SPD-Mann wirft Linken "Nazi-Methoden" vor
11.02.2010 | 19:54 Uhr 2010-02-11T19:54:00+0100Dortmund. Dem Fernglas-Eklat im Sozialausschuss folgte am Donnerstag ein Nachspiel im Finanzausschuss. Gegen Ende der Diskussion um das Sozialticket warf SPD-Ratsvertreter Michael Taranczewski der Linken „Nazi-Methoden” vor.
Wie berichtet, hatten Aktivisten des Bündnisses „Hände weg vom Sozialticket” dem Sozialausschuss am Dienstag mit Feldstechern auf die Finger geguckt – bis Vorsitzender Taranczewski ihnen mit Rausschmiss drohte. Das Abstimmungsverhalten dokumentierten sie auf einer Stellwand in der Bürgerhalle, mit den Fotos aller Ausschussmitglieder.
„Diese Diffamierung” von Politikern habe „eine Qualität, wie die der Nazis, die andere Menschen bespitzelt haben”, legte Taranczewski gestern nach. „In der Methode des Handelns” jedenfalls sehe er keinen Unterschied.
„Das war keine Aktion der Linken”, rief deren Vertreter Wolf Stammnitz. „Ihr OB-Kandidat war doch dabei”, konterte Taranczewski. Tatsächlich zählte Helmut Manz, OB-Aspirant der Linken, zur Fernglas-Fraktion auf der Zuschauertribüne.
Beim Sozialticket kam man am Donnerstag nicht weiter. Linke und Grüne warben noch einmal für einen günstigen Übergangsfahrschein, der gelten solle, bis das VRR-weite Ticket komme. Der Rat wird am 18. Februar darüber entscheiden.
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