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Städtische Mitarbeiter wollen 17,5 %

29.11.2007 | 20:21 Uhr
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Um mal im Bild zu bleiben: Springen die Personalvertreter der 10 000 städtischen Bediensteten jetzt auf den Zug auf, den die Lokführer-Gewerkschaft mit ihrer Forderung von 31 Prozent in Bewegung gesetzt hat? ...

... Denn die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi will mit dem Ruf nach einem Plus von 17,5 Prozent in die Tarifrunde 2008 gehen. Die Zahl ist ein Ergebnis einer Vertrauensleutevollversammlung, und sie ist die Forderung, die die Stadtverwaltung Dortmund den Verhandlungsführen von Verdi mit auf den Weg gibt. "Nach vielen Jahren der Zurückhaltung und Selbstdiskriminierung steigen wir jetzt aus der Opferrolle aus", so Personalratsmitglied Horst Kortwittenborg. Die Forderung - eine, die auch im Namen der Beamten gestellt wurde - spiegele das Stimmungsbild in der Belegschaft wider. Seit Jahren sei man so gut wie abgekoppelt von einer fairen Einkommensentwicklung. Man müsse es mal so sehen: "Jeder der Beschäftigten hat seine eigenen roten Zahlen - und solche Probleme kann man nur mit Geld lösen", meint Kortwittenborg. "Die Arbeit der Belegschaft hat eben auch ihren Wert und ihren Preis", sagt Verdi-Sekretär Martin Steinmetz. Man sei im Übrigen auch nicht alleine mit einer deutlichen zweistelligen Forderung: "In München will man 12 bis 15 Prozent."

Bis zu 16 Prozent Einkommenseinbußen

Bis zu 16 Prozent Einkommenseinbußen hätten die Beschäftigten durch die Abschaffung des Bundesangestelltenvertrages in Kauf nehmen müssen. Mit Einmalzahlungen in Höhe von 300 Euro für Vollzeitbeschäftigte sowie Kürzungen bei der Jahressonderzahlung seien sie seit 2005 abgespeist worden. Die wirtschaftlichen Rahmendaten seien gut, der öffentliche Dienst wolle nicht länger "das Sparschwein der Nation sein". Dass die Forderung den öffentlichen Arbeitgeber verstören dürfte, ist klar. "Es wird mit Streik enden", ist der stellvertretende Vorsitzende des Personalrates, Jörg Markau, sicher.Die städtischen Mitarbeiter wollen ein Plus von insgesamt 17,5 Prozent. Ist diese Forderung gerechtfertigt? Was meinen Sie?

Von Dirk Berger

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