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Schüler und SPD fordern: Nazis raus!

21.08.2007 | 07:40 Uhr

Dorstfeld. Der Widerstand gegen den geplanten Aufmarsch der Rechtsradikalen in Dorstfeld wächst. "Raus mit den Neonazis" fordern der SPD-Ortsverein Unterdorstfeld und die Martin-Luther-King-Gesamtschule.

Die Schulsprecher Jan Friedrich und Ann-Christin Schmitt verstehen nicht, dass Nazis wieder eine Bühne für ihre rassistische und aggressive Ideologie haben sollen. Wer "Nie wieder Krieg, nach unserem Sieg!" rufe, dürfe nicht am Antikriegstag in Dortmund demonstrieren, heißt es in einem offenen Brief an Polizeipräsident Hans Schulz. Die Gesamtschule, seit elf Jahren als "Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage" gegen rechte Umtriebe engagiert, fühlt sich durch einen Nazi-Aufmarsch "belästigt und angegriffen". "Wir wollen nicht, dass Mitschüler und ihre Familien verängstigt werden und Dorstfeld den Namen einer Nazi-Hochburg erhält", heißt es in dem Schreiben.

Die SPD Unterdorstfeld stützt den Widerstand ihres Ratsvertreters Peter Borris gegen die Demonstration. "Wir haben schon genug Ärger mit Rechtsradikalen gehabt", erinnert die Vorsitzende Gerda Haus an die jüngste Zusammenrottung im Schulte-Witten-Park, die sie als "Probe für den Ernstfall am 1. September" interpretiert. "Wir haben alle noch in schlechter Erinnerung, wie miserabel die Polizei am 1. Mai auf die Radikalen reagiert hat", so Haus. "Uns reicht es schon, die rechten Horden von weitem zu sehen und ertragen zu müssen", sagt Schriftführer Rüdiger von Chamier. Statt Dorstfelds Zentrum "von der Außenwelt abzuriegeln", sollten Busse die Nazis dorthin bringen, "wo sie keine Unruhe stiften können", fordert Kassierer Detlef Münz.

Von Klaus Brandt

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