Betrügerbanden verkaufen an Autobahnen im Ruhrgebiet gefälschtes Gold
15.08.2011 | 10:00 Uhr 2011-08-15T10:00:00+0200
Duisburg. Wenn andere Währungen an Wert verlieren, setzen viele Anleger auf Gold. Das wissen auch Betrüger. An den Autobahnen im Ruhrgebiet sind Banden unterwegs, die mit der „Mitleidsmasche“ billigen Goldschmuck teuer verkaufen wollen.
Sie sind wieder unterwegs, die rumänischen und bulgarischen Betrügerbanden, die vor allem an Autobahnen und auf Raststätten falsches Gold „verkaufen“. Auch von Duisburgs Autobahnen wurden Fälle gemeldet. Die Polizei warnt deshalb, vor Stopps, um vermeintlichen Hilfesuchenden zu helfen. Besser sei grundsätzliches Misstrauen.
Waren früher vor allem Brandenburg und Sachsen das Zielgebiet der Betrüger, so rücken sie jetzt immer weiter in den Westen vor. Erst in der vergangenen Woche, so Polizeisprecher Ramon van der Maat, sei wieder ein Opfer bei der Kripo in Duisburg vorstellig geworden. Insgesamt zählte das Landeskriminalamt in diesem Jahr bereits 90 Fälle. Zudem gehen die Behörden von einer hohen Dunkelziffer aus, weil sich viele Opfer schämen, übertölpelt worden zu sein.
Die Masche der Betrüger ist immer die gleiche. Sie stehen auf dem Standstreifen winken mit einem Benzinkanister oder einem Abschleppseil, meist steht ein Mercedes der gehobenen Klasse daneben. Hält ein hilfsbereiter Autofahrer an, wird er mit einer rührseligen Geschichte umgarnt. Das Benzin ist ausgegangen, der Motor springt nicht an. Aber man müsse ganz schnell ins Krankenhaus zur Mutter, zur Hochzeit der Schwester...
Bargeld lacht
Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Aber ein Punkt kommt immer. Leider sei das Bargeld alle, ob man nicht mit 50 oder 100 Euro aushelfen könne? Als Gegenleistung bieten die Betrüger Goldschmuck an, der angeblich mehr wert sei als das Bargeld. Dumm nur, dass das vermeintliche Gold immer gefälscht ist und deshalb auch “Autobahngold“ oder „Rumänenblech“ genannt wird.
Ramon van der Maat: „Hier im Polizeipräsidium liegen schon richtige Mengen falschen Goldschmucks.“ Der Polizeisprecher weiß aus Erfahrung, dass diese Banden durch das ganze Land reisen: „Die sind erst in Duisburg, dann zwei Tage in Köln, tauchen dann in Münster auf.“ Die Polizei warnt deshalb, vor Stopps auf der Autobahn, um vermeintlichen Hilfesuchenden zu helfen. Besser ist in solchen Fällen grundsätzliches Misstrauen.
Der Mann, der in der Woche bei der Duisburger Polizei vorstellig wurde, war nicht misstrauisch. Deshalb fehlen ihm nun 500 Euro. Kleinere Scheine hatte er während der Betrügerei an der Autobahn nicht dabei gehabt.
17:20
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15:27
Hilfsbereite Menschen, die helfen wollen, so auszunehmen ist schäbig! Dafür sollten die Täter noch mal extra bestraft werden!
02:23
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23:12
#36
Ihnen vielleicht, aber vielen unserer Mitmenschen mit anerzogenem Helfersyndrom leider nicht. Durch solche illegalen Aktivitäten unserer Neubürger dürfte die Hilfsbereitschaft gegenüber tatsächlicher Pannenopfer leider gegen Null tendieren. Danke, Frau Merkel, ein Problem mehr.
22:16
...üblicherweise, wenn die Täter so erwischt werden ist es eine Ordnungswidrigkeit nach dem Feingehaltgesetz dies sind dann ca. 500 Euro Sicherheitsleistung, die nicht erbracht werden kann und da dies alles Angehörige eines EU-Landes sind, werden die durch die Staatsanwaltschaft wieder laufen gelassen. So siehts aus. Allerdings, mit teuren Autos hab ich die noch nie gesehen, eher mit Autos die nur noch durch den Lack zusammengehalten werden und die Kleidung...na ja...mache Zeitgenossen die seit 15 Jahren auf der Straße leben sind besser gekleidet und sauberer...also würde mir die Geschichte mit der Hochzeit schon mal auffallen...
21:54
Dank an Frau Merkel für die unkontrollierte EU-Ost-Erweiterung. Sie eröffnet den Bürgern im Ruhrgebiet ein neues Spektrum der Kriminalität. Hilfsbereitschaft gegenüber vermeintlichen Pannenopfern auf der Autobahn sollte man sich künftig verkneifen. Aber wie unterscheidet man echte von falschen Pannenopfern? Da bleiben die echten wohl künftig auf der Strecke und ohne Hilfe, schade, aber verständlich.
21:23
Immer als erstes die Polizei rufen, den das ist gefärlich an der Autobahn zu stehen und zu winken. also Handy raus, Freisprech an und Polizei rufen. Das würde dem Rumäneblech das Ende der Produktion einläuten. Aber wer 500 Euro Scheine hat kann es verschmerzen. Erst letztens habe solche Leute bei LIDL eingekauft. Da habe ich zu 1.mal so einen Schein zu gesicht bekommen. Leider fehlte die News ob der wirklich echt war.
20:47
Ich verstehe irgendwie nicht die Denkweise der Helfer:
Was nutzt jemandem der kein Benzin mehr hat denn Bargeld?
Hier kann die Autobahnpolizei helfen:
Die organisieren über den ADAC den nötigen Sprit und kassieren bei der Gelegenheit auch das fällige Bußgeld, daß fällig wird, wenn man wegen Spritmangels auf der Autobahn liegenbleibt.
Dann wird sich auch zeige, ob die wirklich kein Bargeld haben und dann eine Sicherheitsleistung hinterlegen müssen.
Und ich bezweifele, daß die Polizei auch auf deren Goldreserven vertraut...
20:36
Hätte auch beinahe angehalten - an der Zufahrt Zoo Richtung Autobahnkreuz Kaiserberg.
Da fuchtelte einer wild am Straßenrand rum und man sah Frau und Kinder im Auto.
In dem Moment ist man schnell überrumpelt, weil der erste Reflex sagt, hier benötigt jemand Hilfe.
Kam mir aber dann doch komisch vor und ich habe nicht angehalten.
20:24
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