Weniger Autos landen am Haken
20.10.2009 | 18:40 Uhr 2009-10-20T18:40:00+0200
Die Autofahrer wird's freuen: in Dortmund wird weniger abgeschleppt. Waren es im vergangenen Jahr noch 3878 Fahrzeuge, die meistens wegen Falschparkens am Haken hingen, sind es in diesem erst 2470 – Stand 20. Oktober –, die im Auftrag der Stadt abgeschleppt wurden.
„Die 3800 werden wir wohl nicht mehr erreichen, auch wenn der Weihnachtsmarkt mit vielen Besuchern erst noch kommt”, sagt Andreas Rieck, stellvertretender Leiter der Verkehrsüberwachung.
Im Jahr 2007 mussten noch 4655 Fahrzeuge beim Abschleppdienst ausgelöst werden, in den Jahren 2006 und 2005 waren es sogar bis zu 6000. Den Abwärtstrend erklärt Andreas Rieck einerseits mit singulären Großereignissen wie Loveparade und Fußball-WM, die 2006 und 2008 zu hohen Zahlen geführt haben sowie einer veränderten Philosophie bei der Stadt. „Wir lassen jetzt nur noch abschleppen wenn es wirklich notwendig ist und belassen es öfter bei einem Knöllchen.” Eine Entwicklung, die auch Ralf Widliczek, Geschäftsführer des gleichnamigen Abschleppdiensts, beobachtet hat: „Die Aufträge der Stadt sind gesunken. Aber unser Schwerpunkt liegt sowieso bei Pannen und Unfällen.”
Doch weit unter 3800 wird die Zahl der am Haken hängenden Autos wohl nicht sinken. Schließlich sieht der Haushaltsplan der Stadt bis 2012 genau diese Anzahl pro Jahr vor. Ohnehin arbeitet das Ordnungsamt bei Abschleppmaßnahmen nur mit einem Kostendeckungsgrad von knapp über 50 Prozent.
Keine Gnade bei Verkehrsbehinderungen
Bei aller Augenzudrückerei, keine Chance auf Gnade haben Autofahrer, die ohne Berechtigung auf einem Behinderten-Parkplatz stehen, eine Feuerwehr-Zufahrt oder die weiß schraffierte Sperrfläche einer Straße zuparken. Sie haben dann mindestens mit einer Verwarnung von 25 bis 35 Euro, einer Verwaltungsgebühr von 67 Euro und den Abschleppkosten von 45 bis 70 Euro zu rechnen. Die können jedoch steigen, je nachdem, wann der Abschleppdienst beauftragt wurde. „Nachts ist es teurer als am Tag, am Wochenende kostet es mehr als werktags”, erläutert Andreas Rieck.
Während 3800 Fahrzeuge im Namen der Stadt abgeschleppt werden, ist die Polizei etwas häufiger Auftraggeber. Bis Ende September diesen Jahres waren es nach Angaben von Polizeisprecher Wolfgang Wieland bereits 3397 Autos, die nach Unfällen und Sicherstellungen nach Straftaten sowie zur Gefahrenabwehr abgeschleppt wurden. Hier liegt die Verwaltungsgebühr jedoch bei 117 Euro.
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