Bürger unter Hochspannung
02.02.2010 | 18:30 Uhr 2010-02-02T18:30:00+0100Im Süden. Sie machen sich Sorgen um ihre Gesundheit und vor allem um die Gesundheit ihrer Kinder – weil sie fürchten, das der Elektrosmog unter den hohen Leitungsmasten krank macht.
Nun fordert die „Bürgerinitiative gegen die Gefahren von Hochspannungsleitungen” Aufklärung – will, dass das „organisierte Schweigen gebrochen wird”.
Reinhard Wegener und Thomas Guth, Sprecher der frisch gegründeten Initiative (wie berichtet) gehen jetzt in die Offensive: Sie haben einen Fragenkatalog für RWE Energy als Betreiberin formuliert und dem Versorger zugesandt. Bisher aber ohne Antwort, weiß Wegener im Vorfeld des nächsten Treffens am morgigen Donnerstag (4.)
Das wundert Wegener auch nicht wirklich: „Die Fragen sind brisant – da wird vor einer Antwort sicher sorgfältig geprüft”. Aber das sind die Fragen, die den Menschen südlich der Schneiderstraße in Kirchhörde, in Lücklemberg und in Wellinghofen auf den Nägeln brennen. Es geht um die möglichen Auswirkungen und Risiken der elektrischen und magnetischen Wechselfelder der Hochspannungsleitung Kruckel-Hörde für Menschen in angrenzenden Wohngebieten
Der Fragenkatalog gibt die unterschiedlichen Ängste der Anrainer wieder. Sie wollen wissen, ob es Pläne für einen Aus- oder Abbau der Leitung gibt, wie standsicher die Metallkolosse auch bei extremen Wettersituationen sind und welche Lebensdauer ihnen zugeschrieben wird. Sie fordern Informationen über die Stärke der elektrischen und magnetischen Wechselfelder und die Chancen, die Belastung für die Wohnräume unter der Leitung zu minimieren.
Weil die Anwohner außerdem die Häufung bestimmter Krankheiten in ihren Bereichen beobachtet haben, fordern sie Handlungsbedarf „bezüglich der Hochspannungsleitung in angrenzenden Wohngebieten” ein. kroe
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