uhr 2012-08-01T10:00:00+0200
Duisburg. Der siebenjährige Patrick Heinrichs aus Duisburg-Kaßlerfeld hat einen ganz dicken Fisch gefangen: 102 Zentimeter lang und 20 Pfund schwer war der Hecht, den der Junge nach einem 15-minütigen Kampf aus den Bertasee ziehen konnte. Angefangen hat seine Anglerkarriere schon mit sechs Monaten.
Patrick Heinrichs ist ein Junge, wie man ihn so kennt. Sieben Jahre alt, blonde Strubbel-Haare, kleiner silberner Ring im linken Ohr, Kapuzen-Shirt, lässige Cargo-Hose, Turnschuhe, die beiden oberen Schneidezähne fehlen, verleihen ihm ein lausbübisches Grinsen.
Und Letzteres bekommt der junge Mann aus Kaßlerfeld zur Zeit nicht mehr aus dem Gesicht. Denn er ist der Super-Angler des Wedauer Fischereivereins. Ganze 102 Zentimeter lang und satte 20 Pfund schwer war der Hecht, den der Siebenjährige am Montagnachmittag aus den Fluten des Bertasees zog. Ein Prachtexemplar.
Bereits mit stolzen sechs Monaten, so erzählt es Mutter Stefanie Heinrichs, saß der Lütte beim Angeln auf Papa Haralds Schoß und hielt den ersten kleinen Fisch in den Patschehändchen. „Da haben die Vereinskollegen schon gesagt, dass aus dem mal ein Angler wird“, erzählt Stefanie Heinrichs. Sie haben bisher recht behalten, die Mitglieder des Wedauer Fischereivereins, dem Papa Harald seit Anfang der 90er Jahre angehört.
In Begleitung von Papa
Denn Patrick kennt jetzt in den Sommerferien nur eins: Angeln mit Papa. Und wenn Papa arbeiten muss, hat der kleine Kaßlerfelder noch ein zweites Hobby: „Im Keller Angeln zusammenbauen“. Mutter Stefanie trägt die Leidenschaft ihres Sohnes nicht nur mit Fassung, sondern auch mit viel Verständnis. Immerhin hat sie 2000 selbst die Fischereiprüfung erfolgreich abgelegt. Heimlich. „Meinem Mann hab ich erzählt, ich mach ‘nen Fußpflegekurs. Überraschung.“ Mittlerweile ist sie sogar im Vereinsvorstand.
Nicht Jeder, der eine Angel besitzt, darf auch Angeln.
Erwachsene müssen zunächst eine Prüfung erfolgreich ablegen, bevor sie einen Fischereischein bekommen.
Zehn- bis 16-Jährige können einen Jugendfischereischein machen und dürfen unter Aufsicht eines Fischereischein-Inhabers angeln. Ab 14 Jahren können junge Angler ebenfalls ihren Fischereischein erhalten, wenn sie die Prüfung bestanden haben.
Unter Zehnjährige dürfen einen Angler begleiten und auch mal „die Route in die Hand nehmen“, erläutert Klaus Radny, Vorsitzender des Fischerei Stadtverbands Duisburg. „Das an Land holen, Betäuben und Töten der Fische dürfen nur Inhaber des Fischereischeins“, so Radny. Das schreiben das Landesfischereigesetz und das Tierschutzgesetz vor.
Mit seinen sieben Jahren darf Patrick selbst natürlich noch nicht eigenständig die Routen auslegen und Fische fangen. Aber er darf seinen Vater begleiten und auch mal die Route in die Hand nehmen. Genau das ist auch am Montag Nachmittag geschehen. Während Patrick noch mit einer anderen Route beschäftigt ist, sieht er, dass sich die zweite Route mächtig krümmt. „Da hab ich die eine Angel hingeschmissen und bin zur zweiten gerannt, hab die Route geschnappt und den Bügel gedrückt“, erzählt der Siebenjährige aufgeregt in der NRZ-Redaktion.
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23:36
Ich habe wenig Verständnis für eine Veröffentlichung, die das Töten eines Lebewesens als Kinderspaß idealisiert.
09:04
ach ja, vielleicht hätte man den Bericht erst mal dem leinen Jungen zum Korrekturlesen vorlegen sollen.
09:02
Naja, in den Ferien ist ja auch Anglerlatein gefragt um die Seiten der WAZ/NRZ vollzukriegen.
Aber wie peinlich dann der Bericht mit seinem gravierenden Schreibfehler auffällt, ist schon bezeichnend für die WAZ/NRZ.
15:05
Sehr schön für den jungen Anglernachwuchs, vielleicht nicht ganz so schön für den Hecht...;-)
Aber trotzdem, lieber Redakteur, schreibt man Angelrute nur mit u, sonst wäre es keine Angelschnur (Rute), sondern eine bestimmte Angelstrecke (Route).