Telekom schickt Mahnungen an verstorbene Mutter
05.11.2009 | 19:16 Uhr 2009-11-05T19:16:00+0100
Dortmund. Marvin Niehues ist auf die Telekom nicht gut zu sprechen. Im Juni verstarb seine Mutter – aber das Bonner Unternehmen schickte dennoch weiter Mahnungen. Warum? Sie hatte die Meldung über das Ableben der Frau schlichtweg vergessen.
Marvin Niehues ist auf die Telekom nicht gut zu sprechen. Im Juni dieses Jahres verstarb die Mutter des Dortmunders – aber nicht für den Telefonanbieter.
Nachdem er die vielen Formalitäten erledigt hatte, die mit einem solchen Trauerfall verbunden sind, den Haushalt aufgelöst und die Wohnung abgegeben hatte, fand Marvin Niehues im Juli endlich die Zeit, auch die Telekom schriftlich über das Ableben seiner Mutter zu informieren. Am 21. Juli ging das Fax mit der Sterbeurkunde und der Bitte um Kündigung des Anschlusses bei dem Unternehmen ein.
Kündigung erst zum 1. Januar 2010
Was jedoch die Telekom nicht daran hinderte, weiterhin eine Rechnung zu schicken und einer Kündigung erst zum 1. Januar 2010 zuzustimmen. Obwohl ersichtlich war, dass von dem Anschluss der Verstorbenen kein Gespräch geführt worden war. „Ich habe danach mehrmals mit der Hotline telefoniert, aber dort war niemand in der Lage, mein Problem zu lösen”, ärgert sich Marvin Niehues. Bezahlt hat er die Rechnungen nicht.
Kosten von mehr als 200 Euro
Zwischenzeitlich waren Kosten über rund 200 Euro aufgelaufen. Mahnungen trudelten ein. Am 5. August gab es erneut ein Gespräch zwischen ihm und der Telekom, wie ein Sprecher des Unternehmens der WR bestätigte. Dabei sei auch der entscheidende Fehler begangen worden: „Wir haben den Anruf zwar festgehalten, aber leider wurde der Bitte um Änderung der Kundendaten nicht entsprochen. Dafür entschuldigen wir uns”, so der Sprecher. Mit anderen Worten: die Telekom hat's vergessen.
Das Rechnungswesen sei ein komplett automatisierter Vorgang mit 30 Millionen Schreiben, die monatlich an die Kunden geschickt werden. Das System greife sich die Adressen aus dem vorhandenen Datensatz heraus, wenn der nicht aktualisiert werde, könne es so zu dieser „peinlichen Sache” kommen. Mittlerweile sei der Fehler jedoch behoben, die Kundendaten geändert und das Konto rückwirkend zum Juli aufgehoben. Die Mahnungen sind gegenstandslos.
13:22
Ich wundere mich doch gerade schon sehr, dass diese Zeitung hier ein so grosses Theater um den Fehler der Telekom macht.
Ja sicherlich, ist dieser Fall für den Betroffenen nicht ganz so schön.
Ich frage mich nur, warum die WAZ sich diesem Thema annimmt???
Die Bericht im „Lokalzeit meiner Zeitung (die zum WAZ-Verlag/Konzern oder wie auch immer gehört) enthalten Fehler über Fehler, Fehler jeglicher Art.
Und ich zahle (noch) für meine Zeitung. Aber jede Ausgabe ist ein Grund mehr dieses nicht mehr lange zu tun.
Also frage ich mich gerade??? Sollten Sie wirklich so ausführlich über einen Fehler anderer Berichten??????
02:05
dass die Telekom ein satter, arroganter und unfähiger Saftladen ist.
Nö. Ich kenne keinen anderen ITK-Provider, der momentan einen so umfassenden, kompetenten und schnellen Service bietet. Beispiele?
- Selbstverschuldetes Kappen des Telekom-Erdkabels im Garten -> anderthalb Stunden nach meinem Anruf an einem Samstag vormittag(!!) steht ein Gruppenleiter vor mir, repariert den Bruch notfallmäßig und am nächsten Montag morgen ist ein normaler Servicetrupp da, der den Schaden dann richtig repariert.
- Tarifwechsel trotz falscher Anschlußdaten -> Einmal dort angerufen, bitte, bitte, ich brauch den Anschluß geflötet, vom Service nach einer knappen Stunde zurückgerufen worden, Daten für einen Übergangsanschluß bekommen, läuft. Den Rest der falschen Rechnungsdaten am Tag darauf ohne Stress geklärt.
- Einrichten eines Telefon-/Internet-Zweitanschlusses in einer anderen Stadt ohne Zusatzkosten auf die normale Rechnungsadresse -> einmal dort angerufen, 2 Std. gewartet, funzt.
Das waren jetzt nur einige von vielen Beispielen, wo mir Telekom-Mitarbeiter persönlich, freundlich, kompetent und auch unbürokratisch geholfen haben. Und deshalb wird die Telekom auch weiterhin die 3 Euro fuffzich, die deren Anschluss monatlich gegenüber den völlig hilf- und ahnungslosen Billigheimern mit ihren psychotischen Strukkis mehr kostet, verdientermaßen bekommen.
Der Rest der bundesdeutschen Kundschaft mag sich weiterhin an BLÖD-orientierten Schlagzeilen ergötzen (bei der Schweinegrippe funzt das ja auch) und jegliche Störung des eigenen Denkbetriebs den kapitalistischen Großkonzernen anlasten - ich zahle gern gutes Geld für gute Produkte und Leistung.
17:39
Die Gewichtung liegt in diesem Beitrag nicht darin, dass hier eine kleine Panne publiziert wird, sondern alleinig darin, dass die Telekom ein satter, arroganter und unfähiger Saftladen ist.
Schreiben Sie mal einen Beschwerdebrief an die Telekom - sie werden staunen. Es wäre naiv zu glauben, dass eine Beantwortung stattfindet, auch wenn sie noch so oft darum bitten.
Telekom-Mitarbeiter werden erst dann wieder wach, wenn Stellen abgebaut werden müssen.
Aber weit gefehlt wenn jemand ernsthaft glaubt, dass mich hier auch nur ein Funken von Mitleid treffen würde - Sattheit gepaart mit Arroganz ist etwas widerliches !
13:33
Es ist schon in Ordnung, wenn sollche Vorfälle medienöffentlich gemacht werden. Offenbar reagiert der Telekom-Tanker nur noch auf solche Berichte.
Wir alle sollten froh sein, dass die Medien solche Vorfälle aufgreifen und so unsere Interessen vertreten, wenn wir selbst mal von solchen Problemen betroffen sind.
12:08
Über die Telekom könnt ich auch Romane schreiben. Und ich gehe nicht davon aus, dass dies ein Einzelfall ist.
Die Post hat es vor einien Jahren geschafft meinem damals 2-jährigen Sohn aufzufordern doch Postaktien zu kaufen.
10:00
Das dies ein Aufhänger für die Presse war, ist doch damit erklärbar, dass mal wieder die TELEKOM Mist baut.
Natürlich sind zig Kunden dort, die betreut werden müssen, aber letztendlich kann fast jeder, der mal versucht hat, telefonisch Änderungen zu erreichen oder sogar schriftlich diese einsendet von Problemen berichten. Sollte man dann sogar noch Internet und Telefon bei der TELEKOM haben, ist man doppelt gedeppt. Da weiß nämlich die eine Hand nicht, was die andere Hand macht. Von fehlenden Zuständigkeiten ganz zu schweigen. Aber Hauptsache die Callcenter haben den Durchblick...
Ich könnte Romane schreiben. Ich hoffe dies liest mal ein Zuständiger der Geschäftsleitung, dann können sie ja mal erforschen, warum so viele Kunden wechseln. Hängt nicht nur mit dem Preis-Leistungsverhältnis zusammen. Wir sind zur Telekom gewechselt, da wir gerne alles in einer Hand haben wollten und davon ausgegangen sind, dass durch Service-Stellen in den Städten Fachpersonal vorhanden ist, die bei Problemen helfen. Das hätten wir uns sparen können. Teures Lehrgeld!
08:35
mhmmm.... mein Vater bekam auch
ein Jahr nach seinem Tod noch eine
Glückwunschkarte zum Geburtstag
von seinem Hausarzt.
07:58
Eine ähnliche Geschichte:
Nachdem meine Mutter vor einem Jahr gestorben ist, habe ich dies der Telekom mit Vorlage der Sterbeurkunde mitgeteilt und den Anschluss gekündigt. Kurz darauf kam ein Schreiben addressiert an meine Mutter: Wir bedauern, daß Sie unsere Leistungen nicht mehr in Anspruch nehmen möchten ....
21:19
Shit happens. Na und?
20:55
Spass mit der Telekom habe ich auch:
Für August 2009 bekam ich eine Rechnung, die auch gleich von meinem Konto abgebucht wurde:
0,02€.
Nur: ... Ich bin schon seit mehr als einem Jahr nicht mehr Kunde der Telekom!
:-(