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Wo soll das bloß enden?

15.07.2008 | 20:33 Uhr

Da stockt dem Bürger der Atem: 10 % Aufschlag beim Gaspreis zum 1. 7. - nun weitere mindestens 10 % mehr zum 1. 10. - Unfassbar!

Gas, Strom, Diesel und Benzin: Die Preisspirale dreht sich rasant und immer nur in die eine Richtung: nach oben! Allein die Gebühren bei Wasser und Müll sind in Dortmund noch stabil. Kein Trost für viele zigtausend Haushalte, die längst am Limit wirtschaften. Die Energiekosten fressen sie auf, die zweite Miete geistert als Schreckgespenst durch Wohnungen. Die bange Frage: Wo soll das alles bloß enden?!

Niemand wird sie zurzeit beantworten können. Auch nicht wollen. Denn die Antwort wäre unangenehm. Dabei kann man der DEW21 keinen Vorwurf machen. Die Stadtwerke-Tochter ist - bei allem Respekt - ein winziges Licht auf dem Markt der Energieversorger. Die Musik wird an der internationalen Öl-Börse gemacht. Nationale Branchenriesen wie RWE, E.on und EnBW stimmen ein. Und schließlich auch die örtlichen Versorger, die sich von der Preisentwicklung unmöglich abkoppeln können.

Natürlich wird jetzt wieder das Argument kommen, DEW müsse die Preise nur erhöhen, um den Flughafen und den ÖPNV quer zu subventionieren. Mit Verlaub: Das ist Quatsch. Würde das Unternehmen seine Gewinne nicht im Konzern abführen - die Energiepreise wären keinen Cent niedriger.



Kommentare
17.07.2008
03:09
Wo soll das bloß enden?
von Klaus Lohmann | #1

Mit Verlaub: Das ist Quatsch.

Mit Verlaub: Das ist ebenso Quatsch. Das Unternehmen führt seine Gewinne in ein non-profit-orientiertes Konstrukt namens Stadt ab. Die Abschreibungen dienen der Kostenreduzierung, die Investitionen der Fördermittel-Bespassung.

Eine Kommune, die auf diese Weise ihre Zwänge sprengen will und dabei jegliche Wirtschaftslichkeits-Grundsätze zugunsten eigener Geld-Geilheit opfert, landet spätestens seit heute wie Hagen auf dem Lachmeyer-Thron.

Die bange Frage: Wo soll das alles bloß enden?!

Es endet bei der Erkenntnis, dass wir in den letzten 50 Jahren satt über unserem Produktions-Einsatz gelebt, während andere Länder nicht zu jammern, sondern zu klotzen gelernt haben.

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