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Nadelöhr B236 wird weiter ausgebaut

17.01.2010 | 17:27 Uhr

Holzen. Dass es enge Verbingungen zwischen Holzen und Schwerte gibt, stellte Heinrich Böckelühr (CDU), Bürgermeister der Nachbarstadt, gleich zu Beginn seiner Rede beim Neujahrempfang der Interessengemeinschaft Holzen aktiv fest.

Nicht nur die gemeinsame Telefonvorwahl verbinde Ruhrstädter und „Beute-Dortmunder”, wie Böckelühr die Holzener scherzhaft nannte. Auch verkehrstechnisch ziehe es viele aus dem Dortmunder Süden gen Ruhrstadt. Und die können auf ein Ende des Dauerstaus auf der B236 ab Tunnel Berghofen bis zur Autobahnauffahrt der A1 hoffen.

„Der Landesbetrieb Straßen.NRW ist beauftragt, das letzte Teilstück zu planen”, verriet Böckelühr vor rund 50 Anwesenden. Doch der Bürgermeister trat gleich auf die Euphoriebremse. Denn von heute auf morgen sei der Ausbau auf vier Spuren nicht zu stemmen. Nach der erneuten Planungsphase werde der Entwurf im Februar fertig sein. Dann folge eine Informationsveranstaltung für die betroffenen Anwohner, bis Ende diesen Jahres soll Planungssicherheit bestehen.

Die Bauarbeiter rücken voraussichtlich Anfang 2011 an. „Wir müssen mit anderthalb bis zwei Jahren Bauzeit rechnen”, vermutet Böckelühr. Und mit weiteren Verkehrsbehinderungen in dieser Zeit. Das sei aber das kleinere Übel angesichts der Staus zu Stoßzeiten – was die Holzener wohl ähnlich sehen. Es gab Applaus.

Und noch ein Verkehrsproblem lag den Holzenern am Herzen: die Busverbindung nach Schwerte. „Die ist leider nicht besser geworden, seit die VKU vor fünf Jahren Strecken in Schwerte übernahm. Hier müssen wir zusammenarbeiten”, appelierte Böckelühr. Heißt: Auch die Dortmunder müssen das Thema auf die Tagesordnung ihrer politischen Gremien bringen.

Viel Lob gab es von Böckelühr für die „hoch attraktive” Nahversorgung in Holzen. „Hier haben wir Nachholbedarf. Viele Westhofner fragen deshalb: Warum klappt das nicht bei uns?” Nicht nur der Vorstand der Interessengemeinschaft und anwesende Parteimitglieder hörten das im voll besetzten Saal der Gaststätte Haus Ledendecker mit einer gewissen Genugtuung.

Und auch einen kleinen Seitenhieb auf die Dortmunder Kommunalpolitik konnte sich CDU-Mann Heinrich Böckelühr, der mit über 50 Prozent gewählt wurde, nicht verkneifen: „Ob es ein kleines Superwahljahr geben wird, dass müssen Sie unter sich klären.” Damit war das Thema aber auch vom Tisch. Keiner der Anwesenden meldete sich dazu, weiteren Diskussionsbarf gab es offenbar nicht.

Wolfgang Maas

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