Überstunden für den „kleinen Carlos“
16.08.2012 | 18:24 Uhr 2012-08-16T18:24:00+0200
Hörde. Der portugiesische Szene-Wirt aus Benninghofen eröffnet seine erste Filiale in Hörde. Aber mit Verspätung.
„Carlos“ macht Überstunden – und zwar im Baugewerbe, das er eigentlich mal erlernt hat. Der Szene-Wirt aus Benninghofen eröffnet seine erste Filiale im Hörder Bahnhof. Aber die ist noch nicht fertig, obwohl am Sonntag schon eine kleine Vorab-Eröffnung gefeiert wurde.
Es ist das letzte der neuen Geschäfte, die sich im umgestalteten Hörder Bahnhof ansiedeln. Es ist noch dazu das kleinste. Aber viele „Carlos“-Fans im Dortmunder Süden erwarten es dennoch mit großer Spannung. Seit acht Jahren ist der portugiesische Wirt Carlos Couto an der Benninghofer Straße eine feste Größe für alle, die in bester Laune – und nicht selten umgeben von hungrigen BVB-Profis – an den gemütlichen Tischen portugiesische Küche probieren.
Der neue, der „kleine Carlos“ im Hörder Bahnhof – ganz oben mit direktem Zugang von der Hörder Brücke – wird etwas ganz anderes werden. Hier wird es das beliebte Hähnchen piri piri und einige andere Spezialitäten nur zum Mitnehmen geben. Die erste Filiale des Wirts ist ein kleiner Imbiss. Borussen wird man hier höchstens mal in Eile antreffen.
Die Eröffnung der ersten Filiale des erfolgreichen Wirts war eigentlich schon für diese Woche geplant. Am Sonntag hatte es bereits eine kleine „interne Feier“ gegeben. Da die BVB-Profis zu diesem Zeitpunkt gerade im Supercup in München verloren, musste die Zusammenkunft ohne einige der Stammgäste abgehen. „Aber einige der Spielerfrauen waren da“, erzählt Carlos Couto.
Aufgetischt wird nun endgültig ab Montag, 20. August. Bis dahin müssten noch einige Kleinigkeiten erledigt werden, erklärt der Wirt. Hier noch ein Regal stellen, da noch ein Problem mit den Kühlkapazitäten lösen. Dass die verschobene Eröffnung mit einem übereifrigen Rauchmelder zu tun haben könnte, der gleich beim ersten Probelauf Fehlalarm auslöste, verneint Carlos. „Es geht nur noch um Kleinigkeiten.“
Geöffnet wird der „kleine Carlos“ künftig täglich außer sonntags – und zwar von 11 bis 21 Uhr. Der Wirt schätzt, dass über seine neue Theke in Hörde weitaus mehr Hähnchen gehen werden als über den Grill am Stammsitz in Benninghofen. Dort grillen Carlos und sein Team „300 Hähnchen à 52 Wochen im Jahr“. Dass er angesichts solcher Zahlen längst „Hähnchenkönig von Dortmund“ genannt wird, daran hat sich der quirlige Portugiese gewöhnt.
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