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Schokolade für China

03.02.2010 | 18:29 Uhr
Schokolade für China

Brünninghausen. Besuch aus China, genauer gesagt aus Tianjin, einer Millionenmetropole südöstlich von Peking, ist in der Gesamtschule Brünninghausen zu Gast.

Die Anfrage, um einen Austausch ins Leben zu rufen, kam vor gut eineinhalb Jahren aus Tianjin. Nachdem im März vorigen Jahres neun Schüler und zwei Lehrer der Gesamtschule nach China reisten und der Austausch sehr gut klappte, beschloss man diesen im Wechsel fortzuführen. Auch wurde im Zuge der Kontakte eine China-AG ins Leben gerufen, die Sprache und Umgangsformen den Kids näher bringen soll.

Diesmal machten sich 19 Schüler und zwei Lehrer der Nankai Highschool auf den Weg, um für vier Tage in Dortmund einen Zwischenstopp einzulegen, bevor es dann weiter nach Amsterdam, Brüssel, Paris, Trier und Frankfurt geht.

Nach der Aufteilung in die Gastfamilien am Sonntagabend, stand am Montag zunächst eine Begrüßung in der Aula und eine Schulführung auf dem Programmplan.

Im Anschluss an das Mittagessen in der Mensa, wurde im Rahmen einer Stadtrundfahrt die Westfalenmetropole erkundet. Abends ging es dann noch zum Bowling.

Höhepunkt für die chinesischen Austauschschüler war der Ausflug am Dienstag nach Köln.

Neben der Dom-Besichtigung blieb in besonders schöner Erinnerung auch ein Abstecher in das Schokoladenmuseum, weil viele bis dato die Süßware noch ein Fremdwort war. "Das Schokoladen-Museum war für unsere Gäste eine Sensation. In China kennt man keine Schokolade", erklärt Madita (16), die Yeuning (16) bei sich Zuhause aufnahm.

Madita fügt grinsend hinzu: "Unsere Gäste haben sich richtig eingedeckt und teilweise für 70 Euro Süßigkeiten eingekauft".

Verständigt habe man sich per Englisch oder mit Händen und Füßen, erklärt Melissa Katthöfer (16), die sich mit Hang (16) gut verstanden hat.

"Ich hab auch mal Spaghetti mit Tomatensauce für Hang gemacht. Nur Käse und Milch kannte und mochte sie nicht", blickt Melissa zurück.

Auch befremdlich für die weit gereisten Gäste war das Trinken des Leitungswassers. "Ich musste Feng Yan Jun überreden, damit sie sich Wasser aus dem Hahn zu trinken".

Auf jeden Fall war auch dieser Austausch ein voller Erfolg. "Die Beziehungen werden weiter ausgebaut. Im nächsten Jahr fahren wir wieder hin", sind sich die Koordinatoren Dagmar Kantert und Tom Otto sicher.

Und: „Nächste Woche kommen schon die Italiener", sagt Dagmar Kantert als Koordinatorin für den Schüleraustausch – nach dem Austausch ist benen vor dem Austausch. . .

Thilo Kortmann

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