Das aktuelle Wetter Düsseldorf 9°C
Flughafen-Streik

Am Wochenende kein Streik am Flughafen Düsseldorf - Verdi macht Pause

25.01.2013 | 08:14 Uhr
Am Freitag fielen wegen des Streiks der Sicherheitsleute auf dem Flughafen Düsseldorf wieder viele Flüge aus. Am Wochenende will Verdi den Streik unterbrechen.Foto: dpa

Düsseldorf  Das Sicherheitspersonal an den beiden großen Flughäfen in Nordrhein-Westfalen hat am Freitag seinen Streik fortgesetzt. Wieder blieben viele Flieger in Köln und Düsseldorf am Boden. An den Schaltern bildeten sich Schlangen. Am Wochenende wird nicht gestreikt, eine Einigung steht aber noch aus.

Ganztägige Streiks des privaten Sicherheitspersonals haben den zweiten Tag in Folge zu massiven Flugausfällen und Verspätungen auf den beiden größten NRW-Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn geführt. In Düsseldorf sagten die Airlines am Freitag laut Flughafen bis zum Nachmittag 131 Flüge ab - 115 Abflüge, die teils ohne Passagiere starteten, und 16 Landungen. In Köln wurden zunächst 21 Starts und 16 Landungen gestrichen.

Ursprünglich waren auf dem Düsseldorfer Flughafen am Freitag rund 560 Starts und Landungen geplant gewesen - der Airport erwartete insgesamt 48.500 Passagiere, darunter 24.000 abfliegende Gäste. In Köln/Bonn hatten am Freitag insgesamt 97 Starts und 98 Ankünfte auf dem Flugplan gestanden. Auf beiden Flughäfen wurden wartende Passagiere mit Snacks und Getränken versorgt. Bereits am Donnerstag waren in Düsseldorf 189 Flüge annulliert worden. In Köln waren am ersten Streiktag 26 Starts und 22 Landungen ausgefallen.

Verdi verkündet: "Wir haben einen langen Atem"

Verdi hatte die am Donnerstagmorgen begonnenen Streiks auf Freitag ausgeweitet, nachdem die Arbeitgeber kein neues Angebot vorgelegt hatten. "Wir haben einen langen Atem", sagte Verdi-Verhandlungsführerin Andrea Becker am Freitag AFP.

Nachricht vom 24.1.13
Der Streik an NRW-Flughäfen geht am Freitag weiter

Durch den Streik der Sicherheitsleute sind in Düsseldorf und Köln/Bonn am Donnerstag 250 Flüge ausgefallen. Noch liegen Gewerkschaften und Arbeitgeber weit auseinander. Also wird am Freitag weiter gestreikt.

Die Gewerkschaft will bei den Tarifverhandlungen in der nordrhein-westfälischen Wach- und Sicherheitsbranche für die Sicherheitskräfte an den Flughäfen einen Bruttostundenlohn von einheitlich 16 Euro durchsetzen. Eine Schlichtung lehnt die Gewerkschaft ab, weil die Positionen bislang zu weit auseinander liegen. Nach Darstellung der Arbeitgeber macht die Verdi-Forderung Lohnaufschläge von etwa 30 Prozent aus.

Flughafen-Chef will Streikrecht einschränken

Der Chef des Flughafens Köln/Bonn, Michael Garvens, plädierte angesichts des Ausstandes für neue Gesetzesregelungen für Streiks an Flughäfen. "Ich fordere eine Gesetzesinitiative für kritische Infrastruktur, denn das sind ja die Flughäfen", sagte Garvens dem Sender n-tv. "Nämlich in der Art, dass bevor gestreikt werden darf, solche Streiks erst mal mit einem entsprechenden zeitlichen Vorlauf angekündigt sein müssen, dass zwingend Notdienstvereinbarungen vorher abgeschlossen werden müssen." Auch müsse vor einem Streik zwingend ein Schlichtungsverfahren stattfinden.

Scharfe Kritik an dem Streik übte erneut der Flughafenverband ADV. Dessen Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel erklärte in Berlin, Dauer und Umfang der Arbeitsniederlegungen seien "unverhältnismäßig und sprengen die Dimensionen eines Warnstreiks". "Gegenwärtig erleben wir eine große Rücksichtslosigkeit." Es sei "unverantwortlich, dass ein Tarifkonflikt, der das gesamte Sicherheitsgewerbe betrifft, nur an den Flughäfen ausgetragen wird."

Auch der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) kritisierte die Streiks. "Hier zerstört schon wieder eine Gewerkschaft die Reisepläne von zigtausenden Privat- und Geschäftsreisenden, weil sie ihre extremen Gehaltsforderungen mit aller Macht durchsetzen will", erklärte BTW-Präsident Michael Frenzel.

Lesen Sie in unserer Chronik alles über den zweiten Streiktag an den Flughäfen in Düsseldorf und Köln:

+++ 16:12 Uhr +++ - Entwarnung für das Wochenende: Die Sicherheitsleute an den Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn setzen ihren Streik nach zwei Tagen vorerst aus. "Am Wochenende werden wir nichts machen", sagte ein Verdi-Sprecher. Die Gewerkschaft wolle den Arbeitgebern, also den privaten Sicherheitsfirmen, die Chance geben, ein neues Tarifangebot vorzulegen.

+++ 15:56 Uhr +++ Bislang wurden in Düsseldorf am Freitag 131 Flüge abgesagt - 115 Abflüge, die teils ohne Passagiere starteten, und 16 Landungen.

+++ 15.34 Uhr +++ Der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) kritisiert die Streiks. "Hier zerstört schon wieder eine Gewerkschaft die Reisepläne von zigtausenden Privat- und Geschäftsreisenden, weil sie ihre extremen Gehaltsforderungen mit aller Macht durchsetzen will", erklärte BTW-Präsident Michael Frenzel.

+++ 15.20 Uhr +++ Ein halbes Dutzend gestrandeter Passagiere habe die vergangene Nacht auf Feldbetten im Düsseldorfer Flughafen verbringen müssen, erzählt eine Sprecherin.

+++ 14.59 Uhr +++ Im Streit um mehr Geld für das Sicherheitspersonal an den Flughäfen Düsseldorf, Hamburg und Köln/Bonn will die Gewerkschaft Verdi den Druck erhöhen. "Wir werden uns mit den Streikenden aus Nordrhein-Westfalen in der kommenden Woche koordinieren, um dem gemeinsamen Arbeitskampf eine neue Dimension zu geben", teilte der Hamburger Verhandlungsführer Peter Bremme mit. Die Tarifverhandlungen für das Sicherheitspersonal am Hamburger Flughafen treten auf der Stelle. Auch eine Gesprächsrunde am Freitag brachte nach Angaben der Gewerkschaft keine Lösung. Vorerst soll es aber keine neuen Streiks am Hamburger Flughafen geben.

+++ 14.50 Uhr +++ Die Düsseldorfer Bundestagsabgeordnete Sahra Wagenknecht (Die Linke) unterstützt die streikenden Sicherheitsleute: "Die Beschäftigten an den NRW-Flughäfen streiken völlig zu recht für faire Löhne. Denn fast 80 Prozent der Arbeitnehmer befinden sich in der untersten Lohngruppe und erhalten einen Stundenlohn, der  nur etwas über acht Euro liegt. Das ist viel zu wenig, um davon leben zu können."

Streik kostet Kölner Flughafen 250.000 Euro am Tag

+++ 14.32 Uhr +++  Der Streik hat Auswirkungen auf andere deutsche Airports. So wurden allein in Berlin-Tegel 18 Flüge gestrichen.

+++ 14.19 Uhr +++ Wird der Streik an den Flughäfen in NRW ein Thema für den Bundestag?  "Ich fordere eine Gesetzesinitiative für kritische Infrastruktur, denn das sind ja die Flughäfen", sagt Michael Garvens, Chef des Kölner Flughafens. Er will das Streikrecht einschränken lassen. Künftig solle nur noch nach Vorankündigung gestreikt werden dürfen.

+++ 14.01 Uhr +++ Die Flughäfen kämpfen nicht nur um ihr Image als zuverlässiger Reisepartner der Passagiere, es geht auch um viel Geld: Der wirtschaftliche Schaden für den Airport liege pro Tag zwischen 250 000 und 300 000 Euro, sagte Kölns Flughafen-Chef Michael Garvens dem Fernsehsender n-tv.

+++ 13:49 Uhr +++ Neue Zahlen vom Flughafen Köln/Bonn: 21 Abflüge und 16 Landungen wurden gestrichen. Bis 11.30 Uhr waren 39 Starts geplant – tatsächlich gab es aufgrund des Streiks nur 19. Insgesamt stehen heute 97 Starts und 98 Ankünfte auf dem Flugplan.

+++ 13.30 Uhr +++ Die Arbeitgeber sind immer noch empört über Verdis Forderung, was sich an folgenden Formulierungen zeigt: "unverhältnismäßig", „völlig überzogen", "jedes Maß verloren".

Verdi und Arbeitgeber verhandeln in Hamburg

+++ 12.42 Uhr +++ Die Tarifparteien blicken heute gespannt nach Hamburg, wo Verdi mit den Arbeitgebern über eine Tariferhöhung verhandelt. Die Gewerkschaft fordert dort einen Stundenlohn von 14,50 Euro für die betroffenen 600 Beschäftigten, die Arbeitgeberseite hatte zunächst 12,50 Euro angeboten. In Nordrhein-Westfalen liegt das Angebot der Arbeitgeber für die Flughäfen bei 13,50 Euro Stundenlohn, die Gewerkschaft fordert 16 Euro.

+++ 12.24 Uhr +++ Nicht alle finden Verdis Streik-Idee so richtig klasse. Gerade Geschäftsreisende üben vorsichtig Kritik:

<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Hey @<a href="https://twitter.com/_verdi">_verdi</a>, unbefristetet <a href="https://twitter.com/search/%23Streik">#Streik</a> androhen? Kifft ihr!? Andere Leute müssen auch ihr Geld verdienen, können das aber nicht ohne Reisen! <a href="https://twitter.com/search/%23FB">#FB</a></p>&mdash; Arne Hess (@arnehess) <a href="https://twitter.com/arnehess/status/294766073625079808">25. Januar 2013</a></blockquote>

<script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>

+++ 12.02 Uhr +++ Am Flughafen Düsseldorf versucht die Bundespolizei,  so viele zusätzliche Mitarbeiter wie möglich abzustellen, um die Streik-Ausfälle zu kompensieren. Deshalb ist das Chaos heute nicht ganz so groß wie gestern, als der Flughafen vom Streik überrascht wurde.

+++ 11.43 Uhr +++ Verdi hat angekündigt, dass die heutigen Streiks bis Mitternacht fortgesetzt werden sollen.

+++ 11.25 Uhr +++ Mehr zur Kenntnis: Die Besucherterrassen des Düsseldorfer Flughafens sind auch heute geschlossen.

+++ 11.09 Uhr +++ Über 130 Flüge sind am heutigen zweiten Streiktag schon ausgefallen. Der Flughafen Düsseldorf musste 102 Starts und fünf Landungen absagen, in Köln/Bonn mussten insgesamt 28 Flüge gecancelt werden.

Streik an NRW-Flughäfen

 

"Streiks schaden dem Luftverkehr in erheblicher Weise"

+++ 10.54 Uhr +++ Michael Garvens, Chef des Flughafens Köln/Bonn, hält nicht viel von dem Streik des Sicherheitspersonals: „Es kann nicht sein, dass die Flughäfen immer wieder zur Kulisse von Tarifkonflikten werden, nur weil die Auswirkungen von Streiks dort am größten sind. Das trifft jedes Mal zigtausende Passagiere und schadet dem Luftverkehr in erheblicher Weise.

+++ 10.28 Uhr +++ Verdi macht weiter Druck auf die Arbeitgeber. "Wir können hier eine Riesenwelle machen", erklärte ein Gewerkschaftssprecher, "Wir hoffen nur nicht, dass das sein muss."

+++ 9.59 Uhr +++ Wie gestern schon starten auch heute in Düsseldorf Maschinen ohne Passagiere. Die Fluggesellschaften versuchen so, das Chaos in Grenzen zu halten. So können die Maschinen wenigstens am Zielort wieder Passagiere aufnehmen und weitertransportieren.

+++ 9.43 Uhr +++  Erst vergangenen Freitag hatte das Sicherheitspersonal des Hamburger Flughafens gestreikt. Dort waren 63 von 176 geplanten Flügen abgesagt worden.

+++ 9.29 Uhr +++ Passagiere müssen bei einem Streik zwar längere Wartezeiten hinnehmen, haben aber unter Umständen Anspruch auf Entschädigungen. Alles zu diesem Thema steht hier: Streiks an Flughäfen – was Passagiere jetzt wissen müssen

Flughafen Düsseldorf versorgt Wartende mit Infos und Trinkwasser

+++ 9.12 Uhr +++ Bilanz des bisherigen Streiktags: 80 ausgefallene Flüge in Düsseldorf, lange Schlangen an den Kontrollen und - zumindest offiziell - kein neues Angebot der Arbeitgeber.

+++ 8.57 Uhr +++ Auch am Flughafen Köln/Bonn macht sich der Streik wieder bemerkbar: Von den insgesamt 97 Abflügen am Freitag sind 14 gestrichen, von den geplanten 98 Landungen ebenfalls 14. Aktuell ist in den Terminals nur jeweils eine Kontrollspur geöffnet.

+++ 8.39 Uhr +++ Die Gewerkschaften drohen damit, den Streik auszuweiten:  Auch unbefristete Streiks seien möglich, bekräftigte Verdi-Verhandlungsführerin Andrea Becker. Zudem werde überlegt, den Arbeitskampf Anfang nächster Woche auf das gesamte Sicherheitsgewerbe auszuweiten. "Da könnten auch sensible Bereiche wie die Bahnhöfe und der Objektschutz betroffen sein." In der Bewachungsbranche arbeiten allein in NRW 34 000 Menschen.

+++ 8.27 Uhr +++ Zum Hintergrund: Die Gewerkschaft Verdi will mit dem Streik ihre Forderung nach Lohnaufschlägen von 30 Prozent für die Sicherheitsbranche durchzusetzen. Die Sicherheitsunternehmen lehnen die Lohnforderungen bisher ab. Verdi habe für die Fluggastkontrolleure eine angebotene Tariferhöhung von über 9 Prozent ausgeschlagen, argumentierten die Arbeitgeber. Eine Lohnsteigerung von 30 Prozent würde zum massiven Abbau von Arbeitsplätzen führen, hieß es.

24.000 Passagiere sollten heute von Düsseldorf aus fliegen

+++ 8.11 Uhr +++ Der Düsseldorfer Flughafen informiert seine Passagiere auf seiner Website und unter der Telefonnummer 0211 / 421-0.

+++ 7.41 Uhr +++ "Wartende Fluggäste werden am Airport regelmäßig über die aktuelle Sachlage informiert und mit Trinkwasser versorgt", verspricht der Düsseldorfer Flughafen auf seiner Homepage. Ein rotes Laufband informiert dort über den aktuellen Streik.

+++ 7.30 Uhr +++ Wer um 7.30 Uhr von Düsseldorf nach Hamburg fliegen wollte, hat Pech: Der Lufthansa-Flug gehört zu denen, die annulliert wurden. Auch Flüge nach Berlin, Stuttgart und München fallen am Freitag Morgen aus.

+++ 7.23 Uhr +++ Der Flughafen Düsseldorf erwartet für Freitag 24 000 abfliegende Passagiere, wie es in einer Mitteilung hieß. Viele von ihnen müssten mit Wartezeiten und Ausfällen rechnen.

Lange Warteschlangen an den Kontrollen im Flughafen Düsseldorf

+++ 7.14 Uhr +++ Der Flughafen Köln/Bonn hat eine Hotline für Passagiere eingerichtet, die vom Streik betroffen sind. Die Nummer: 02203-404000.

+++ 7.00 Uhr +++ Der Streik des Sicherheitspersonals an den Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn sorgt am zweiten Tag in Folge für Ausfälle und Verspätungen. Am Freitagmorgen bildeten sich bereits wieder längere Warteschlangen an den Kontrollen. Der Arbeitskampf soll bis zum Abend dauern.

+++ 6.10 Uhr +++ Von den Streiks betroffen sind Flüge, die in Düsseldorf oder Köln/Bonn starten. Landungen dort sind hingegen nicht beeinträchtigt, wie Twitter-Nutzer Salvador_DD feststellt:

<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>NACH Düsseldorf klappt also.... (@ Flughafen Dresden (DRS)) <a href="http://t.co/U32HC0lJ" title="http://4sq.com/14g0VNS">4sq.com/14g0VNS</a></p>&mdash; Salvador_DD(@salvaDDor) <a href="https://twitter.com/salvaDDor/status/294673503091822592">25. Januar 2013</a></blockquote>

<script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>

+++ 5.28 Uhr +++ Seit anderthalb Stunden läuft der Streik wieder, und  in Köln/Bonn sind die Auswirkungen bereits zu spüren. Twitter-Nutzer Philipp Kraft berichtet:

<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Flughafen Köln, 2 Sicherheitskontrollen offen, Schlange aktuell etwa 60m. <a href="https://twitter.com/search/%23CGN">#CGN</a> Streik Flughafen</p>&mdash; Philipp Kraft (@PhilippKraft) <a href="https://twitter.com/PhilippKraft/status/294662916668547072">25. Januar 2013</a></blockquote>

<script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>

Streik an NRW-Flughäfen

Urlauber und Geschäftsreisende müssen sich auch am Freitag wegen eines Streiks des Sicherheitspersonals an den Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn auf zahlreiche Flugausfälle gefasst machen. Die Gewerkschaft Verdi rief ihre Mitglieder dazu auf, die Arbeit an den Security-Checks der beiden Airports am Freitag erneut ruhen zu lassen. Die Gewerkschaft will mit den Arbeitsniederlegungen ihrer Forderung nach höheren Löhnen Nachdruck verleihen.

Streik sorgte am Donnerstag für Chaos an Flughäfen

Reiserecht
Streiks an Flughäfen – was Passagiere jetzt wissen müssen

Erst Schnee, jetzt das: Passagiere müssen wegen des Streiks von Sicherheitsmitarbeitern an den Flughäfen Köln und Düsseldorf mit etlichen Flugausfällen rechnen. Ein Experte für Reiserecht erklärt, was Betroffene jetzt wissen müssen.

Am Donnerstag brachte der Streik die beiden Flughäfen aus dem Takt - bis zum späten Nachmittag fielen insgesamt 200 Flüge aus. In Düsseldorf seien 147 der geplanten 530 Flüge gestrichen worden, sagte ein Flughafensprecher. Vor allem innerdeutsche Flüge und Europa-Verbindungen fielen aus - die Langstreckenflüge konnten abgefertigt werden. Passagiere müssten sich vor den Personenkontrollen auf Wartenzeiten von zwei Stunden und mehr einstellen.

Die Gewerkschaft Verdi will Lohnaufschläge von 30 Prozent für die 34 000 Beschäftigten im Sicherheitsgewerbe in NRW durchsetzen: "Wir wollen diesen gesamten Bereich aus dem Niedriglohnsektor herausholen", sagte Verdi-Sprecher Günter Isemeyer. Rund 400 Beschäftigte seien im Streik, die Beteiligung liege bei 90 Prozent. (rtr/dpa)



Kommentare
29.01.2013
11:26
Am Wochenende kein Streik am Flughafen Düsseldorf - Verdi macht Pause
von Rustystar | #36

Wenn in Frankreich die ALDI-Verkäuferinnen streiken, blockieren dort die Bauern aus Solidarität mit ihren Traktoren die Autobahnen. So und nur so funktioniert das.

Hier aber werden Streikende als Geiselnehmer bezeichnet. Hier verlangt man, sollten Lehrer mal streiken, dass sie dieses in den Ferien tun. Hierzulande darf Streik niemandem schaden. Vor allem nicht der Wirtschaft und dem Kapital. Dafür wird schon gesorgt. In einschlägigen Medien und auch von der politischen Seite her. Hier werden wir Alle gegeneinander ausgespielt.

Tatsache ist, in diesem Land wird mit dem Grundrecht auf Streik sehr sorgsam umgegangen. Man kennt nicht immer alle Beweggründe, die eine bestimmte Gruppe von Arbeitnehmern zum Streik führen. Aber ich bin mir sicher, immer sind diese Gründe berechtigt.

Ich bin quasi immer solidarisch mit den hier streikenden. Auch dann, wenn ich persönlich dadurch mal verspätet in den Urlaub fliegen würde. Ein Streik MUSS weh tun! Was denn sonst?

27.01.2013
19:46
Am Wochenende kein Streik am Flughafen Düsseldorf - Verdi macht Pause
von Kathie1980 | #35

Ich finde die Forderung von Verdi einfach nur dreist und total überzogen. 16 Euro für eine Arbeit, die jeder Vielflieger nach 10 minütiger Einweisung locker bewältigen könnte. Außer der Person hinter dem Monitor ist für diesen Job keine wirkliche Fähigkeit oder Intelligenz Voraussetzung. Die Sätze "haben sie Flüssigkeiten oder Laptop, machen sie bitte den Gürtel ab und ziehen sie die Jacke aus" etc. ist meines Erachtens nach genau so wenig Bildung notwendig wie für das durchwühle. Von Taschen und das abtasten von Passagieren. Also Leute, seid doch froh, dass ihr so einen lockeren Job habt und vergleichbar viel verdient. Und das ohne komplizierte Berufsausbildung, Studium etc. Ich finde, man sollte diesem Wachdienst kündigen und 1 Euro Jobber von der Arbeitsagentur einsetzen. Die sind vermutlich zuverlässiger und froh, so einen Job zu bekommen. Über die Vorstellung einiger Menschen und über die Art und Weise, wie diese durchgesetzt werden sollen, kann ich wirklich nur den Kopf schütteln

26.01.2013
20:10
Am Wochenende kein Streik am Flughafen Düsseldorf - Verdi macht Pause
von M0703 | #34

Verdi nimmt die Reisenden als Geiseln...,

26.01.2013
14:38
Am Wochenende kein Streik am Flughafen Düsseldorf - Verdi macht Pause
von M0703 | #33

Eine absolute Frechheit die sich VERDI und die Mitarbeiter von Kötter hier erlauben. 20.000 Reisende müssen die Launen einiger Gewerkschaftsfunktionäre ausbaden. Mir fehlen echt die Worte hierfür, unglaublich. Und wenn diese Leute auf Ihr Fehlverhalten hingewiesen werden, fühlen diese sich noch komplett im Recht. Das Streikrecht muss hier massiv eingeschränkt werden.

26.01.2013
12:08
Am Wochenende kein Streik am Flughafen Düsseldorf - Verdi macht Pause
von GregoryHouse | #32

Immer diese "Neiddebatten"... Fußballer mit Millionen-Gehältern werden bejubelt, Banken werden Steuergelder hinterher geschmissen. Aber wenn ein "ungelernter Arbeiter" (das sind Politiker und Sportler übrigens auch) für ein paar Euro streikt, wird der Frisör um die Ecke ins Spiel gebracht, der sich ja schließlich auch gerne ausbeuten läßt. Das ehemals stolze Deutschland mutiert zum Buckelland. Arm!

26.01.2013
11:09
Am Wochenende kein Streik am Flughafen Düsseldorf - Verdi macht Pause
von Dortmunder11 | #31

Komisch dass alle einen Stundenlohn von 16€ für das Sicherheitspersonal fordern. Gibt aber viel mehr Berufe wo noch mehr Verantwortung zu leisten ist z. B. Pflegekräfte. Da kriegt auch keiner so einen hohen Stundenlohn außer dem öffentlichem Dienst natürlich.
Die Verdi kämpft nur noch da für die Arbeitnehmer wo auch eine Berichterstattung in den MEdien zu erwarten ist.

25.01.2013
19:52
Am Wochenende kein Streik am Flughafen Düsseldorf - Verdi macht Pause
von wkah | #30

Die Aufgabe des Sicherheitspersonals war eigentlich mal eine Aufgabe die in der Hand der Bundespolizei lag - eigentlich immer noch liegt.
Wie man hier an vielen Beiträgen erkennen kann, reicht für diese Aufgabe aber ein IQ der knapp über einem Stück Brot liegt.

Wer entdeckt da einen Widerspruch............................

25.01.2013
19:21
#26 Hohe Anforderungen ?
von popeye2 | #29

Können Sie mir mal erklären, warum die Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnisses eine hohe Anforderung ist ? Kostet 5 Minuten Arbeit und schon wird es zugeschickt.
Oder halten Sie es für eine hohe Anforderung ohne Einträge und Vorstrafen durchs Leben zu kommen ?
Die Leute sollen ruhig mehr verdienen, dann soll aber auch an der Qualifikation gearbeitet werden.

25.01.2013
19:17
Am Wochenende kein Streik am Flughafen Düsseldorf - Verdi macht Pause
von Udit | #28

Rausschmeißen die Assis!
Die kämpfen doch nicht um mehr Lohn, sondern die feiern Karneval auf Kosten der Allgemeinheit! Sofort Polen einstellen und diese Faulpelze zu Aldi!

25.01.2013
18:55
Am Wochenende kein Streik am Flughafen Düsseldorf - Verdi macht Pause
von Juelicher | #27

Die 9 Euro halte ich auch für deutlich zu wenig, aber 16 Euro für eine Anlerntätigkeit?
Was sollen denn dann Menschen mit normalen Ausbildungen verdienen?
In vielen Dienstleistungsberufen mit dreijährigen Ausbildungen träumen die Leute von derartigen Verdiensten.
Man kann natürlich auch für einfache Tätigkeiten recht hohe Einkommen bezahlen, wie es teils in skandinavischen Ländern geschieht. Dann muss der Normalbürger aber auch bereit sein, etwa beim Friseur oder im Restaurant das mehrfache zu bezahlen. Es würde zu massiven Preissteigerungen in vielen Bereichen kommen.

Aus dem Ressort
„Phlegmatische Aktenhaltung“
Gericht
Per Telefonverkauf waren von 2008 bis August 2012 Tausende Kunden geworben worden, die für 49 Euro monatlich an bis zu 200 Internet-Gewinnspielen pro Monat teilnehmen sollten. Laut Anklage hat der 26-jährige Chef die Firma aber von Anfang an ausbluten lassen, Einzahlungen von fast einer Million Euro...
Düsseldorf empfängt die Weltmeister
Fußball-Nationalmannschaf...
DFB-Fußballer trainierten am Montagabend vor 45 000 Fans in der ausverkauften Stockumer Arena. Einen großen Auflauf gab es aber schon vorm Hyatt-Hotel am Mittag, als die Spieler der Reihe nach eincheckten. Ein Fest für Autogrammjäger.
Der Drache tanzt in Düsseldorf
Fest
Das Reich der Mitte rückt in den Blickpunkt: Das 4. Düsseldorfer Chinafest präsentiert sich am Samstag, 6. September, unter dem Motto: „Der Drache tanzt in Düsseldorf“. Auf dem Marktplatz rund um das Jan-Wellem-Denkmal reihen sich rote Pagodenzelte aneinander.
Mehrere Zeugenhinweise auf vermissten Essener (21)
Vermisst
Seit rund einer Woche wird ein 21-jähriger Essener vermisst. Der geistig behinderte Mann war am 24. August aus seiner Wohnung verschwunden. Nun haben sich mehrere Zeugen gemeldet. Sie gaben an,Duy Linh VUin Düsseldorf gesehen zu haben. Die Polizei aber konnte ihn bislang nicht finden.
Polizei ermittelt wegen Fahrerflucht
Kriminalität
Um 20.15 Uhr war der 33-Jährige auf dem Gehweg der Corneliusstraße zu Fuß in Richtung Bilker Allee unterwegs. In Höhe einer dortigen Spielothek (Hausnummer 101), unweit der Kreuzung zur Bilker Allee, kam zu diesem Zeitpunkt ein Auto aus einer Tiefgaragenausfahrt. Nach Angaben des 33-Jährigen habe...
Fotos und Videos
Rockerkrieg in NRW
Bildgalerie
Bilderchronik
Saisoneröffnung
Bildgalerie
Fortuna
NRZ Leser auf der Kirmes
Bildgalerie
Hinter den Kulissen
St. Sebastianus feiert
Bildgalerie
Schützen