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Weniger Unfälle, aber mehr Tote auf der Straße

08.02.2010 | 19:05 Uhr
Weniger Unfälle, aber mehr Tote auf der Straße

Dortmund. Alkohol, Drogen, überhöhte Geschwindigkeit, nicht angeschnallt - das sind die Hauptursachen für tödliche Verkehrsunfälle in Dortmund. Um dem entgegenzuwirken, hat die Polizei ihre Kontrollen um 27 Prozent auf 61 423 Maßnahmen erhöht – was sich in der Unfallstatistik 2009 niederschlägt.

Die hat sich in Dortmund im Vergleich zum Vorjahr aus Sicht der Polizei erfreulich entwickelt. Damit liegt Dortmund im Landestrend. Auf dem Stadtgebiet wurden 1912 Unfälle mit Personenschaden notiert. 150 weniger als noch 2008 (-7 Prozent). Die Zahl der Verunglückten ist ebenfalls rückläufig und hat von 2490 auf 2380 (- 4 Prozent) abgenommen. Dass jedoch vier Menschen mehr (14) als im vergangenen Jahr ihr Leben auf Dortmunds Straßen lassen mussten, trübt die Bilanz.

„Ziel unserer Maßnahmen, wie Gurtkontrollen und Geschwindigkeitsmessungen, war und ist es, die Verunglücktenzahlen zu senken. Das ist uns gelungen. Leider fahren immer noch viele Menschen trotz widriger Witterungsbedingungen mit unangepasster Geschwindigkeit”, sagte Rainer Schieferbein, Leiter der Verkehrsinspektion. Dies treffe insbesondere auf die Autobahn zu. Auf den vom Dortmunder Polizeipräsidium betreuten Abschnitten starben im vergangenen Jahr 17 Menschen, was jedoch einen Rückgang von elf Todesfällen bedeutet.

Die Polizei führt die insgesamt positive Entwicklung sowohl auf die Erhöhung ihrer Kontrollen zurück als auch auf ihre präventiven Maßnahmen. Die Verkehrserziehung im Schulunterricht sowie die Gesundheitsuntersuchungen für Senioren hätten in beiden Bereichen Erfolg gezeigt. So sank die Zahl der verunglückten Kinder um 24 auf 224 (-10 Prozent) und die der Senioren um 19 auf 240 (- 7 Prozent). Die Zahl der Unfälle junger Erwachsener zwischen 18 und 24 Jahren, die die Polizei als besonders risikobereit und gefährdet einschätzt, ist mit 429 nahezu konstant geblieben. Auch für die Zukunft hat Rainer Schieferbein angekündigt, mit demselben hohen Personalaufwand für mehr Sicherheit auf den Straßen zu sorgen: „Grundsätzlich muss jeder in Dortmund damit rechnen, wegen überhöhter Geschwindigkeit sanktioniert zu werden.”

Gregor Boldt

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