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OB-Abwahl

Duisburger CDU-Spitze steht weiter hinter Adolf Sauerland

13.02.2012 | 19:11 Uhr
Der Duisburger CDU-Kreisparteivorsitzende Thomas Mahlberg.Foto: Lars Fröhlich

Duisburg.  Die Bürger von Duisburg haben ihren OB Adolf Sauerland deutlich abgewählt. Ein Ergebnis, das die lokale CDU-Spitze überrascht hat. Trotzdem stehen seine Parteifreunde stehen weiter hinter ihm - blicken aber auch schon in die Zukunft.

Das deutliche Anti-Sauerland-Votum von Sonntag hat die führenden Christdemokraten völlig überrascht. Dennoch gab es gestern bereits erste Ansätze, den Blick politisch wieder nach vorne zu richten – und viel Anerkennung für die Arbeit "ihres" Oberbürgermeisters in den letzten knapp acht Jahren.

„Die Stadt hat sich sehr gut entwickelt, der Oberbürgermeister hat sich da großes Ansehen erworben“, blickte CDU-Chef Thomas Mahlberg gestern zurück. In den letzten Wochen habe es in der Union eine „große Solidarität“ für Sauerland gegeben: „Das wird auch so bleiben, er ist ein Teil von uns.“

Miteinander befreundet

Für die Zeit ab Donnerstag habe man noch keinen Fahrplan, auch keine Überlegungen zu einem neuen OB-Kandidaten : „Dafür ist es noch viel zu früh.“ Man werde aber noch vor Karneval im Parteivorstand das Ergebnis der Abwahl analysieren.

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Auch die CDU-Ratsfraktion werde in den nächsten Tagen zusammenkommen, erklärte Ratsherr Peter Ibe: „Die Situation ist für die Stadt nicht einfacher geworden, eher schwieriger.“ Um Adolf Sauerland, der bei seiner wohl letzten öffentlichen Erklärung seiner Amtszeit am Sonntagabend eine angeschlagenen Eindruck machte, kümmere sich die Fraktion: „Er ist jetzt nicht allein, wir sind doch alle miteinander befreundet.“

Duisburg in den Mittelpunkt stellen

„Ich habe mit einem anderen Ergebnis gerechnet, aber schon erwartet, dass es knapp wird“, kommentiert Bürgermeister Benno Lensdorf den Abwahl-Ausgang. Er ist ab Donnerstag Chef im Rat, bis ein neuer Oberbürgermeister gewählt ist: „Ich habe immer davor gesessen, aber nie oben“, sagt er und hofft, ausreichend Zeit zu bekommen, um sich einzuarbeiten. Er sei bereit, noch mehr Termine als bisher wahrzunehmen, auch Bürgermeister-Kollege Manfred Osenger (SPD) müsse mit mehr Arbeit rechnen.

„Der Adolf hat für die Stadt eine Menge auf den Weg gebracht“, würdigte Lensdorf den scheidenden Sauerland. Dennoch blieben eine Menge Probleme, denen sich die Kommunalpolitik nun zu stellen habe. Lensdorf Appell: Nach den Auseinandersetzungen der letzten Zeit müsse die Politik in dieser Stadt zu einer „vernünftigen Form wiederfinden“, „Niveau in der politischen Debatte“ beweisen.

„Es ist niemand zu sehen, der Duisburg nach vorne bringt", ist Alt-Bürgermeister Heinz Pletziger pessimistisch. Der streitbare Christdemokrat vermisst in den Reihen der aktuellen Politiker die „Bereitschaft, Duisburg in den Mittelpunkt zu stellen“.

Duisburger zur Sauerland-Abwahl

Willi Mohrs


Kommentare
16.02.2012
18:26
Duisburger CDU-Spitze steht weiter hinter Adolf Sauerland
von taosnm | #23

Ja, die CDU-Spitze demonstriert sehr eindrucksvoll ihre Solidarität mit dem Ex-OB. Sie ist nämlich ebenso abgetaucht wie er oder liegt möglicherweise im Koma. Bis heute gibt es nämlich auf den CDU-Seiten nicht ein einziges Wort des Dankes an ihren doch so tollen OB. Haben die alle so eine schlechte Kinderstube und so wenig Stil?

Auch die Stimmen aus der Wirtschaft, der sich der Ex so verbunden fühlte, sind verstummt. Niente, nix!

16.02.2012
00:13
Duisburger CDU-Spitze steht weiter hinter Adolf Sauerland
von jandoedel | #22

wie blöd muss man sein, nach einen so deutlichen votum der bevölkerung immer noch hinter adolf sauerland zu stehen. glückwunsch an, hab es neben adolf auch nicht verstanden, mahlberg! diese cdu braucht keine opposition, die macht sich selbst platt!;- und wie hat mal ein anderer politiker gesagt: "und das ist gut so"!!

15.02.2012
22:50
Mahlberg steht weiter hinter Adolf Sauerland ....
von WeissBlau | #21

....weil er hofft, dass ihn dort niemand entdeckt!!!
Die einzige Chance für die Duisburger CDU besteht in einem sofortigen Rücktritt von Mahlberg und Frau Vogt, die u.a. Sauerland in diese unglückselige Position getrieben haben, weil Sie auf das eltzte Fünckchen Macht im Rathaus, die OB-Position auf keinen Fall verzichten wollten ....
Dem haben die Bürger eindrucksvoll einen Riegel vorgeschoben. Also bitte, jetzt gehen auch Sie endlich Frau Vogt und Herr Mahlberg!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

15.02.2012
18:30
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #20

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15.02.2012
16:09
Duisburger CDU-Spitze steht weiter hinter Adolf Sauerland
von wohlzufrieden | #19

Ja, die CDU/CSU stand auch hinter Gutenberg, hinter Jung, hinter Koch, hinter März, hinter Kanter, hinter Glos, hinter Wulff...

1 Antwort
Duisburger CDU-Spitze steht weiter hinter Adolf Sauerland
von Carlo2k | #19-1

Hallo Duisburg.
Kein Sauerland,
kein Vogtland,
lieber 10 mal Kaiserberg,
als ein einziges mal Mahlberg.
Duisburg hat endlich wieder Hoffnung.
Der Rest wird 2015 erledigt.

Gruß an alle Abwähler, Carlo2k

15.02.2012
15:04
Duisburger CDU-Spitze steht weiter hinter Adolf Sauerland
von russkopp | #18

Herr Mahlberg stand so sehr hinter seinem Parteifreund, dass er ihm in seiner schwersten Stunde nicht öffentlich zur Seite stand. Wäre die Wahl anders ausgegangen, hätten er sich im Rathaus formatfüllend neben AS gestellt und uns mit seinem Cinemascope-Lächeln beglückt.
Auf manche Freunde kann man gerne verzichten.

14.02.2012
21:18
Duisburger CDU-Spitze steht weiter hinter Adolf Sauerland - und die GRÜNEN auch!
von herbert72 | #17

Leider gerät es in Vergessenheit, dass auch die Grünen in Nibelungentreue zur CDU und Sauerland stehen. Im WDR-Beitrag war zu sehen, wie die grüne Frontfrau Janicki im Walsumer Brauhaus (wo sonst, im Finkenkrug will die niemand mehr sehen) ihrem Freund Adolf quasi das Händchen hält. Sie wird sicher eine der am entäuschtesten CDUler ... ähm Grünen gewesen sein. Was hat der Adolf nicht alles für Sie getan: Reisen in die Karibik, nach Russland und, nicht zu vergessen, die legendäre Sauftour in Wuhan. Der Lebensgefährte wurde in eine schöne Position bei der DMG gehievt, zudem wurden weitere zahlreiche Freunde und Freundinnen, nicht zuletzt auch der Bruder, mit Jobs bei der Stadt belohnt. In Zusamenarbeit mit ihrem Politikpartner Kantel forcierte sie die Zusammenarbeit mit den Braunen in der Ratsperiode 2004-09, um den Schwarz-Grünen eine Mehrheit zu sichern. Der Stadtdirektor Brand wurde auf Steuerzahlerkosten in den Ruhestand geschickt, nur damit der Grüne Greulich diesen Posten bekam. Super auch, dass die Lehrerin, entgegen aller Gesetze, vom OB Sauerland einen Freifahrtsschein ausgestellt bekam, der besagte, dass sie als ehrenamtliche Bürgermeisterin so viele Termine hat, dass sie nicht mehr unterrichten muss. Sie bekam dann also für fünf Jahre ihr volles Geld für nicht gehaltenen Unterricht und viel Freizeit zuzüglich ihrer Bezüge als Bürgermeisterin und Ratsmitglied. Welch ein Geldsegen und Zugewinn an Freizeit! Da ist es nur verständlich, dass sie in der schwersten Stunde des OB diesem beisteht. Nicht verständlich ist, wenn dieses Verhalten der Grünen von den Wählern nicht honoriert wird.

14.02.2012
18:24
Duisburger CDU-Spitze steht weiter hinter Adolf Sauerland
von janka.nbmv | #16

Die CDU kann ja Sauerland als Wulff-Nachfolger nominieren. Alles tolle Typen bei denen. Wer Duisburg nach vorne bringt, bringt auch Deutschland nach vorne.

14.02.2012
16:31
Duisburger CDU-Spitze steht weiter hinter Adolf Sauerland
von michalek | #15

Wer gestern bei „hart aber fair“ die Kommentierungen des Theologen und CDU Spitzenpolitiker Hintze zum Thema Wulff verfolgt hat wundert sich bei der CDU über gar nichts mehr. Laut Herrn Hintze geht es der CDU in einem Rechtsstaat nur um juristisch nachweisbare Verfehlungen und nicht um moralische Verpflichtungen und Vorbildfunktionen von Politikern. Unter diesen Umständen war doch damit zurechnen das die CDU Duisburg und die CDU NRW bei Sauerland „leider“ nicht anders reagiert.
Das wiederum verstärkt bei den Bürgern den schon vorhandenen Eindruck das die Politiker in einer Parallelgesellschaft mit eigenen moralischen Grundsätzen und gesetzlichen Auslegung, leben.
Durch das engstirniges und bedenkliches Verhalten der CDU bei der Affäre um BP Wulff und OB Sauerland schmälert sie die historische Leistungen von Frau Merkel in der Eurokrise und für unser Land.
Die Umfragen zeigen zwar das die Menschen, trotz einiger Fehler und Ungereimtheiten, bereit sind die Leistung der Kanzlerin zu honorieren.
Bei selbstkritischer und emotionsloser Betrachtung kann man davon ausgehen das die CDU ohne die Vorgänge um Sauerland ,Wulff und Diätenerhöhung in NRW erheblich besser dastehen würde. Da die CDU in Zukunft ohne die FDP ihren Weg gehen muss braucht sie jede nur mögliche Stimme.

14.02.2012
14:10
Wer die Wahrheit sagt braucht nicht zu lügen.
von festus04 | #14

Was für ein Gesülze von H. Mahlberg. Das Ding ist gelaufen mit H.Sauerland und jetzt wird man ihn fallen lassen ,wie eine heisse Kartoffel. Die CDU wird doch nicht den Fehler machen, mit einem gescheiterten OB noch Reklame zu machen. Die schiessen sich doch nicht selbst ins Knie, denn sie wissen genau, dass bei den 130000 tausend Wählern auch einige tausend CDU- Wähler mit ja gestimmt haben und die will die CDU bestimmt nicht verlieren.

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