Todesfahrt ohne Führerschein: Milde Strafe
21.04.2008 | 00:17 Uhr 2008-04-21T00:17:41+0200Am 23. Oktober 2007 brach für Familie Nelz die Welt zusammen: Dominik (25), ihr Sohn und Bruder, starb bei einem tragischen Verkehrsunfall. Verursacht von einem Autofahrer, der gar nicht am Steuer hätte sitzen dürfen - weil er keinen Führerschein hatte. .
... Das milde Urteil: eine Bewährungsstrafe von neun Monaten und 200 Stunden Sozialarbeit. Der 28-Jährige musste bereits in der Vergangenheit eine Geldstrafe zahlen, weil er ohne Fahrerlaubnis durch die Gegend fuhr. Diese Tatsache und das unermessliche Leid, das der Autofahrer über die Familie brachte, ließen die Emotionen hochkochen. "Eine Familie ist zerstört. Und ein Kind zu verlieren, sich noch nicht einmal von ihm verabschieden zu können, das ist das Schlimmste, was einem zustoßen kann", sagte Amtsrichter Sebastian Hans, selbst Familienvater, bewegt.
Mutter schrie im Saal:
"Haben Sie Kinder?"
Kurz zuvor war die Mutter des toten Motorradfahrers aus dem Saal gestürzt und hatte in Richtung Richtertisch laut gerufen: "Wissen Sie, wie das ist? Haben Sie Kinder?"
Mit besonnenen Worten versuchte Richter Hans zu erklären, warum sich das Schöffengericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft anschloss. "Wir haben Strafmessungskriterien, an die sich ein Gericht halten muss." Natürlich sei strafschärfend zu bewerten, dass der Mann keinen Führerschein hatte. Doch dürfe man nicht außer Acht lassen, dass hier eine Fahrlässigkeit vorliege. Kein Vorsatz. "Es war ein Fahrfehler mit schrecklichen Folgen. Aber einer, der jedem passieren kann", erklärte Verteidiger Rainer Köper in seinem Plädoyer. Der Mann am Steuer hatte das getan, was man nie tun sollte, was aber "in 99 Prozent der Fälle gut geht", so Richter Sebastian Hans: Er hatte sich gestikulierend mit seiner Beifahrerin unterhalten, war abgelenkt. Dann bog er von der Germaniastraße in Marten links ab auf einen Firmenhof - und übersah dabei den ihm entgegenkommenden Motorradfahrer, der laut Gutachter mit 64 km/h eine Spur zu schnell fuhr.
Seit jenem Tag ist für Familie Nelz nichts mehr so, wie es war. Die Mutter macht sich schwere Vorwürfe, da sie ihrem Sohn das Motorrad geschenkt hatte. Sie ist seitdem arbeitsunfähig, ihre Tochter in psychologischer Behandlung. Sämtliche Versuche des Autofahrers, Kontakt zu ihnen aufzunehmen oder sich zu entschuldigen, wehren sie ab. Eine Tragödie, unter der auch der Autofahrer selbst leidet: Nach dreiwöchigem Klinikaufenthalt wegen einer "posttraumatischen Belastungsstörung" wird er jetzt ambulant weiterbehandelt.
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23:09
Noch nebenbei erwähnt...die Begründung des Richtersdas hätte jedem passieren können, klar, Unfälle passieren leider....aber dieser Mensch hätte ja nun mal nicht am Steuer sitzen dürfen. Somit ist die Begründung ad absurdum geführt. Als Besitzer eines ordentlichen deutschen Führerscheins, noch dazu nüchtern, hätte sich jeder deutsche Staatsbürger wohl wegen fahrlässiger Tötung verantworten müssen. Manche sind im deutschen Recht eben gleicher als andere.
22:55
Oft fahre ich an der Unfallstelle vorbei, da ich nur ein paar Straßen entfernt wohne...Jedesmal, wenn ich mit meinen Kinder dort vobeifahre, stockt mein Atem. Auch habe ich Sie, liebe Frau Nelz, schon einige Male an dieser Stelle gesehen. Jedesmal war ich erschüttert....was Sie erleiden ist unermesslich. Um so unglaublicher empfinde ich das Urteil für den Verursacher...Mir fehlen die Worte, das kann nicht Recht sein!
20:56
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20:50
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18:50
Da hier willkürlich einfach ganze Beiträge gelöscht werden, werde ich nicht nur hier - der Westen - keinerlei Beiträge mehr einstellen, sondern schlichtweg diese Internetdomäne nicht mehr anklicken. Dazu werde ich aus Protest weder die NRZ noch die WAZ konsumieren!
Mein Beitrag war aufrichtig, unpolitisch und ohne jeden Tadel! Einzig wurden von mir Roß & Reiter benannt, was hier - der Westen - nicht erwünscht ist. Aber selber einen auf Pressefreiheit machen!
Soviel zum Thema Meinungsfreiheit im Jahre 2008 in Deutschland! Was nicht passt, wird passend gemacht - oder gelöscht! Aber damit löst Ihr auch die vorhandenen Probleme nicht...
Lasst Euch belügen, betrügen, in´s Gesicht schlagen, bespucken und erntet Hohn & Spott, aber selber habt Ihr nicht die Traute Euren Mund aufzukriegen! Nicht mit mir....
13:39
Leider sieht unsere Rechtssprechung keine Möglichkeit vor, gegen dieses Urteil Berufung oder Revision einzulegen. Einzig der Weg an oder über die Öffentlichkeit ist die einzigste Maßnahme die Missstände in unserer Rechtsprechung und/oder Rechtssystem aufzuzeigen. Dominik ist nicht das erste und angesichts dieses Urteils auch sicherlich nicht das letzte Opfer. - Wenn dieser Artikel auch nicht mehr auf der Startseite zu sehen ist und die Vermutung aufkommt, dass auch Verantwortliche in Politik, Gericht usw. Angst haben könnten - ICH HABE KEINE ANGST !
Es ist mir wohl bewusst, dass ich meinen Sohn nicht zurückbekomme und die Sehnsucht nach ihm (heute sind es 185 Tage), die Trauer und diese Wut über die erfahrene Ungerechitgkeit lassen mich schier verzweifeln. Aber eben dieser Weg über die Öffentlichkeit ist der einzigste, um wenigstens anderen Mütter dieses unerträgliche Los zu ersparen. Darum bitte ich um weitere Unterstützung und Hilfe, damit sich diese Wogen nicht allzu schnell glätten und dieser Fall in Vergessenheit gerät.
Ich liebe meinen Sohn sehr und bin es ihm einfach schuldig und ich weiss genau, was er sagen würde: Wenn es auch am Ergebnis nichts ändert, Mama, mach das - schon aus Prinzip
11:21
Hallo Ute
Kann gegen das Urteil keine Berufung eingelegt werden? Oder Revision? Hab da keine Ahnung.
Du hast mein volles Mitgefühl.
So ein A..... darf weiterhin sein Unwesen treiben und wer weiß was als nächstes passiert.
Traurig, traurig.
wünsche dir viel Stärke
02:28
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