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Turm wird sicher, Glocken sind verkauft

28.11.2007 | 12:45 Uhr

Ein möglicherweise grün berankter Turm wird in einigen Jahren zum Blickfang von Autofahrern und Fußgängern an der Kreuzung Born-/Jägerstraße. Denn die Natur und wilder Efeu werden einen Weg finden.

Zurzeit ist der Turm komplett eingerüstet. Sicherheitsarbeiten sind notwendig geworden, damit keine herab fallenden Steine Passanten verletzen. Nach Prüfung des Mauerwerks, das zum Teil aus Sandstein und im unteren Teil aus Ziegelstein besteht, soll der Turm durch ein doppeltes, grob- und engmaschiges Netz verkleidet werden. Dieses Netz soll verhindern, dass möglicherweise weitere Steine herausbröckeln. Der Turm der Friedenskirche soll so dauerhaft gesichert werden, wie es heißt. Und grün werden, weil über kurz oder lang Efeu empor rankt.

Voraussichtlich in der ersten oder zweiten Dezember-Woche sollen die fünf Bronzeglocken ausgebaut werden, teilte Superintendent Paul-Gerhard Stamm auf Anfrage mit. Die Glocken wurden an die etwas über 1000-Seelen-Gemeinde Arfeld ins Wittgensteiner Land verkauft. Die Evangelische Gemeinde will sie weiter nutzen. Dies bestätigt Pastor Horst Spillmann.

Eine Spende von vielen Dortmundern

Die Arfelder Hartgussglocken haben nämlich ausgedient. Ganz aktiv sei die Gemeinde dabei, das Geld für Kauf, Transport und Einbau zusammen zu bekommen. Spillmann dämpft die Erwartungen: "Erst frühestens im Sommer werden sie läuten".

Dortmunds Gemeindeglieder haben 1998 ebenfalls für das Geläut gespendet, wie eine Marmortafel am Turm zeigt: Eine Liste von Spendern, die 500 DM und mehr zur Verfügung gestellt hatten. Redakteur Alex Völkel, der 2006 den Turm besichtigt hatte, hielt das "Spendenbarometer - Glocken für Johannes" im Bild fest, das im Turminnern aufbewahrt wird.

Das Johanneszentrum wurde am 30. Juni 2006 geschlossen. Grund waren Brandschutzauflagen. Rund 100 000 Euro hätte deren Erfüllung gekostet. Der damalige Kirchenkreis scheute diese Investition, denn es war unklar, ob das Zentrum langfristig überhaupt erhalten bleibt. Johanneszentrum und Turm der früheren Friedenskirche wurden den Vereinigten Kirchenkreisen zurückgegeben.

Einige Zeit suchte die Evangelische Kirche einen Investor für das Gelände um den Kirchturm, vergeblich. Zwischendurch war überlegt worden, das nicht unter Denkmalschutz stehende Wahrzeichen abzureißen. Jetzt haben sich die Kirchenkreise für den Erhalt entschieden.

Von Joachim vom Brocke

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