Stüdemann will Kämmerer von Dortmund werden
04.01.2010 | 10:00 Uhr 2010-01-04T10:00:00+0100
Dortmund. Wer wird Dortmunds neuer Kämmerer? Der von OB Ullrich Sierau favorisierte Mülheimer Kämmerer Uwe Bonan hat abgewunken. Dafür hat Jörg Stüdemann seine Visitenkarte eingereicht, der das Amt seit der Abwahl von Kämmerin Uthemann kommissarisch leitet.
Das Rennen um den Posten des Kämmerers geht in die entscheidende Phase. Seit Donnerstag, 31. Dezember, ist die Bewerbungsfrist abgelaufen. Ein exakter Überblick, wieviel Interessenten ihre Visitenkarte eingereicht haben, war von Seiten der Verwaltung noch nicht zu haben. Offizielle Begründung: Man habe noch nicht alle Eingänge gesichtet.
Ex-Dortmunder Bonan hat sich nicht beworben
Fest steht aber: Jörg Stüdemann, der seit der Abwahl von Kämmerin Christiane Uthemann das Finanzdezernat kommissarisch leitet, hat sich in die Riege der Bewerber eingereiht. Keine Bewerbung abgegeben hat indes Uwe Bonan, Ex-Mitarbeiter der Dortmunder Kämmerei und seit März 2006 Kämmerer in Mülheim. Bonan stand in Rede, der Kandidat von OB Ullrich Sierau zu sein. Er wisse, dass sein Name im Gespräch war und freue sich, mit einem solch wichtigen Posten in Verbindung gebracht zu werden. „Aber ich habe hier in Mülheim ein vertrauensvolles Umfeld und möchte 2014 wiedergewählt werden”, sagte Bonan zur WR.
Kulturdezernent Stüdemann hat Unterstützer
Anders Stüdemann. Vom Rat zum Interims-Kämmerer bestellt, durfte sich der ansonsten für Kultur, Sport und Freizeit zuständige Dezernent schon früh eines Rückhaltes aus der Politik sicher sein. Nach einer Abstimmung im Parteivorstand ermunterte die SPD Stüdemann, den Posten dauerhaft zu besetzen. Er habe „in überzeugender Weise nicht nur die Aufgaben des Kulturdezernenten ausgefüllt, sondern sich auch als „kommissarischer Kämmerer hervorragend bewährt.”
Zuvor hatte sich sogar CDU-Oppositionschef Frank Hengstenberg aus dem Fenster gelehnt und angekündigt, die CDU werde die Bewerbung „wohlwollend begleiten.” Stüdemann möchte den zusätzlichen Posten freilich nur unter bestimmten Voraussetzungen: Er möchte das Kulturdezernent behalten, den Geschäftsbereich Freizeit mit einer Geschäftsführung ausstatten und hinkriegen, dass sich die Stadt-Töchter stärker an der Konsolidierung des städtischen Haushalts beteiligen. Und: Stüdemann drängt auf ein Dezernat für Personal und Organisation.
17:31
an @3, herr von rick1, wenn ich von der spd wäre, würde ich @2 auch beschimpfen, denn dann könnte ich auch nicht mehr.
17:22
@#3
Wenn Sie nicht mehr als dieses inhaltslose Alle sind doof schreiben können, warum posten Sie dann hier?
17:07
Tja.
Keine Ahnung, aber zu allem offenbar ne Meinung kann ich nur über meine Vorredner sagen...
12:06
Lieber Vaikl, ich stimme Ihnen unumwunden zu. Es braucht einen fähigen anderen, der sich nicht dem Dortmunder SPD-Klüngel verpflichtet fühlen muß. Die SPD hat doch eh keine Gestaltungsmehrheit mehr. Als Bonan hätte ich mich auch nicht beworben, wenn die Partei, die mich haben will, keine Mehrheit hat. Die SPD ist ein zahnloser Tiger geworden. Sierau hätte sofort auf eine Wiederwahl setzen müssen. Er trägt jetzt die Verantwortung! Stüdemann ist schon ein schlechter Kulturdezernent, da muß man ihn doch nicht auch noch zu einem schlechten Kämmerer machen.
21:40
sondern sich auch als „kommissarischer Kämmerer hervorragend bewährt.”
Ah ja. Und deswegen gabs von der Kommunalaufsicht als erstes Dankeschön für solch hervorragende Arbeit auch direkt die Androhung einer Haushaltssicherung auf die Zwölf, weil Stüdemann genauso chuzpig oder bräsig wie seine Amtsvorgänger/innen einfach ungesicherte Forderungen in den Nachtragshaushalt-Entwurf reinmogelte.
Hier muss dringend Jemand auf den Sessel, der anders als die Dortmunder Elite auch was von legaler kommunaler Haushaltsführung versteht.