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Moschee soll in drei Jahren stehen

04.02.2010 | 18:24 Uhr

Hörde. Der Neubau des türklischen Gemeindezentrums in Hörde rückt in greifbare Nähe. Den ersten Spatenstich plant der Türkisch-Islamische-Kulturverein im kommenden Jahr. Eingeweiht werden soll das Projket Am Grimmelsiepen voraussichtlich im Jahr 2013.

„Der Kaufvertrag für das Gelände kann noch in diesem Monat unterschrieben werden”, sagt Udo Bullerdieck, Pressesprecher der Stadt. Die Vereinsmitglieder können nun aufatmen. Bis jetzt sind seit der ersten Planung immerhin acht Jahre ins Land gezogen, in denen der Verein viele Hürden nehmen musste.

Bis zum Baubeginn müssen noch umfangreiche Bodenuntersuchungen auf dem 5000 Quadratmeter großem Areal erfolgen, erklärt Architekt Isa Karatas. Zwar gibt es schon ein Gutachten, doch das sei nicht aussagekräftig genug, so der Architekt. Daher sei die derzeitige Bauzeichnung wohl nicht die letzte: „Wir haben mehrere Entwürfe und können schnell auf Änderungen reagieren”.

Rund 500 000 Euro hat der Verein schon bezahlt, für die Planung und Grundstücksanzahlung. Etwa 100 000 Euro müssen laut Ogün Arpaci, Vorsitzender des Türkisch-Islamischen Kulturvereins, noch fließen, bevor das Gelände Vereinsbesitz wird. Insgesamt koste das neue Gemeindezentrum 1,5 Millionen Euro. Eine Summe, die von dem 150 Mitglieder starken Verein allein aufgebracht werden muss. „Wir werden jetzt die Spendentrommeln rühren”, erklärt Ogpn Arpaci. Er hofft dabei auch auf Unterstützung aus anderen Vereinen und der aktiven Mitglieder, die sich mit ihren Familien auf rund 1000 Menschen summieren. Schon heute drängen sich an hohen Feiertagen bis zu 600 Gläubige in dem alten Gemeindezentrum an der Hermannstraße. Rund 2200 islamische Bürgerinnen und Bürger, schätzt Arpaci, leben im Einzugsbereich des Vereins, zu dem Aplerbeck und Hörde gehören

Nicht nur der Glaube soll in dem neuen Gemeindezentrum am Grimmelsiepen gepflegt werden. Die Vereinsmitglieder wollen mit dem Gebäude einen weiteren sozialen und kulturellen Mittelpunkt für ganz Hörde schaffen. Dabei setzen sie besonders auf gute Nachbarschaft. Auch wenn es viele Kritiker des Projektes gibt, ist die Welle der Solidarität ungleich größer, auf dem die 28 Jahre alte Gemeinschaft schwimmt. Dazu gehört auch der „Runde Tisch Grimmelsiepen”, dem über zehn Organisationen, Parteien und Kirchengemeinden angehören. Wie es weitergehen wird, mit dem Projekt soll daher auch dort diskutiert werden.

Susanne Meyer

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