Bauvorhaben stößt bei Anliegern auf Kritik
23.04.2010 | 18:29 Uhr 2010-04-23T18:29:00+0200Schüren. Der Spar- und Bauverein will an der Bergparte mit dem Architekturbüro Post und Welters ein Vorzeigeprojekt realisieren: einen Wohnmix für alle Generationen - familienfreundlich, komfortabel, energieeffizient. Doch Anlieger haben Vorbehalte.
Das wurde jetzt bei einem Infoabend im Ev. Gemeindehaus deutlich, zu dem Bezirksbürgermeister Sascha Mader (CDU) eingeladen hatte. „Es gibt noch keinen politischen Beschluss, sondern nur einen Flächennutzungsplan”, sagte Mader. Ein Bebauungsplan müsse noch von Bezirksvertretung und Rat abgesegnet werden.
Birgit Niedergethmann vom Planungsamt erläuterte, dass der Spar- und Bauverein als Bauherr eine Planung des Büros Post und Welters eingereicht habe, die nun die weitere Qualifizierung durchlaufe. Nach der Behördenbeteiligung und erneuter Offenlegung sei frühestens Mitte 2011 mit einem Satzungsbeschluss zu rechnen - falls es sehr schnell geht.
Zuvor hatte Architekt Norbert Post den Zuhörern, größtenteils Anwohner der Gevelsberger- und Schürener Straße, das Bauprojekt vorgestellt. 50 Wohneinheiten sollen nördlich des Sportplatzes des BSV Schüren auf 2,9 Hektar entstehen. Die Fläche gehört größtenteils dem Spar- und Bauverein, der Rest der Stadt. Falls die „Idee des generationsübergreifenden Quartiers” realisiert wird, sollen dort im nördlichen Teil barrierefreie Geschosswohnungen und im Süden Einfamilienhäuser entstehen, die der Spar- und Bauverein jeweils vermieten werde.
Aber: Das Projekt stößt bei Anliegern auf Vorbehalte. Eine dreigeschossige Bauweise plus Photovoltaik-Anlagen bedeute zehn Meter hohe Häuser in der Nachbarschaft. Dies sei so nicht hinnehmbar. Auch werde „die letzte grüne Wiese in Schüren zugebaut”. Es gebe in Schüren bereits Wohnungen und Häuser genug. Zudem: Es handele es sich um eine Feuchtwiese, die Bodenverhältnisse seien problematisch. Und auch das ist für Anwohner klar: Der Verkehr wird zunehmen.
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