Tausende zeigen Flagge gegen Rechts
06.09.2009 | 18:53 Uhr 2009-09-06T18:53:00+0200
Mehrere tausend Menschen - so viele wie seit Jahren nicht - haben am Samstag in der Westfalenmetropole eindrucksvoll gezeigt: „In Dortmund ist kein Platz für Nazis!”
Überschattet wurden die friedlichen Proteste gegen die rechtsextreme Kundgebung allerdings durch Krawalle, angezettelt durch einige linksautonome Gruppen.
Dabei ging das dezentrale und sehr kreative Konzept der demokratischen Kräfte in dieser Stadt auf. Wegen der rund 30 Veranstaltungen durften die 700 Nazis unter strengen Auflagen nur eine stationäre Kundgebung auf dem Park-and-Ride-Parkplatz an der Speestraße durchführen. Sieht man einmal davon ab, dass einige Hundertschaften den Bezirk um den Parkplatz am Hafen hermetisch abriegelten, nahmen die Bürger kaum Notiz von der Kundgebung, die um 16 Uhr endete.
Zwölf Verletzte bei Tumulten
Wie die Polizei mitteilte, wurden bei den Auseinandersetzungen zehn Polizeibeamte verletzt sowie zwei Bürger. Einer davon Grünen-Politiker Mario Krüger, der beschwichtigend eingreifen wollte. Dabei wurde er von Linksautonomen angegriffen und verletzt. Er erlitt eine Platzwunde auf der Nase.
Die Stadt protestierte friedlich von Dorstfeld bis Brackel - mit den unterschiedlichsten Aktivitäten, mit Talk, Fahrrad-Corso, Straßenfesten, Musik und einem Friedensfest zum Abschluss des ereignisreichen Tages. Vor über 5000 Menschen auf dem Friedensplatz war Live Aid-Initiator Bob Geldof der umjubelte Top Act. Auf dem Zentralen Omnibus-Bahnhof kamen laut Polizei rund 3000 Gegenprotestler zusammen, im Gerichtsviertel etwa 2100. Hier sorgte die Band „Deichkind” für beste Unterhaltung.
Einmal mehr wurde deutlich, dass ein solcher Tag die Stadt in einen Ausnahmezustand versetzt. 4000 Polizisten verhinderten das Aufeinandertreffen von Links und Rechts. Dazu das dröhnende Geknatter eines Polizeihubschraubers in der Luft, Straßenzüge undurchdringlich abgesperrt. Wasserwerfer gingen in Stellung.
Bewegungsorientierte Jugendliche
Vor allen Dingen am Hauptbahnhof gab es stundenlang kaum ein Durchkommen, da die Polizei ihn wegen der An- und Abreise der Neonazis abriegelte. Hunderte Reisende kamen mit Verspätung an ihre Ziele. Zudem lieferten sich die Linksautonomen ein Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei. 300 Personen wurden in Gewahrsam genommen, darunter 12 Rechte.
„Auch wenn durch die dezentralen Veranstaltungen eine gewisse Zersplitterung stattgefunden hat, so kann man doch von einem Erfolg sprechen”, sagte Friedrich Stiller, Sprecher des Aktionskreises gegen Rechtsextremismus. „Wir benötigen aber ein Angebot für die vielen bewegungsorientierten Jugendlichen”
20:30
Aussteiger Frank Försterling weiß, worüber Neonazis reden, wenn sie unter sich sind: über Gewalt, über Rechtsrock, über ihre Verehrung Hitlers. Und das alles hinter der scheinbar biederen Fassade. Gegenüber tagesschau.de legt er offen, was bei NPD und der Neonazi-Szene tatsächlich läuft.
und
Fast 14.000 rechtsextreme Straftaten
Nach vorläufigen Angaben des Bundesinnenministeriums hat es 2008 fast 14.000 rechtsextreme Straftaten gegeben, darunter 735 Gewalttaten. Bei diesen Angriffen verletzten rechtsextreme Angreifer 773 Menschen. Damit liegen die Werte deutlich über denen des Rekordjahres 2006.
Frank Försterling war mehr als fünf Jahre in der organisierten Neonazi-Bewegung äußerst aktiv, bei Aufmärschen, Infoständen und Konzerten dabei, er fotografierte politische Gegner. Bei der NPD mischte der Hamburger auch mit. Diese sei in der Hansestadt sowie in vielen anderen Landesverbänden klar nationalsozialistisch ausgerichtet, so Försterling. Dies gelte auch für den Hamburger Landeschef, den Anwalt Jürgen Rieger, der aber lediglich nach außen als Galionsfigur diene. Organisatorisch mache Rieger gar nichts, sagt der Aussteiger im Gespräch mit tagesschau.de. Die Fäden im Hintergrund ziehe ein langjähriger Neonazi-Kader, der sich selbst als SA-Mann bezeichne - außerhalb der Szene weiß kaum jemand von ihm.
Alles nachzulesen auf
http://www.tagesschau.de/inland/rechtsextremismus2.html
Alles klar ?
23:08
Der Ausnahmezustand sah so aus: Ja wo laufen sie denn? Laufen gar nicht, stehen neben der EDG am Hafen. Auch gut, lasse mal, passt schon. Gibt ja lecker Musik hier und nette Leute. Schöner Abend in der City. Prost Herr Wachtmeister.
21:40
@#22 jcm
Wieso Rohrkrepierer? Immerhin wurde die nationale Versammlung vor dem Bundesverfassungsgericht im Rechtskampf erstritten und durchgeführt.
Eine Idee bewegte Dortmund - unsere Idee. Monatelang war das Thema in den Medien und schaue mensch sich allein die Berichterstattung zum 05.09.2009 in Dortmund an. (WAZ et al)
Dazu hat sich die Linke und die Antifa mal wieder richtig vorführen lassen in dem sie den offenen Konflikt mit der Polizei suchte. Trotz der moderaten Berichterstattung der Medien - DAS kriegt die Antifa nicht mehr gebogen - sie hat ihr wahres Gesicht linker Gewaltexzesse überdeutlich gezeigt. Welch bedauerlicher Zufall, dass dann noch der Fraktionsvorsitzende der Grünen in Dortmund - als einer der Einlader der Gegendemonstranten - so richtig was von den Linksautonomen auf die Nase bekam. (WDR-Bericht)
Und - für die neuerlichen Rechtsbeugung des Polizeipräsidenten die nationale Demo - obwohl weit vor allen anderen Versammlungen angemeldet - als stationäre Veranstaltung an den Stadtrand zu verbannen, dafür kommt noch was - der nationale Antikriegstag 2010 ist bereits angemeldet und wird als Demo durch die Stadt führen.
Und - jcm - mensch sollte nicht alles glauben, was die Medien schreiben: Am 1.Mai haben die Nazis den DGB nicht angegriffen - sie wollten nur zeigen, dass sie da sind und haben dadurch provoziert- ein Angriff sieht anders aus und hat andere Folgen - und - der 5.9.2009 war kein Erfolg der Demokraten aber ein Debakel für die Linken und ein Tag im Ausnahmezustand für Dortmunds Bürger/innen.
19:13
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18:13
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17:41
Muahahahahhh, guter Brüller dokterchen! Ab und zu seid ihr ja doch noch zu was gut...
Schlauheit in Verbindung mit diesem - für jeden einigermaßen Gebildeten ersichtliche - Dumpfbackentum zu bringen, wer soll denn sowas überhaupt ernst nehmen?
Diese Versuche, doch noch etwas erbauliches aus dem gestrigen Rohrkrepierer zu ziehen, nehmen ja nachgerade groteske Züge an!
P.S.: Sorry, aber den Lacher konnte ich mir nicht verkneifen, werdense ja wohl Verständnis für aufbringen können - oder?!
16:59
@#20
Die jungen Nazis sind schlau wie die Füchse und sie können das an deren Gesichtern auch erkennen - die schauen einfach deutlich schlauer als die geistig minderbemittelten linksradikalen Chaoten der Antifa, die - dumm wie sie nun mal sind - auch gerne den Konflikt mit der Polizei suchen.
16:23
ich möchte mich für die gute polizeiarbeit bedanken. ich lehne jede form der gewalt ab, ob von rechts oder von links. hatte große schwierigkeiten zu unterscheiden.die jugendlichen sahen irgendwie alle gleich verkleidet aus. vorher weiß ich,daß augenscheinig linksautonom, nicht doch ein verkleideter neonazi darin steckt?
13:58
Ein Dank nochmal an alle couragierten Bürger, die mit mannigfaltigen Aktionen Flagge gezeigt haben!
Aber es gibt noch weitere Zeitgenossen in dieser Republik, welche Angst und Schrecken unter der Bevölkerung auslösen - und dass auf einer wesentlich höheren Ebene! Die Instrumente eines Überwachungsstattes, die bislang installiert wurden (sofern nicht vom BVerfG zurückverwiesen!)oder noch werden sollen, werden bislang nahezu widerstandslos hingenommen.
Zeit, da etwas am Rad zu drehen: Am näxten Samstag, 12. 9. 09, findet in Berlin die 2. Demo unter dem Motto: FREIHEIT STATT ANGST! -STOPPT DEN ÜBERWACHUNGSWAHN!
statt!
Neben bundesweit eingesetzten Sonderzügen ( http://www.foerderdaten.de/fsa ) fahren von NRW aus auch Sonderbusse dorthin (http://www.foebud.org ) .
Lasst uns denen da oben durch noch mehr Masse als schon beim 1.mal zeigen, was wir von ihrem Mißtrauen uns gegenüber halten!
jcm - derzeit in B
11:50
mhhhh 12 verletzte durch die lieben linken und kein risen aufschrei zu errinnerung 1 verletzter durch rechte am 1 mai riesen wirbel deutschland weit quasi!
schon komisch.....