Wenn Bruder Jakob auf Bach trifft
23.02.2010 | 16:44 Uhr 2010-02-23T16:44:00+0100
Dortmund. Wenn der „Bruder Jakob” auf Bach trifft, wenn Anthony Perkins aus „Psycho” dem Phantom der Oper begegnet, wenn bei klassischer Musik auch mal herzhaft gelacht werden darf, oder wenn das Publikum „klassisch verführt” wird, dann müssen „Salut Salon” auf der Bühne stehen.
Am 28. April und 8. mai sind "Salut Salon" im Casino Hohsyburg zu Gast. Nachdem sich Angelika Bachmann (Geige), Iris Siegfried (Geige), Sonja Lena Schmid (Violoncello) und Anne von Twardowski (Klavier) in ihrer Heimatstadt Hamburg in den letzten Jahren einen Namen gemacht haben, setzt das charmante Quartett nun an, musikalisch die Welt zu erobern. Kaum ein TV-Journal, das nicht über den norddeutschen Exportschlager berichtet, kaum ein Konzert, das nicht ausverkauft ist, so wie das „Comedia”-Theater in Köln. Für die drei Konzerte gab es innerhalb kürzester Zeit keine Eintrittskarten mehr.
In bislang einzigartiger Weise schaffen die vier technisch perfekten Musikerinnen den Spagat zwischen Klassik und Pop, zwischen interpretatorisch ausgereifter Wiedergabe der Stücke und einer für Klassik außergewöhnlichen Leichtigkeit. Das alles mit einer Prise Humor, die das Publikum schnell ansteckt. Hier darf auch im Konzertsaal herzhaft gelacht werden, was die vier Musikerinnen ebenfalls tun - und das auch über sich selbst.
Schon zu Beginn großes Kino
Schon zu Beginn des Konzertes großes Kino, wenn die vier in klassischem Schwarz auftretenden Damen Melodien aus „Das Boot” mit James Bonds „Goldfinger”, Horst Tapperts „Derrick” oder „Thriller” von Michael Jackson verschmelzen lassen. Und sie haben großen Spaß an der Musik, daran, das Publikum „klassisch zu verführen”, so der Titel des aktuellen Programms. Dabei lassen die Vier nur einen Mann auf die Bühne, und das ist Oskar, eine Handpuppe, der Herzensbrecher, der Verführer, der „Don Juan”.
Was die Welt bisher noch nicht wusste und auch das Publikum in Staunen versetzte: das Volkslied „Bruder Jakob” ist das Ur-Motiv der abendländischen Musikgeschichte. Und das zeigt das Quartett unverzüglich an Bachs „Air”, Mozarts „Zauberflöten-Ouvertüre” oder an Strauss' „Also sprach Zarathustra”. Zudem beeindrucken Salut Salon mit einer akrobatischen Zugabe, wenn die beiden Geigerinnen temperamentvoll vorführen, wie man einen „Pas de Deux” auf zwei Geigen tanzen kann. Von diesem powergeladenen Quartett lässt man sich gerne verführen. Immer wieder.
Zwei Konzerte in Dortmund
Am 28. April und 8. Mai sind „Salut Salon” im Casino Hohensyburg. Dortmund Tickets: 26 und 32 Euro zzgl. Gebühren. Info: http://www.salutsalon.de
14:50
Aber schöne Möpse hammse.
18:48
Also ich habe vor ein paar Tagen einen Radioausschnitt gehört und möchte dazu nur folgendes sagen: Wären es 4 Herren anstatt 4 Damen, wären sie von der Presse zerrissen worden.
Nur wenigen , ich erinnere an den Meister Eugen Cicero, dessen Sohn ja leider auch nur ein jämmerlicher Abklatsch der Klasse seines Vaters ist, gelang es, den schmalen Grat zwischen gekonnter Interpretation und einfallsreicher Improvisation zu beherrschen. Hier gelingt meiner Meinung nur eines: gestylte Frisuren mit Haargel und gutem Aussehen, welches sich bekanntlich ja gut vermarkten lässt, trifft miserabel interpretierte und intonierte Klassik, tut mir Leid.